katholische kirche ruft zum ai-boykott auf..
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Ruth
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Anmeldedatum: 13.04.2008
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BeitragVerfasst am: 19 Jun 2009 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte zuerst klarstellen, dass ich keinesfalls religiöse Menschen angreifen möchte und ich finde es toll, das wir an dieser Stelle religionskritisch diskutieren können, denn das gilt häufig als „unschicklich“, diese Erfahrung habe ich gemacht. Ich spreche hier also nur für mich und meine Ansichten. Ich freue mich, wenn mir andere ihre Sicht der Dinge erzählen und somit einen Austausch erst möglich machen. Das finde ich spannend. Außerdem kann man an genau solchen Stellen tolerant sein oder es üben. Wo alle gleicher Meinung sind oder das Thema keins sein darf, da kann sich auch keine Toleranz zeigen. Ich selber würde mich als Suchende definieren. Ich schau unter jedem Stein. Gegenwärtig weiß ich allerdings nur, was ich nicht glaube. Ich glaube an keinen Gott, wie sie mir die Religionen vermitteln wollen.
Ich möchte erspüren, wo das Göttliche in mir liegt und wo mein Platz in dieser Schöpfung ist.
Ich möchte ein Gefühl der Verbundenheit mit allen anderen Lebewesen, insbesondere den Menschen finden, das ist meine Suche.
Deshalb meine Frage, was ohne Glaubensangebote wäre, die die Suche ja beenden sollten. Wenn es keinen Jesus, Mohamed, Buddha oder sonstiges gäbe.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 19 Jun 2009 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde einen offenen Austausch auch spannend. Und ähnlich wie Du, glaueb ich an das Göttliche, aber nicht an einen Gott. Wenn es keine Glaubensangebote gäbe müssten wir wohl alle selbst nachdenken. Wink
_________________
Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw
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Ruth
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ja das ist die Frage, ob man mit denken, also dem Verstand, weiterkommt.
Ich glaube er taugt an dieser Stelle nicht all zuviel, außer vor Aberglauben zu schützen Wink Ist nicht auch die Meditation eine Technik/Versuch ihn zu umgehen?
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Ruth
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Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2009 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lese aktuell das Buch „Gotteswahn“ von R. Dawkins. Super spannend geschrieben wie ich finde. Hier mal ein Gedankenspiel : Es ist wahrscheinlich, einen Glauben zu haben, der einem traditionell oder durch Erziehung vermittelt wurde. Wenn ich also anderswo auf der Welt geboren wäre, hätte ich wahrscheinlich auch einen anderen Glauben. Folgendes klingt für uns ganz fremd:
Z.B. der Glaube des Volkes der Fang in Kamerun. Dort wird erzähl, Zauberer hätten ein tierähnliches inneres Zusatzorgan, das nachts davonfliegt und anderer Leute Ernten zerstört oder ihr Blut vergiftet. Ferner heißt es, von Zeit zu Zeit würden sich diese Zauberer zu einem gigantischen Festmahl versammeln, bei dem sie ihre Opfer verzehren und künftige Angriffe planen. Von vielen Fang hört man auch, der Freund eines Freundes habe nachts selbst gesehen, wie die Zauberer über das Dorf hinwegflogen…
Aber was würde ein Mensch des Volkes der Fang über folgendes denken?
Zur Zeit unserer Vorfahren wurde ein Mann als Sohn einer Frau geboren, die Jungfrau war, ein biologischer Vater war daran nicht beteiligt. Derselbe vaterlose Mann sprach zu einem Freund namens Lazarus, der schon so lange tot war, dass er stank, und Lazarus erwachte sofort wieder zum Leben. Wenn man etwas Schlechtes oder etwas Gutes tut, kann der vaterlose Mann es sehen, auch wenn es sonst niemand sieht. Entsprechend werden wir belohnt oder bestraft, zum Teil auch nach unserem Tod. Wenn Brot und Wein von einem Priester (der aber Hoden haben muß) gesegnet werden, verwandeln sie sich in Fleisch und Blut des vaterlosen Mannes…..
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