Beinwell, gemeiner

 
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Morgain le Fay
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 22:39    Titel: Beinwell, gemeiner Antworten mit Zitat

Gemeiner Beinwell Symphtum officinale


Verbreitung und Anbau


der in Europa heimische Beinwell wächst in allen gemässigeten Zonen der Erde, u. a. auch in Westasien, Nordamerika und Australien. Er gedeiht an feuchten bis sumpfigen Standorten und kann im Frühling aus Samen gezogen oder im Herbst durch Wurzelteilung vermehrt werden. die Blätter und Sprossspitze werden im sommer geerntet, die Wurzeln im herbst.


Hauptsächliche Inhaltstoffe

- allantoin
- Schleimstoffe
- Triterpenoide
- Phenolcarbonsäuren
- Asparagin
- Pyrrolizidinalkaloide
- Gerbstoffe


Hauptsächliche Wirkung

- Schützend
- Adstringierend
- entzündungshemmend
- heilt Wunden und Knochen

Frühere Verwendung

Beinwell wurde früher zur behandlung von Magengeschwüren, Reizdarm und einer Reihe von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Rippenfellentzündung verwendet.

Verletzungen

Seine Fähigkeit, die Heilung bon Blutergüssen, Verstauchungen und Knochenbrüchen zu beschleunigen ist seit Jahrtausenden bekannt.
Die Pflanze sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen Bänder und Knochen fester wird, so dass eine Kompresse, die sofort auf einen verstauchten Knöchel aufgebracht wird, die Folgen von Verletzungen deutlich verringern kann. die Kombination von Gerb - und Schleimstoffen wirkt lindernd bei Blutergüssen und Abschürfungen.

Hautprobleme

Öl oder Salbe aus Beinwell verwendet man bei Hautbeschwerden wie Akne, Furunkel und Schuppenflechte. Hilfreich ist die Pflanze auch bei der Behandlung von Narben.



[img][/img]

Hier ein Bild...


Rezepte:

- Gehackte Blätter bei Furunkel als Umschlag auftragen.
- Aufgussöl aus Blätter auf verstauchte Gelenke auftragen.
- Salbe aus Blätter bei Blutergüssen.
- Tinktur aus Wurzeln bei Akne unverdünnt auftragen.
- 2 handvoll getrockente Blätter mit 1 Liter Wasser kurz abkochen und den Sud mit den Blättern ins Badewasser giessen. Während des bades die Blätter aud die schmerzende stelle legen. Hilft bei Gliederschmerzen und rheumatischen beschwerden.


Warnung!!!

Nicht bei verunreinigten Wunden anwenden. Innerlich nur unter ärztlicher aufsicht, nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. In einigen Ländern unterliegen die Anwendung gesetzlichen auflagen.


Quelle: "Das grosse Lexikon der heilkräuter" von Andrew Chevallier.


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sausebraus333
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BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

im römischen Reich wurde Beinwell zur behandlung von Knochenbrüchen der Legionäre verwendet.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Beinwellsalbe hilft auch bei Hämorroiden.
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Morgain le Fay
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BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

und bei Knochenbrüche, wei verstauchungen, unreine haut und Wunden.
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Miriam
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BeitragVerfasst am: 13 Mai 2007 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Kennt jemand von euch vielleicht Kochrezepte mit Beinwell? Ich habe meine Pflanze auf einem Kräutermarkt gekauft und dort gehört, man könnte ihn wie Borretsch verwenden, z.B. auch in Gratins... (mit Borretsch habe ich übrigens auch noch keine Erfahrung, ich ziehe mir aber gerade einige Pflanzen heran)
Ich habe auch gehört, dass man ein Beinwellblatt zur Mineralisierung ins Trinkwasser geben kann - ausprobiert habe ich es noch nicht, da meine Pflanze noch sehr klein ist.
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Morgain le Fay
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BeitragVerfasst am: 14 Mai 2007 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Mhmmm...also zum kochen kann man Beinwell schon verwenden, das heisst, eben in gratins oder so. aber von mineralisierenden Fähigkeiten hab ich noch nie was gehört. Aber es würde mich freuen, wenn du hier deine erlebnisse niederschreiben und schildern würdest, wenn du es ausprobiert hast!! cheerleaderin
Ich lerne gerne neues.... Wink


Gruss Morgaine le Fay
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2007 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

B'Elan schrieb:

Zitat:
Ich habe neulich ein Buch geschenkt bekommen, in dem steht zu Beinwell:

"Die giftigen Pyrrolizidinalkaloide stehen im Verdacht Krebs zu erregen, die Wurzel wird daher nur noch für begrenzte Zeit äußerlich in Form von Umschlägen angewandt."

("Welche Heilpflanze ist das?" - Die neuen Kosmos-Naturführer, Wolfang Hensel, ISBN 978-3-440-10798-0)

Sowas verunsichert mich immer sehr, gerade weil ich mich noch nicht so gut auskenne.

Kann dazu jemand vielleicht etwas sagen?


ich antwortete:

Zitat:
Mein Kosmos-Heilpflanzenführer schreibt dazu, dass die innerliche Anwendung aufgrund der leberschädigenden und möglicherweise Krebs erregenden Wirkung mancher Pyrrolizidinalkaloide aufgegeben worden sei. Auf intakte Haut aufgetragen werden diese Stoffe kaum resorbiert, weshalb die Anwendung in begrenzter Dosis und mit begrenzter Zeit möglich sei. Dort wird vom Verzehr abgeraten.

Fischer-Rizzi geht dieser Frage auch nach, insofern als dass sie diese Befürchtungen benennt. Die Kommission E empfiehlt nur noch standardisierte Präparate zu verwenden und schreibt Höchstdosierungen vor. Fischer-Rizzi meint, es handele sich im Forschungen an der Einzelsubstanz und mit hohen Dosen und sie hält daran fest, Beinwell innerlich und äußerlich zu empfehlen. Jede/r sollte für sich entschieden, ob er oder sie der alten Volksmedizin oder modernen Erkenntnissen mehr traut.


Daraufhin Miriam:
Zitat:
In Chevaliers "Lexikon der Heilpflanzen" (DK Verlag) steht dazu, dass die Pyrrolizidinalkaloide möglicherweise toxisch für Leber, allerdings im Beinwell nur in winzigen Mengen vorhanden sind. Der höchste Anteil befindet sich in der Wurzel, getrocknete Pflanzenteile sind häufig frei davon. Daher sollte die Wurzel nicht innerlich angewendet werden. Zur absoluten Sicherheit müssen noch weitere Forschungen vorgenommen werden.
Irgendwo anders habe ich gelesen, dass es im Prinzip ungefährlich ist, weil man für eine Vergiftung den Beinwell in abnorm großen Mengen einnehmen müsste; ich weiß leider nicht mehr, wo.

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BeitragVerfasst am: 21 Jan 2011 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Weiss jemand welche Beinwellart diese hier ist? Die wächst hier wo ich immer mit den Hunden spazieren gehe:

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Merin
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BeitragVerfasst am: 21 Jan 2011 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt Beinwell ist...
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BeitragVerfasst am: 21 Jan 2011 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Doch Beinwell ist es schon, nur welcher.
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