Birke

 
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Merin
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BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 10:38    Titel: Birke Antworten mit Zitat

Birke
Hängebirke - Betula pendula
Moorbirke - Betula pubescens
Weißbirke - Betula alba

Beschreibung: Ein schlanker Baum mit gelbbrauner, später weißer Rinde. Wechselständige dreieckige Blätter, am Rand doppelt gesägt. Wird bis zu 30m hoch.

Fundorte: Waldlichtungen, Waldränder (Stellen mit viel Licht), Moorbirke in Feuchtgebieten

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C, ätherische Öle, Harz, Saponine, Flavone

Heilwirkung: In Medizin und Volksheilkunde verwendet. Regt Blase und Nieren an (harntreibend), lindert Wassersucht, Rheuma, Gicht, Arthritis, Nieren- und Blasensteine. Wirkt lindernd auf viele Hauterkrankungen, fördert den Haarwuchs. Anwendung der Blätter als Tee oder Tinktur (Haarwasser) oder Verwendung des Birkensaftes. Gut für Frühjahrkuren (3 Wochen 2-3 Tassen Tee tgl.). Birkenteer wird in Salben gegen Hautparasiten und Ekzeme benutzt.

Sammelzeit: Saft März bis Mai, Blätter Mai bis Juni, Blattknospen im März

Wissenswertes: Die Birke ist ein Frühjahrsbaum, sie grünt als einer der ersten Bäume. Auch deshalb spielt sie in alten Maifeiern eine Rolle. Noch heute gibt es die Maibäume, mit denen am 1. Mai der Segen (der Frühlingsgöttin) für die Familie erbeten wird.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ernte von Birkensaft (nach Fischer-Rizzi)
- Förster fragen oder eigene Birke nehmen
- nur alle zwei Jahre und nur kräftige Birken anzapfen, nicht mehr als 2-3 Liter
- am besten im März und April, wenn der Saft nach oben steigt
- in einem Meter Höhe Birke 3-5cm anbohren (nicht viel mehr als 0,5cm Durchmesser)
- Röhrchen in das Loch schieben und Saft auffangen
- Danach Loch wieder gut verschließen, mit Baumwachs oder Pech, da sonst die Birke verbluten kann
- Saft nicht mit Metall in Berührung bringen

Saftkur: tgl. 2 Schnapsgläschen Saft (schmeckt fast nach nichts und nur leicht süßlich) bis der Saft aufgebraucht ist. Problem ist die geringe Haltbarkeit des Saftes, der selbst im Kühlschrank nur einige Tage hält. Deshalb am besten einfrieren oder 1/3 hochprozentigen Alkohol dazugeben. Auch eine Zimtstange und einige Gewürznelken im Glas sollen helfen, die Keime zu töten.

Andere Verwendungsmöglichkeiten für den Saft: Wunden und Hautausschläge (Waschungen), Gesichtswasser, Haarwuchsmittel.

Erfahrungen bitte im Forum posten! (siehe Thread bei Kräuterfragen, Tips und Literatur) Danke
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kraut_ruebe
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2006 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Rezepte rund um die Birke:

Birkenblättertee:
Eine Handvoll frische Birkenblätter mit einem Wiegemesser zerkleinern und in eine Karaffe füllen. Mit kochendem Wasser überbrühen. Abgedeckt 10 min ziehen lassen. Dann abseihen und mit Honig süßen.
Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.
Der Tee wirkt harntreibend und fördert das Ausschwemmen giftiger Stoffe über die Nieren.

Birkenblätterumschläge:
Eine größere Menge frische Birkenblätter gut zerkleinern, damit der Saft austritt. Die zerhackten Blätter auf ein frisches Leinentuch geben. Das Tuch so einschlagen, daß die Blätter nicht herausfallen. Jetzt die schmerzenden Gelenke damit verbinden und den Umschlag so lange wie möglich einwirken lassen.
Die Umschläge helfen bei Gicht- und Rheumaschmerzen.



Birkensirup:

100g frische Blätter mit 100g 90% Alkohol vermengen und mit 900 g siedendes Wasser übergießen.Dann 24 Stunden ziehen lassen.
Den Saft auspressen,filtern und im Verhältniss 1:1,8 mit Zucker kochen

Wird zur Blutreinigung und als Harntreibendes Mittel verwendet!
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BeitragVerfasst am: 01 Jun 2012 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

In der Apotheke gibt es Birkenkohle zu kaufen, die innerlich eingenommen, Gifte aus dem Darm aufsaugen und so bei Durchfallerkrankungen helfen kann.
Dort gibt es auch den Birkenteer, der vor der allgemeinen Zugänglichkeit von Antibiotika- und Cortisonsalben Eingang in Salbenzubereitungen für diverse Hautkrankheiten fand.
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