Getreide gesund?
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Merin
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BeitragVerfasst am: 23 Jul 2009 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gingen ähnliche Gedanken durch den Kopf wie Gudrun. Letztlich war es ja so, dass pflanzliche Nahrung wahrscheinlich viel zuverlässiger besorgt werden konnte als tote Tiere - die man ja erst mal fangen und tot machen musste. Wo bleibt Jol, die weiß doch dazu immer Bescheid.... Very Happy Lustig ist, dass Lutz offenbar das gleiche von seiner Diät behauptet wie Bruker von seiner: Esst nur noch xyz und lasst abc wech und schon seid ihr geheilt. Wobei Bruker, wenn das nicht klappt, immer noch auf vererbte Folgen von Fehlernährung zurück greift.

Letztlich kann man wohl nur schaun, was einem selbst gut tut. Mir tut Frischkornbrei gut, ich bin viel fitter, seit ich ihn esse. Viel Fleisch dagegen macht mich eher träge. Gerade Rheumatiker spüren nach dem Verzehr von Fleisch oft mehr Schmerzen. Aber Leute mit Zöliakie müssen die meisten Getreidesorten meiden - es gibt also wohl kein Rezept für alle.
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, die These das Getreide gänzlich ungesund sein soll ist mir echt noch nie untergekommen.....viele meinen ja das Weizen ungesund sein soll, und selbst das finde ich für mich abwegig, im Süden wird ausschließlich Weißbrot gegessen und dort leben die Menschen meist gesünder als anderswo.
Gibts denn dazu mehrere Quellen oder sind das nur die angegebenen?
Ich denke jedenfalls das dies nicht stimmen kann sondern nur für Menschen die, wie Merin schon schrieb, Zöliakie haben.
Also von daher.....mir werden meine Kniften auch weiterhin schmecken;)



Nenya
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Merin
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BeitragVerfasst am: 24 Jul 2009 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Was sind denn Kniften?
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

Butterbrote! Nur auf Ruhrpöttisch


Nenya
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Auri
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BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

also um mal nochmal kurz zur sache mit der urzeit und fleisch oder pflanzliche nahrung zurückzukommen ..
die menschen der urzeit hatten durchaus die möglichkeit fleisch im gewissen sinne zu konservieren. man nehme nur z.b. die indianer bzw. richtiger die amerikanischen ureinwohner: die trockneten ihr fleisch in dünne streifen geschnitten an der luft und machten es dadurch relativ lange haltbar. das prinzip wird heute noch von "beef jerky" produzierenden firmen u. a. angewandt (nennt sich auch einfach Trockenfleisch) und das so behandelte fleisch ist wochen bis monate haltbar bei trockener lagerung.
tatsächlich ist es nachgewiesen, dass die urmenschen getrocknete fleischstücke, aber auch pflanzliche nahrung mit sich nahmen, wenn sie auf ihren wanderungen nach neuen jagdgründen oder wärmeren klima unterwegs waren. in den nördlichen regionen, in denen es auch mal harte winter gab, gab es zudem keineswegs das ganze jahr über pflanzliche nahrung in so ausreichendem maß, um damit einen ganzen stamm/eine familie durchzubringen. Konserviertes Fleisch war in dieser Zeit also notwendig und immer dabei. In sofern ist es wohl tatsächlich so, dass menschen in der urzeit hauptsächlich fleischesser waren. fleisch ist einfach energiereicher, hat fett um reserven aufzubauen. wer das nicht glaubt (bzw. nicht glauben will) möge entsprechend recherchieren und staunen Wink.

und das mit den viel getreide vertilgenden völkern .. die essen ja auch noch viele andere erwiesenermaßen sehr gesunde sachen, gemüse, obst und gesunde öle ebenfalls in recht großen mengen. und die backen ihr brot nicht selten noch in der heimischen küche von hand und haben da nicht so viel mist drin wie wir heutzutage. was ich meine: eine gewisse abwechslung und ausgewogenheit im nahrungsalltag kompensiert kleinere "ernährungsfehler". aber erstaunlicherweise ist diese ausgewogenheit in unserer westlichen welt, obwohl bequem und günstig erreichbar, umso weniger anzutreffen. und das ist es dann halt, was zum ungleichgewicht im körper und dann zu den erwähnten "zivisilationskrankheiten" führt.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wie gesagt, ich weiß da fast nichts drüber. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich auch vor tausenden Jahren schon die Menschen an verschiedenen Orten der Erde verschieden ernährt haben. Dass z.B. heute die Inuit vor allem Fleisch essen ist bekannt. Dass dies aber bei Menschen in tropischen Gefilden ähnlich ist kann ich mir nicht vorstellen... in Indien z.B. ist Vegeratismus weit verbreitet. So wird es immer schon gewesen sein, denke ich.

Und was die Recherchen angeht: Wissenschaftliche Sachen dazu kenne ich nicht. Populärwissenschaftliche behaupten mal dies und mal das....
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 01 Jun 2012 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich musste schon ein bisschen schmunzeln über Pollmers Thesen über die "genetische Ausstattung des Menschen" und ich sag euch auch gleich warum - aber es dauert ein bisschen, bis ich auf den Punkt kommen kann, sorry.

Das Tier "Mensch" gehört innerhalb des Tierreichs zur Gattung Mensch oder Homo und ist, seit er vor 2 bis 3 Millionen Jahren erstmals auftauchte, in vielen Arten wie Homo rudolphensis, Homo erectus, Homo habilis, Homo ergaster oder Homo heidelbergensis über diesen Planeten gegangen.
Vor 200.000 bis 100.000 Jahren entstand die Arten Homo sapiens und Homo neandertalensis, die einige Zeit gemeinsam den Planeten bevökerten.
Zu dieser Zeit hatte Homo sapiens jedoch ein anderes Aussehen als der moderne Mensch und es wird angenommen, dass sich zahlreiche Unterarten entwickelten (der bekannteste ist der Cro-Magnon-mensch, von dem ihr sicher schon gehört habt). Als einzige dieser Unterarten ist Homo sapiens sapiens übriggeblieben, der seit der Jungsteinzeit nachweisbar ist, deren Beginn vor knapp 10.000 Jahren anzusetzen ist. In der Jungsteinzeit war aber längst das Feuer in Gebrauch und es wurde systematisch gejagt und pflanzliche Nahrung gesammelt. Bis zum Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht ist es nicht mehr weit; erster Getreideanbau ist im Nahen Osten seit mindestens 8.000 Jahren nachzuweisen.

Lasst euch also nicht den Frischkornbrei aus der Schüssel nehmen, unserer genetischen Ausstattung nach dürfte es genau das sein, was Mensch auch damals gegessen hat Wink

Wenn Pollmer nun davon spricht, dass die genetische Ausstattung des Steinzeitmenschen identisch mit der unseren sei, trägt er Wasser in den Rhein! Natürlich muss die Ausstattung identisch sein, es handelt sich ja um dieselbe Art - sogar um dieselbe Unterart! Und eben diese Art aß mitnichten nur Kräuter, Wurzeln und (Mammut)Fleisch, sondern auch Geflügel, Eier und eben Getreide.
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Rekan
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BeitragVerfasst am: 01 Jun 2012 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Bekannter von mir hat vor ein paar Monaten auf Paleo Ernährung umgestellt und fährt ganz gut damit.
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Asche zu Asche. Staub zu Staub. Aber wohin mit den Silikontitten?
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Merin
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BeitragVerfasst am: 03 Jun 2012 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn das? Paleo?

Und Morgan: Danke für diesen historischen Exkurs und die Rettung meines Frischkornbreis.
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Rekan
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BeitragVerfasst am: 03 Jun 2012 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Steinzeitkost. Wobei er es dahingehend modifiziert das er durchaus auch Milchprodukte isst.
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