Birkenerfahrungen

 
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Merin
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BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 10:54    Titel: Birkenerfahrungen Antworten mit Zitat

Dies Jahr haben wir erstmals eine Birke angezapft. Wir waren wohl etwas spät dran, haben es wegen des langen Winters im Mai gemacht. Unser Loch bohrten wir auch etwas höher und es war 8mm breit.
Was passierte? Zuerst floss der Saft langsam. Wir ernteten aber nur ca. 300ml. Vielleicht fließt der Saft nur morgens und man muss mehrere Tage warten?

Ich habe den Saft dann schnapsglasweise ausgetrunken. War recht geschmacklos und nur ansatzweise süß. Bemerkt habe ich keinerlei Wirkung.

Das Verschließen des Lochs war wider Erwarten schwierig. Trotz Baumwachs blutete der Baum noch eingie Tage nach, was uns sehr leid tat. (Und verwunderlich war, weil er ja bei uns nicht mehr geblutet hatte.) Schließlich hat er aber doch aufgehört.
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Caithlin
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BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Merin!

"Birkenerfahrung" hab ich nur insofern, als ich mal versucht habe, wie das mit dem Birkensaft abzapfen geht.
Ich hab nur ein ganz kleines Loch gemacht, und ich muß Dir sagen, in diesem Moment tat mir der Baum unendlich leid - mir ist in dem Moment bewußt geworden, wie ich mich fühlen würde, wenn mir jemand mit einem Bohrer oder Messer ins Fleisch schneidet und mein Lebenssaft ausfließt!
Ich war so traurig, daß ich das gemacht habe, ich hab den Baum umarmt und um Verzeihung gebeten - ich hab mich total schlecht gefühlt und mach das auch nicht mehr!

Ich hab die Wunde mit Wachs verschlossen, aber der Baum hat auch nachgeblutet - zwar nicht viel, aber immerhin!

Wenn ich in der Nähe bin, gehe ich immer zu der Birke hin und schau wie es ihr geht, sie hat alles gut überstanden!
Es war kein schönes Erlebnis - und ich bitte Euch:
Tut das nicht!

Liebe Grüße
Caithlin
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Merin
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BeitragVerfasst am: 01 Aug 2006 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Caithlin, ich danke dir für deinen Erfahrungsbericht. Er bringt mich dazu, nochmal zu überdenken, ob ich diesen speziellen Rohstoff wirklich brauche. Es ist wohl gut nochmal doppelt zu überlegen, wenn ich etwas nutzen möchte, was die Pflanze verletzt. Obwohl ja auch das Abreißen von Blättern eine Verletzung ist und ich dann fast nichts nehmen dürfte. Aber das Ausmaß ist schon ein anderes.

Ich sehe Saft zapfen eher so wie eine Aderlass oder Blutabnehmen: Das ist unangenehm aber auch keine Brachialkur. Trotztdem gibt es ja eine Menge Alternativen, wenn ich eine Frühjahrskur machen möchte, was ich nächstes Jahr unbedingt tun will.
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Caithlin
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BeitragVerfasst am: 01 Aug 2006 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merin!
Das freut mich, daß Du das mit dem Birkensaft abzapfen noch mal überdenken willst!
Du hast schon irgendwie recht, wenn Du sagst, daß man dann auch keine Blätter usw. abreißen dürfte, nun - ich denke, es macht schon einen Unterschied, ob ich nun verschiedene Teile einer Pflanze nehme (vorsichtig, ich reiß sie auch nicht wild ab), oder aber ob ich den Lebenssaft nehme. Ich vergleiche das mit Blut, Blut enthält die wichtigsten Vitalinformationen. Natürlich wird der Saft nachgebildet, ich kann das nicht so genau gefühlsmäßig beschreiben - ich persönlich komme mir dabei vor, als würde ich der Pflanze ihr innerstes entreißen.
Ich nehme auch keine Wurzeln, denn wenn ich die Wurzel entferne, stirbt die Pflanze! Und das möchte ich nicht.
Bei Blättern, Blüten sehe ich das ein wenig anders - die Pflanze bildet, dort wo sie geschnitten wurde, wieder neue Triebe, nicht selten sogar mehrere neue Triebe, es kann also durchaus verjüngend wirken.

Wie denkt ihr denn so darüber? Schreibt doch mal Eure Meinung zu diesem Thema, würde mich sehr interessieren.

Bin jetzt gleich wieder weg - muß raus in den Wald, also dann bis später!
Liebe Grüße
Caithlin
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