was soll man noch essen?
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Blüte
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BeitragVerfasst am: 24 Jun 2006 8:53    Titel: was soll man noch essen? Antworten mit Zitat

Wer isst wie ist eine gute Frage, ich frage mich einfach nur was man überhaupt noch essen kann.
Selbst Gemüse aus dem eigenen Garten ist doch nicht ganz ohne wenn man sich mal überlegt was durch die Verschmutzung der Umwelt alles mit dem Regen auf das Gemüse gespült wird.


Zuletzt bearbeitet von Blüte am 10 Okt 2006 15:47, insgesamt einmal bearbeitet
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lalune
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BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, ist schon eine berechtigte Frage, die sich natürlich auch in meinem Kopf schon gestellt hat. Da aber intensives Nachdenken darüber eh nur schlecht drauf bringt und ich letztendlich keinen Einfluss darauf habe, lasse ich es mir trotzdem reichlich schmecken, verzichte aber auf Fleisch, weitestgehend auf Fisch und versuche wann immer es mir (zeitlich und finanziell) möglich ist, im Bioladen zu shoppen...

Vermutlich schade ich meinem Körper mit meiner blöden Noch-Raucher-Angewohnheit (bin dabei mich zu entwöhnen... Rolling Eyes ) mehr, als mit dem, was ich so esse...

Von daher: Der Appetit auf Fleisch ist mir halt vergangen (es kann aber u.U. auch mal Rückfälle geben, bei denen ich dann auf die Herkunft achten werde), aber ich mag mir selber den weiteren Appetit einfach nicht verderben, sondern tue was ich kann, um mich schädlichen Einflüssen zu entziehen. Ansonsten könnte ich genauso darüber nachdenken, ob ich nicht besser aufhören sollte zu atmen Wink

Außerdem halte ich nix davon, mich mit solchen Dingen zu sehr zu belasten (eben weil ich sie nur begrenzt ändern kann durch vorgenannte "Maßnahmen"), weil sowas vermutlich kranker macht, als die "ich nenns mal Schadstoffbelastung" an sich. Im Sinne von: Wenn ich das Gefühl habe, alles, wa sich zu mir nehme ist in gewisser Hinsicht "vergiftet", dann vergifte ich mich auch automatisch selbst..., sehe ich es positiv, kann es mir nicht wirklich viel anhaben...
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn Du jetzt "ceter et mordio" schreist, Blüte: ich esse eigentlich alles ohe größere bedenken.
Einen Garten habe ich leider nicht, aber vermutlich würde ich dort auch anbauen,w enn er groß genug wäre.
Ändern kann man es sowieso nicht, was für "Schadstoffe" im Essen sind und da mein Körper nunmal Nahrung braucht und ich immer noch nicht tot bin, wird es wohl so schlimm nicht sein.
Naja, zudem ist mein Bruder Lebensmitteltechnologe und wenn der etwas bedenklich findet, höre ich schon noch auf ihn.

Ja, Fleisch esse ich. Ich denke aber beim Essen möglichst nciht an die Tiere, sonst vergeht mir der Hunger. Ich bedanke mich regelmäßig bei den Tieren, die leben, um für uns zu sterben. Abr wir sind nunmal "Allesfresser". Wir brauchen Fleisch oder zumindest Tierische Fette und Eiweise um zu leben. Ohne ginge es bei mir einfach nicht.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich übernehme Verantwortung, für mich und das was ich esse und bin deshalb Vollwertköstlerin. Die Aussage "man kann ja gar nichts mehr ohne schlechtes Gewissen essen" verschleiert, dass es gute Alternativen gibt und man gut und sozial verträglich essen kann. Das ist zwar erstmal anstrengend, man hat aber bald so viel Wissen und Gefühl, dass es dann normal wird. wenn man einen guten Bioladen hat wird man dort auch gut beraten...

Zitat:
Wir brauchen Fleisch oder zumindest Tierische Fette und Eiweise um zu leben


Schreibt Shio, und ich möchte darauf hinweisen, dass Fleisch und tierische Eiweiße ja zwei Sachen sind. Das eine brauchen wir, das andere nicht.
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Merin hat Folgendes geschrieben:
Schreibt Sio, und ich möchte darauf hinweisen, dass Fleisch und tierische Eiweiße ja zwei Sachen sind. Das eine brauchen wir, das andere nicht.


Dem schließe ich mich auch zweifellos an. Bekanntlich sind ebenso wie in Fleisch, in Milch, Milchprdukten und Eiern auch tierische Eiweiße und Fette.
Ein Verzicht aus Fleich ist also durchaus möglich. Nachgewiesener Weise ist sogar die vegetarische Ernährung (also mit Milch- un Eiprdukten) sogar die gesündeste. Veganische Ernährung (ohne solche tierischen Produkte) ist trotz Ergänzung mit Sojaprodukten nicht gesünder.
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

(siehe auch: Claus Leitzmann: Vegetarismus . das beste, was ich bisher zum thema gelesen hab)

da wir schon da sind müssen wir irgendwas essen.. reine nahrung is nich mehr, dafür haben wir den planet schon zu sehr versaut.. aber.. die sauberste nahrung is nich dreckiger als unsere atemluft.... also ess ich mit gutem gewissen fair und ökologisch dynamisch erzeugte und gehandelte waren aus biowirtschaft (zb bio-bauernhof .. hat noch den vorteil: meine kinder wissen, dass die milch von der kuh und nich ausm päckchen kommt. ... )


übrigens.. habt ihr mal versucht, quark zu machen? aus der päckchenmilch-... ihks pfui bbbbääähks! .. aber aus der flasche vom hof.. *yam-yam* - die lebt noch (mit oder ohne holzmichel)
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2006 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Mir reicht es auch, möglichst Bio und möglichst wenig Fertiges zu essen.

Auf Fleisch verzichte ich nicht. Meine Großeltern haben bis vor wenigen Jahren noch selbst Tiere gehalten und die auch geschlachtet (einmal im Jahr). Daraus wurde dann Wurst gemacht.

Zu Festtagen gab es kleinere Tiere wie Ente oder Kaninchen. Das gehört für mich zum Lebenskreislauf dazu. Aber es ist für eben immer etwas Besonderes, Tier zu essen und nicht alltäglich.

Dafür ist es mir aber sehr wichtig, daß ich an meine Nahrungsmittel so rankomme, wie sie "hergestellt" werden. Gut, Milch muß - da ich in einer Stadt und nicht auf dem Land lebe - vorher auf 70 Grad erhitzt werden. Wurst ist Wurst, Käse mache ich auch nicht, da zu zeitaufwendig bzw. ich habe einfach nicht die Vorraussetzungen dafür einen schönen Hartkäse selbst zu produzieren.

Aber ich kaufe eben keine Fertig-Tomatensoße. Kann ich selber. Backe mein Brot, dann weiß ich wenigstens was drin ist. Verzichte weitestgehend auf irgendwie verändertes oder vorbehandeltes. Unterstütze durch meinen Einkauf den bio-Anbau.

UND - ich genieße mein Essen. Immer. Ich danke jedesmal für ein gutes Mal und finde Tischgebete in dieser Hinsicht ein sehr gutes Mittel um darauf aufmerksam zu machen, daß gerade sowas Alltägliches wie unser Essen immer noch etwas Besonderes ist.

lg
Jol
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Blüte
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BeitragVerfasst am: 30 Jun 2006 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr viele Antworten, interessantes dabei.

Zuletzt bearbeitet von Blüte am 10 Okt 2006 15:49, insgesamt einmal bearbeitet
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 01 Jul 2006 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wäre nett gewesen, wenn Du diesen Link zur entsprechenden Diskussion beigefügt hättest, dann hättest Du auch gesehen, was ich geschrieben hätte, zudem ist das wieder so ein aus dem Zusammenhang gerissener Ausschnitt
Was ich meine ist, dass Dein negatives Gedankengut teilweise sehr gut zu Decartes passt. Ich habe ja nicht gesagt, dass er das Nonplusultra ist, sondern, dachte mir, dass DU Dcih in einigen Texten von ihm gut wiederfinden kannst. Wichtig ist halt, dass man wirklich alles von ihm liest, er widerlegt sich nämlich teilweise selbst.
Ich bin eher ein Kant-Fan. Schoppenhauer ist auch nicht schlecht, was Anthropoligie betrifft, aber, wie gesagt, das gehört hier nicht her.

Und mich kannst Du nicht zum Vegetarier machen. Wink

Nunja, zudem weiß ich nicht, was Essen mit Statussymbolik zu tun hat? Zumindest für den Normalserblichen.


...und wieder einmal zeihst Du Dich, ohne wirklich sellbst etwas zu sagen, aus der Diskussion, so macht das wirklich keinen Spaß.
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 9:34    Titel: Antworten mit Zitat

moin

Zitat:
was Essen mit Statussymbolik zu tun hat

fleischessen ist zb in einigen lesarten machtmissbrauch gegenueber tieren.
ausserdem gibts ja auch ess-trends.. wellness-essen etc.

Zitat:
...und wieder einmal zeihst Du Dich, ohne wirklich sellbst etwas zu sagen,

mhm. wahrscheinlich interpretiere ich mal wieder zu wild.. aber irgendwie.. liest sich mir dieses statement nach einem indirekten vorwurf? und dass von einem kant-fan... der von der mündigkeit eines bürgers ausgeht? mhm. manchmal ist es gut, sich aus diskussionen herauszunehmen... es ist auf jeden fall ihre entscheidung, so es denn überhaupt so ist.

-------

was ich selbst als entwuerdigend empfinde: wenn tiere zu pastetchen gemacht werden.
hier hattte ihc mal was schlimmes: paté von 3 wachtelküken als vorspeise in einem nobelrestaurant (ich lese total gern speisekarten *g)


----

hatte gestern ein interessantes gespräch... mit einem mann, dessen sohn hatte eine fructose-lactose-intoleranz.. krass krass krass.. der darf ja gar nix mehr essen... nix fertiges zumindest.... ich hab ihm von hof mahlitzsch vorgeschwärmt... (hinweis auf gesundernährung nach barbara rütting hab ich... ähm.. in seinen blauen augen verloren *hüst)
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Rapunzel hat Folgendes geschrieben:
fleischessen ist zb in einigen lesarten machtmissbrauch gegenueber tieren. ausserdem gibts ja auch ess-trends.. wellness-essen etc.


Sorry, aber man kann auch Dinge an den Haaren herbeiziehen.
Machtmissbrauch gegenüber Tieren? Sicher, dann misssbraucht der Löwe also auch seine Macht gegenüber dem Zebra...?

Rapunzel hat Folgendes geschrieben:
mhm. wahrscheinlich interpretiere ich mal wieder zu wild.. aber irgendwie.. liest sich mir dieses statement nach einem indirekten vorwurf? und dass von einem kant-fan... der von der mündigkeit eines bürgers ausgeht? mhm. manchmal ist es gut, sich aus diskussionen herauszunehmen... es ist auf jeden fall ihre entscheidung, so es denn überhaupt so ist.)

Ich mag Kant-Fan sein, aber ich bin kein Kant-Anhänger Wink Ich diskutiere einfach gerne und finde es schade, wenn jemand eine Diskussion schürt und sich dann einfach heraushält.

Ich finde es auch schrecklich, was man alles so aus tieren macht. Da bin ich Dir bezüglich Pasteten absolut kleiner Meinung... Confused

Da kann ich nur meinen Bruder einbringen, der eine Lebensmittelallergie - hablwegs geheilt - und Morbus Chron hat. Der durfe auch so gut wie gar nichts essen, vor allem nichts syntetisches. Das war echt schrecklich.
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Blüte
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BeitragVerfasst am: 03 Jul 2006 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Sionnach, ich ziehe mich gar nicht einfach so weil ich keinen Bock mehr habe aus der Diskussion, sondern ich habe leider nicht Tag und Nacht Zeit um zu diskutieren.
Ich stelle oft etwas in den Raum und bin dann wieder weg, das liegt einfach daran das ich momentan fast gar keine Zeit habe, den Gedanken dazu aber gerne doch noch festhalten möchte.
Ich finde es auch nicht gut in welchem Ton dein Post mirgegenüber rüberkommt, ich weiss nicht ob ich zu empfindlich bin.. aber.. ich höre da immer einen harschen Ton heraus.
Man muß sich auch nicht mit jedem verstehen, oftmals kann man sich gegenseitig viel mehr geben wenn man sich nicht versteht und offen zueiander ist, sich Sachen sagt die man Menschen die man mag nie so sagen würde.. mh.. trotzdem habe ich so auch keine lust weiter zu schreiben..
Ich hab schon angst davor überhaupt zu lesen was du schreibst weil ich mich jedes mal irgendwie angegriffen fühle.. deswegen vermeide ich oft direkt zu antworten.
Manchmal antworte ich dann auch lieber gar nicht mehr, reden ist Silber.. schweigen ist Gold..
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Merin
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BeitragVerfasst am: 03 Jul 2006 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, dass es in Diskussionen wichtig ist aufeinander einzugehen. Wenn mensch sich Mühe macht, Argumente hinzuschreiben, so möchte sie, dass andere sich damit auseinander setzen. Insofern ist es immer schwierig, wenn das Gefühl entsteht, eigene Argumente währen nicht gelesen, Denkansätze nicht nachvollzogen worden. Auch wenn wenig Zeit zum Schreiben bleibt finde ich es deshalb wichtig, sich aufeinander zu beziehen. Somit kann ich Sionachs Position verstehen. Ich gehe aber konform damit, dass sie sich recht harsch ausgedrückt hat und fänd es schön wenn Sio etwas weicher im Ausdruck und Blüte etwas besser im eingehen auf Argumente anderer wäre. Dann käme vielleicht wieder Kommunikation und Austausch zustande, was ich viel wichtiger finde als Schweigen.
Gut fände ich, wenn es hier nicht nur Schlagabtausch gäbe, sondern man sich zum Nachdenken anregen lässt. Ich lese auch oft nur mit und warte ein paar Tage, bis ich mich äußere oder überlasse das anderen. Trotzdem denke ich,d ass der Spruch "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" aus einer Gesellschaft stammt, in der Wichtiges nicht ausgesprochen und verschwiegen wird.

Und nun zurück zum Thema:
Ich denke schon, dass es so etwas wie Machtmissbrauch gegenüber Tieren gibt. Ein Löwe hat die Macht (wenn wir so wollen) ein Lamm zu reißen und zu essen. Aber er wird wohl kaum auf die Idee kommen, 2000 Lämmer auf engstem Raum einzusperren, damit immer eins da ist, wenn er Hunger hat. Er hat nicht die Möglichkeit (Macht) dazu, aber ich denke auch, dass er aufhört zu reißen, wenn er satt ist.
es ist also nicht so sehr Machtmissbrauch Tiere zu essen (auch wenn man das in Frage stellen kann, denn wir haben ja die Möglichkeit, das zu verhindern) als diese in so großen Mengen und unter den heutigen Bedingungen zu halten und ihnen jedes Recht auf tierwürdiges Leben abzusprechen.

Auch ist der Unterschied zwischen Löwe und Mensch der der Wahlmöglichkeiten und des Verstandes. Wir sprechen einem Löwen kein ethisches oder moralisches Verhalten zu udn wir gehena uch nicht davona us, dass er sich aussuchen kann vegetarisch zu leben. Wir Menschen dagegen haben ein Wissen um Alternativen und die Möglichkeit moralischen Handelns. Wenn wir sagen "na man kan ja heute eh nix mehr essena lso hau wech den scheiß!" dann ignorieren wir diese Wahlmöglichkeit nur scheinbar und nutzen unser Potential zum moralischen Handeln nicht. Jo. So denk ich mal.
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sehe ich das Thema zu radikal, das mag durchaus sein, aber ich sage ja auch nicht jedem Vegetarier" esst Fleisch". Das ist jedem selbst übererlassen und ich möchte auch nicht in meiner Freiheit beschnitten werden, Fleisch zu essen.

Zum Thema Löwe & Mensch sage ich nur eines: hätte der Löwe den nötigen Verstand, würde er auch Zebras in eine Schlucht einsperren und sich immer dann eines schnappen, wenn er es benötigt. Aber ihm fehlt die Intelligenz. Und genau diese soll uns die Pflicht aufzwängen, über alternative Nahrungmittel nachzudenken? Ist dass nicht wiederum ein Zwang?

Immer höre ich nur, dass Tiere, die gezüchtet wurden, um von uns Carnivoren - sag ich jetzt mal - gegessen zu werden, unter schlimmsten Bedingungen dahinvegitieren, nie höre ich etwas darüber, dass es genausogut Höfe gibt, auf denen die Tiere ein wirklich gutes Leben haben.
Wieder ziehe ich den Vergleich zum Menschen: nicht jeder Mensch lebt paradiesisch, nicht jeder Mensch lebt in Zuständen, die er beeinflussen kann. Denkt doch nur mal über die armen hungernden Menschen in der "3. Welt".

Dann kommt mal wieder ein nervenaufreibender Bericht über Tierhaltung und auf einmal sind alle Teirhalter der Lebensmittelindustrie Tierqäler, aber an die Menschen, die da unten tagtäglich verhungern, denkt dann niemand.

Wenn ihr es so schrecklich findet, was mit den Tieren geschieht, dann geht doch hin und beschwert Euch und redet nicht einfach nur darüber.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Sio, ich glaueb du vergleichst hier Dinge, die nicht vergleichbar sind. Was haben die Tiere mit den Menschen in der sogenannten Dritten Welt zu tun? Mir scheint fast, du wolltest beide gleichsetzen...

Es gibt einen Zusammenhang nämlich den, dass die Leute dort unter anderem auch deshalb hungern, weil wir hier Fleisch essen, für dessen Produktion Pflanzen verwendet wurden, die deren Hunger hätten stillen können. (Auf dortigen Flächen werden oft großflächigen Nahrungspflanzen für Tiere angebaut statt Nahrungsmittel für einheimsiche Menschen....) Aber es ist ja auch allgemein bekannt, dass es kein Problem des Mangels an Essen gibt sondern ein Problem der Verteilung....

Zitat:
Aber ihm fehlt die Intelligenz. Und genau diese soll uns die Pflicht aufzwängen, über alternative Nahrungmittel nachzudenken? Ist dass nicht wiederum ein Zwang?


Ich zwinge dich nicht. Aber ich denke, dass unsere Intellligenz eine Möglichkeit schafft, die zu nutzen uns gut täte. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass das Leben auf der Erde schöner wäre, wenn mehr menschen die Möglichkeit nutzen würden, ihre Egdanken und Gefühle handlungsleitend werden zu lassen udn ihre Potentiale zu leben.
es ist usner Potential Tiere angemessen zu halten und ich glaube, dass es viel angenehmer ist,d as fleisch solche Tiere zu essen (oder eben keins).

Womit wir wieder bei einer Aussage sind, die ich nicht durchdacht finde:

Zitat:
Wenn ihr es so schrecklich findet, was mit den Tieren geschieht, dann geht doch hin und beschwert Euch und redet nicht einfach nur darüber.


Abgesehen davon, dass Beschweren eine Art von Reden ist weißt du nicht, ob wir das nicht tun (ich tue es immer wieder). Letztlich weise ich darauf hin, dass du mit dem Kauf von bio-Fleisch dafür sorgen kannst, dass Tiere angemessen gehalten werden und ich fordere dich dazu auf, diese Möglichkeit zu nutzen. Ob du dich dazu entscheidest das zu tun ist nach wie vor deine Sache...

Ebenso mit der sogenannten Dritten Welt: Ich fordere alle dazu auf, faire Preise zu zahlen. Lokal zu kaufen und, wenn nicht, fair gehandelt. Ich rede nicht nur, ich nutze mein Potential zu handeln und ich hoffe, dass viele andere ebenfalls begreifen, dass es nicht darum geht, Almosen zu geben, sondern das zu zahlen, was den anderen zusteht, seien es nun Tiere oder Menschen....
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