Das lustige Was wäre wenn...
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 30 Jun 2008 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab da letztens eine gute Reportage drüber gesehen, dort wurde auch diskutiert ob 100% bio überhaupt geht und es ging nicht. Denn wenn alle nur noch bio kaufen würden dann würde es genau so konventionell angebaut werden wie herkömmliches.
Die Discounter bieten solch konventionelles bio jetzt schon an, weil die Nachfrage einfach so groß ist. Dort haben sie gezeigt das z.b. der bio eisbergsalat genau neben dem Feld von normalen Salat steht, aber genau so mega groß war. Der Typ vom Lidl meinte es gäbe keinen Unterschied in der Qualtität vom Produkt, es verkauft sich aber bestens weil viele Käufer nun mal jetzt bio konsumieren möchten.

Bei Quarks und Co gabs auch eine interessanten Beitrag, da gings darum das Bio aus Übersee genauso viel Co2 verbraucht wie regional. Leider ist die Sendung nicht mehr als podcast zu sehen auf der Seite...
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Starfish
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BeitragVerfasst am: 30 Jun 2008 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Aber wie kann das gehen, dass Bio-Salat plötzlich nicht mehr bio ist? Ich komm da grad nicht ganz mit. In der EU muss das Produkt ja gewisse Bedingungen erfüllen, um bio genannt werden zu dürfen. Kannst du mir das noch etwas genauer erklären, wie und warum das so ist?

Nenya hat Folgendes geschrieben:
Bei Quarks und Co gabs auch eine interessanten Beitrag, da gings darum das Bio aus Übersee genauso viel Co2 verbraucht wie regional. Leider ist die Sendung nicht mehr als podcast zu sehen auf der Seite...

Schade, genau das interessiert mich sehr.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 30 Jun 2008 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab das Gefühl, ob es geht oder nicht hängt immer davon ab, wer es betrachtet. Anti-Ökos behaupten es gehe nicht, Ökos sagen, doch geht. Mir scheint es ist wie mit der Abwäghung von Stoff- gegen Einmalwindeln. Welche umweltfreundlicher ist entscheidet der/die Untersuchende. Und wie bei den Windeln (hihi ich hab echt den Muttervirus Laughing ) ist es so, dass es von vielen Faktoren abhängt. Also bei bio: was ist bio? was heißt: es geht? Sollen alle satt werden? Sollen alle essen wollen, worauf sie grade Lust haben?

Zitat:
Aber wie kann das gehen, dass Bio-Salat plötzlich nicht mehr bio ist?


Die Frage stellt sich mir auch.
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 01 Jul 2008 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich ist es noch bio, aber wenn der Salat um den halben Planeten fahren muß und das Mega Feld genau neben einem konventionellen Feld steht, ist doch wohl anzunehmen dass das Bio Siegel dann nur noch pro forma anzusehen ist. Die Menschen werden außerdem noch schlecht bezahlt, hm.
Wenn jetzt also alle in Deutschland bio Gemüse haben wollen würden müßte man es importieren denn für alle reicht es nicht, es reicht ja jetzt schon nicht. Viele Bauern trauen sich noch nicht ins bio Geschäft einzusteigen warum auch immer, allerdings sehen sie die Milliarden Umsätze und immer mehr Erzeuger wollen davon was abhaben.
Ich hab letztens bei dwer Thea Dorn eine feine Buchbesprechung gesehen da waren einige Autoren die entsprechende Bücher geschrieben haben, ich werd mir da mal eins kaufen und dann noch mal berichten was die noch für Argumente hatten.

Eine gute Sendung zu dem Thema war aufm WDR: Alles bio? -Das Geschäft mit Öko-Lebensmitteln. Die wird sicher mal wiederholt dann geb ich rechtzeitig Bescheid.

Hier gibts einen kurzen Beitrag vom ZDF, zum Thema 2 Klassen Bio:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Alles_Bio_-_alles_gesund%253F/435310
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Merin
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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2008 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Der liebe gute Admin hat gewühlt und hier ist mein versehentlich gelöschter Beitrag:

Zitat:
Natürlich ist es noch bio, aber wenn der Salat um den
halben Planeten fahren muß und das Mega Feld genau neben einem
konventionellen Feld steht, ist doch wohl anzunehmen das das Bio Siegel
dann nur noch pro forma anzusehen ist.


Das sehe ich gar nicht so. So finde ich, dass der Transportweg und die
Anbauweise zwei Paar Schuhe sind. An bio wird da der Regionalanspruch
gekoppelt, der bei konventionell nicht da ist. Wenn, so müsste man
lokale bio mit lokalen kovnentionellen Produkten vergleichen und
weitgereist-bio mit weitgereist-konventionell. Dass der Anfahrtsweg das
bio aufhebt ist mE Nonsens. Auch ist es so, dass der Transport von sagen
wir 1000 Salatköpfen dann pro Kopf nicht mehr so viel ausmacht
(insbesondere, wenn er per Bahn oder Schiff erfolgte). Will man die
Ökobilanz verbessern ist es viel besser, mit dem Rad oder zu Fuß
einkaufen zu gehen... (einfach weil man mit dem eigenen Auto viel
geringere Mengen transportiert, die Auslastung also schlecht ist). Und
wenn es die Möglichkeit gibt kann man ja bio und regional
kaufen.\r\n\r\nDie Behauptung, ein Biofeld sei nicht mehr bio, wenn es
neben einem konventionellen Feld liegt finde ich ebenso unpassend. Es
ibt eben keine zwei Welten. Und Abstände kann man aufgrund des
begrenzten vorhandenen Platzes auch nicht beliebig erhöhen. Auch wenn
z.B. Pestizide vom Nachbarfeld herüberwehen ist doch z.B. der Umgang mit
dem Boden beim Bioanbau ein anderer. Und davon profitiert die Umwelt,
egal wie es auf dem Nachbarfeld aussieht. Auch die Größe des Feldes hat
nichts mit bio oder nicht zu tun.... Und dass Biobauern schlecht bezahlt
werden stimmt zwar, man sollte aber auch dies mit den noch schlechteren
Löhnen im konventionellen Landwirtschaftssektor vergleichen und
überlegen, wie viel man für gute Produkte zu zahlen bereit ist.
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Zuletzt bearbeitet von Merin am 18 Jul 2008 19:58, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2008 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig, es gibt keine zwei Welten und daher wird das Bio Feld nur dann ein Bio feld sein wenn es weit und breit kein koventionelles Feld mehr gibt. Die Pestizide gibts ja auch im Bio Lebensmitteln...
wie dem auch sei, ich bin auf jeden Fall auch ein Bio Käufer (zum größtenteil jedenfalls) weil ich kein Boch auf Gentechnik Fraß und anderen Schund habe.
Ich habe trotzdem meine Bedenken was diesen Discounter Bio angeht obwohl es meist das Zeug ist was ich selber kaufe.
Ich hab hier noch einen Bericht von Greenpeace gefunden:
http://de.einkaufsnetz.org/verbraucherthemen/19666.html

Und ich selber muß mir auch immer an die eigene Nase packen wenn ich mal wieder mit dem Auto fahre oder schwarzen Tee trinke, oder Reis esse. Die Sachen werden da angebaut wo mal Regenwald war, auch doof, da macht es auch nix wenn da dann transfair oder bio dran steht.

Es ist halt ein Dilemma mit dem konsumieren, 100% korrekt geht es nicht oder ich habe es noch nicht rausgefunden.
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 11 Jul 2008 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Auch ist es so, dass der Transport von sagen wir 1000 Salatköpfen dann pro Kopf nicht mehr so viel ausmacht (insbesondere, wenn er per Bahn oder Schiff erfolgte).


*Lach.*
Ich glaube ich habe eine Marktlücke gefunden: Überseesalat. Auf dem Schiff in - sagen wir - Australien angesät und drei Wochen später erntefrisch im Hafen von Hamburg geerntet. Ich denke, Salat war vielleicht ein schlechtes Beispiel für lokal und Fernkauf...

Ich habe noch ein Was-wäre-wenn Szenario... Was wäre, wenn Tabak und Alkohol in Deutschland verboten wäre?

sonnige Sommergrüße
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Starfish
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BeitragVerfasst am: 12 Jul 2008 7:38    Titel: Antworten mit Zitat

Dann gäbe es einen florierenden Schwarzmarkt, mit allen Gefahren, die mit sowas klassischerweise verbunden sind....
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 12 Jul 2008 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

JolandaRingelblume hat Folgendes geschrieben:

Ich habe noch ein Was-wäre-wenn Szenario... Was wäre, wenn Tabak und Alkohol in Deutschland verboten wäre?


Die jetzigen Preise für Tabak lassen den Schwarzmarkt, mit allen negativen Folgen der Kriminalität, schon seit Jahren in Deutschland steigen. Käme nun noch ein absolutes Verbot dazu, wäre das wohl der Supergau für Deutschland. Der Markt würde von Arbeitslosen überschwemmt werden..... Bauern, Aufkäufer, Industrie, Großhandel, Einzelhandel, Logistik, Automatenher- und Aufsteller usw. wären davon betroffen. Das ist jetzt nur das Szenario für den Tabak, das gleiche gilt auch für den Alkohol.....

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das einer wirklich will.

Mal ein anderes Szenario: Was wäre wenn deutsche Behörden das bestehende Jugendschutzgesetz besser kontrollieren und durchsetzen würden? Wie z. B. in den 50er und 60er Jahren?

Waldfee
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BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Jugendliche - so scheint es - lassen sich doch von Behörden nur noch wenig sagen. In den 50er und 60er Jahren war der Einzelne wesentlich angepasster, auch die "Rebellen". Ich glaube, derartige Kontrollen lassen sich nur unter enormen Aufwendungen heute realisieren - wäre aber auf jeden Fall ein guter Zweck für die eingenommenen Drogensteuern... Rauchen und Saufen zum Schutz unserer Kinder... prima!

Ich könnte mir vorstellen, dass der restliche Drogenkonsum zurückgeht, wenn Tabak und Alkohol verboten würden und sich die Kriminalität auf diese Kerngebiete größtenteils beschränkt. Das Prinzip der Niederlande mit einer großen Toleranz gegenüber "weichen" Drogen, um harte Drogen zu vermeiden hat jedenfalls nicht so ganz funktioniert.

lg
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Starfish
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BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lehne für mich selbst zwar Zigaretten und (nennenswerten) Genuss von Alkohol ab; aber dennoch fände ich ein Verbot von Alkohol und Tabak unfair jenen gegenüber, die damit gewissenhaft umgehen. Warum sollen die mit bestraft werden für den Missbrauch, den einige damit treiben?
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

JolandaRingelblume hat Folgendes geschrieben:
Jugendliche - so scheint es - lassen sich doch von Behörden nur noch wenig sagen. In den 50er und 60er Jahren war der Einzelne wesentlich angepasster, auch die "Rebellen". Ich glaube, derartige Kontrollen lassen sich nur unter enormen Aufwendungen heute realisieren - wäre aber auf jeden Fall ein guter Zweck für die eingenommenen Drogensteuern... Rauchen und Saufen zum Schutz unserer Kinder... prima!


Wir waren damals nicht angepasster als die heutige Jugend. Die Kontrollen waren schärfer und jeder Ladeninhaber hatte noch ein soziales Gewissen, das mit der Zerschlagung der "Tante-Emma-Läden" dann immer weiter den Bach runter ging.

JolandaRingelblume hat Folgendes geschrieben:

Ich könnte mir vorstellen, dass der restliche Drogenkonsum zurückgeht, wenn Tabak und Alkohol verboten würden und sich die Kriminalität auf diese Kerngebiete größtenteils beschränkt.


Kann ich mir nicht vorstellen. Drogen werden schon seit Jahrtausenden konsumiert und bekämpft und trotzdem gibt es sie immer noch. Wenn es danach geht müssen auch viele Pflanzen verboten werden. Nämlich alle die die eine berauschende Wirkung hervorrufen. Genauso muss dann dringend Klebstoff verboten werden, dieser wird nämlich vielfach von den Jugendlichen inhaliert, genauso wie Feuerzeug Gas und Benzin.

Bei den gesundheitlichen Schäden die da entstehen, dürfte der Tabak und der Alkohol noch das kleinere Übel sein. Da hilft nur das die Eltern ihre Kinder aufklären und ihnen auch Vorbild sind.

Im übrigen lies Dir mal folgenden Artikel durch:

FOCUS - Nikotin verlangsamt Demenz

Genauso hat auch der Alkohol nicht nur negative Konsequenzen, in Maßen konsumiert ist er sogar sehr gesund. Mit Verboten erreicht man meistens nur das Gegenteil von dem was man erreichen möchte. Verbotene Früchte waren und sind immer verlockend......

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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 17 Jul 2008 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wahnsinn, wie zynisch dieser Fokusartikel ist.

Zitat: „Wir haben verschiedene Ähnlichkeiten, aber nur kleine Unterschiede zwischen den kognitiv-positiven Mechanismen und jenen gefunden, die süchtig nach Nikotin machen“

Abhängig, aber mit guter Erinnerung an die alten Zeiten. Oder eben schon vor der Demenz verstorben... an Lungenkrebs. Evil or Very Mad

Hier mal eine kleine Zusammenfassung: http://www.de44.de/cgi-bin/rfo001.pl?P1=&P2=steu_info_droge

Worum es mir aber bei der Frage geht - wir sind ja schließlich hier in Gesellschaftskritik - ist nicht, bin ich für oder gegen Rauchen und Alkohol, sondern wie sollen wir mit den Problemen, die kommen umgehen.

Zum Beispiel wird von vielen Rauchaufhörwilligen beklagt, dass sie gesellschaftlich kaum Unterstützung bekommen - keine Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten. Wäre doch nett. Wer aufhört hat es auch so schwer, gesellschaftlich Anerkennung dafür zu bekommen. Bei Alkohol sieht es ähnlich aus. Alte Kumpels, die rauchen oder trinken, wollen nichts mehr von einem wissen, weil man ja nicht mehr mitmacht. Nichtalkoholiker oder -raucher verstehen nicht, was so schwer daran sein soll.

Diese Toleranz gegenüber Süchtigen geht mir dahingehend - ehrlich gesagt - gegen den Strich. Sollen sie doch machen. Solang es mich nicht betrifft. Der Betreiber der oben genannten Seite - selbst Nichtraucher - hat mehrere Menschen aufgrund ihres Rauchens sterben sehen... Und setzt sich nun dafür ein, wenigstens denjenigen zu helfen, die aussteigen wollen. Zumindest bezieht er Stellung...

Was ist die Lösung? Wie würde eine Welt aussehen, die radikale Lösungen einfordert? Erledigt sich das Problem von allein?

Habt Ihr eigentlich auch solche Was wäre wenn... Ideen? Oder bin ich hier die einzige?

lg
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 17 Jul 2008 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jolanda,

erstmal wollen wir mal festhalten, dass man die genannten Krebsarten auch ohne Rauchen bekommen kann.

Beispiel:

Mein Großvater hatte Bronchialkrebs, er war aber Nichtraucher. Von Beruf war er Maler- und Schriftmalermeister. Ich nehme mal an, dass die Farbdämpfe seine Krankheit evt. ausgelöst haben.

Ich habe in den 70er Jahren in Havelhöhe/Berlin gearbeitet. Damals war das noch eine Klinik für Lungenkranke. Auf meiner Station war ein junger Mann, die Diagnose lautete auf Lungenkrebs. Daran ist er dann auch verstorben. Er war Sportler und hatte, ich glaube das war 1972, bei der Olympiade die Goldmedaille im zweier Kanu gewonnen. Nach seiner Aussage hat er nie eine Zigarette angefasst.

Ein ehem. Nachbar in Norddeutschland verstarb an Krebs. Sein ganzer Körper war voller Metastasen. In der Anfangszeit der Kernkraftwerke, hat man Menschen dazu benutzt die Röhren sauber zumachen bzw. bei Störungen da rein zu kriechen. Er bekam zwar einen Schutzanzug und musste nach der Säuberung auch unter eine spezielle Dusche, nur sehr viel genutzt hat das auch nicht. Die Leute durften nur 10 Minuten in diesen Röhren drinbleiben und bekamen dafür den Lohn von 8 Stunden bezahlt plus Gefahrenzulage etc.

Meine Schwiegermutter hat geraucht wie ein Schornstein und wurde damit 85 Jahre alt, ohne Lungenkrebs oder sonstiges.

Wenn also jetzt das Rauchen generell verboten wird, werden die Krankheiten damit noch lange nicht ausgerottet. Dann muss wahrscheinlich irgendwas anderes als Alibi herhalten.

Lies Dir doch mal folgenden Wikipedia Linke durch:

Missbrauch und Abhängigkeit

Es wird immer Menschen geben, die von irgendwas abhängig sind. Je mehr Menschen die Erde bevölkern, je mehr abhängige wird es geben. Dagegen hilft wirklich wohl nur, seine Kinder aufzuklären und ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Was auch nicht zu unterschätzen ist, ist das viele Eltern und Ärzte bei Kindern bereits den Boden für eine spätere Sucht vorbereiten. Sie geben ihnen ohne Bedenken Ritalin und andere Medikamente um die Kinder ruhig zustellen. Auch ansonsten wird ziemlich schnell zu Medikamenten als Allheilmittel gegriffen.

Meine beiden jüngeren Söhne flippten bei Fieber immer aus. Rannten z. B. durchs Haus und schrien "Feuer, feuer, holt doch endlich die Feuerwehr" und lauter solche Sachen, wir dann wie die Bescheuerten hinter her um sie wieder einzufangen. Dabei haben wir uns so manch blaues Auge und Kratzer eingefangen. Der Kinderarzt verschrieb mir dann ein Beruhigungsmittel dafür. Ich erkundigte mich nach Alternativen und kaufte dann einen Beruhigungstee. So wie das Fieber stieg flößte ich ihnen den ein und der Tee half.

Mit verboten und geboten kommen wir echt nicht weiter, nur mit Vernunft, gesunden Menschenverstand, Kritikfähigkeit ( der Arzt ist nicht der liebe Gott und hat nicht immer Recht), Augenmaß und Aufklärung.

tucan
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Mania
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BeitragVerfasst am: 17 Jul 2008 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Waldfee,

wenn ich mir den Großteil der Bevölkerung ansehe, dann können sie mit Begriffen wie Vernunft, Eigenverantwortung und Aufklärung nichts anfangen. Sie können es einfach nicht!

Was macht man mit einer Bevölkerung, die kaum in der Lage ist ihr Leben selbst zu reflektieren!?

Das ist kein ironischer Hieb auf den "Mob", sondern diese Frage stelle ich mir schon seit langem ganz ernsthaft!

Liebe Grüße,
Mania
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