Fleisch - Rind, Schwein, Huhn?
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Lebenstaenzer
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 19:05    Titel: Fleisch - Rind, Schwein, Huhn? Antworten mit Zitat

Ich denke hier sind sicherlich einige Vegerarier unterwegs, aber vielleicht ja auch noch einige die ab und zu Fleisch essen ...
Ich möchte gar nicht in eine ethische Debatte über Fleischkonsum einsteigen, aber um eine ökologische / ökonomische.
Das der moderne Mensch zu viel Fleisch ist ist denke ich den meisten bewusst. Auch die Rechnung wie viel mehr Fleischkonsum an Rohstoffen verbraucht als Vegetarismus ist inzwischen bekannt.
Ich weiß aber dass ich für mich nicht grundsätzlich auf Fleisch / tierische Produkte verzichten möchte, also möchte ich zumindest versuchen möglichst ökologisch / ökonomisch sinnvoll zu konsumieren.
Seit kurzem weiß ich erst, dass zB Schwein im direkten Vergleich in der Hinsicht "besser" ist als Rind, weil letzere die Umwelt viel mehr belasten (in der Menge, in denen sie gehalten werden zumindest..)
Ebenso erst neulich habe ich interessantes von Hühnern gelesen: dass es nämlich durch die allein auf Produktion ausgerichtete Massenhaltung nur noch wenige Arten gibt, die sich überhaupt für die biologische Haltung eignen, da die meisten zwar produzieren wie irre aber dafür wahnsinnig anfällig für Krankheiten sind, keine sonderlich hohe Lebenserwartung haben usw. Und dass wieder neue Zucht-Projekte begonnen wurden um eben dies wieder her zu stellen: genetische Vielfalt, und "normale" Hühner, die sich auch für Bio-Haltung eignen ...
Ich frage mich jetzt natürlich, was da an welchen Infos dran ist, wo man sich informieren und wie sinnvoll kaufen kann - zum Beispiel gezielt Eier von neuen alten Hühnerrassen? Bio-Schwein statt Bio-Rind? (nur: woher, ich kenne fast nur Bio-Rind?) Ab wann beginnt evtl Schafs- oder Ziegenmilchkäse "sinnvoller" zu sein als der normale Käse aus Kuhmilch? (ist er das überhaupt jemals, oder gibt es zuwenig Ziegen und Schafe dafür, oder sind die genau so belastend wie Rinder?)

Gaaanz viele Fragen und Ideen, und nicht viel Plan, was wie um zu setzen ist ...
Weiß irgend jemand mehr, oder wie handhabt ihr das alles?

Meine Quellen:
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Schrot + Korn (letze Ausgabe, derzeit nicht zur Hand)
www.kollbecksmoorhuhn.de
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Merin
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2008 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab es mal verschoben, passt hier besser. In einem anderen thread hab ich einen zum Thema passenden link zu foodwatch gepostet, den ich hier mal wiederhole: http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/klima/klimastudie_2008/ Da geht es um Essen und Klima.
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Lebenstaenzer
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BeitragVerfasst am: 04 Sep 2008 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Auweia ... auf der HP hab ich schon gelesen, ich hatte sie nur nicht wieder gefunden, danke dir! das pdf lese ich zum ersten mal, und mir ist jetzt schon schlecht.
Verzichte gerne auf Rind, und minimiere sonstiges Fleisch, aber auf Milch und Käse zu verzichten? auweia ... Confused
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 2:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lebenstaenzer,

an Deiner Stelle würde ich ohne Gewissensbisse, weiterhin Fleisch konsumieren. Lies mal folgenden Link:

Studie über Klimabelastung durch Landwirtschaft sorgt für Streit

CO2 ist Pflanzennahrung! Ohne CO2 dürfte der Mensch irgendwann verhungern, weil nichts mehr wächst. Lasst Euch doch nicht verrückt machen. Das Klima hat sich auf der Erde schon immer verändert. Wurde die letzte Eiszeit durch unsere Vorfahren verursacht, weil sie zu viele offene Feuer unterhielten, zu viele Nutztiere hielten oder welche Ursachen sind sonst dafür verantwortlich? Bleib cool, halte den Ball flach und lass Dir kein X für ein U vormachen Very Happy

Waldfee
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Mania
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 5:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Waldfee,

vom Ressorucenverbrauch her ist hoher Fleischkonsum trotzdem problematisch. Unsere McDonalds-Kühe stehen in armen Ländern auf Flächen, die die Bewohner selbst bräuchten um Lebensmittel für sich anzubauen. Mais und Soja für die Futtermittelgewinnung nehmen flächenmäßig noch mehr Land weg.

Wenn man halbwegs ethisch korrekt und global nachhaltig leben will, muss man zwangsläufig seinen Fleischkonsum drastisch reduzieren.

Oder bin ich da auch einem Ammenmärchen aufgesessen?

Lieben Gruß,
Mania
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 5:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mania,

Soja und Mais wird innerhalb der EU an das liebe Vieh verfüttert. In Paraguay, Brasilien und Argentinien so gut wie gar nicht. Wie Du schon schreibst, braucht die Bevölkerung das entweder für sich selbst bzw. bekommen sie auf dem Weltmarkt einen besseren Preis, als wenn sie das an das Vieh verfüttern würden.

Paraguay hat zu dem z. Zt. ein ziemlich großes Problem. Sie haben wieder die Zulassung für Rindfleischlieferungen in die EU bekommen. Das heißt für den hiesigen Markt, die Rindfleischpreise sind dadurch in die Höhe gegangen und die arme Bevölkerung kann sich das Fleisch nicht mehr leisten! Im Chaco ist Trockenheit, wie üblich um diese Jahreszeit, und es gibt auch für die Bevölkerung kaum noch Trinkwasser. Das heißt, das Vieh verdurstet auf der Weide, wenn da nicht in der nächsten Zeit ergiebige Regenfälle kommen.

Schuld an dem ganzen Dilemma, ist in meinen Augen, zum einen die Deutsche Politik und auch die EU mit ihren Flächenstillegungen. Dadurch fehlen den Bauern in der EU und in Deutschland die Flächen um anständig zu produzieren. Klar, ist ja auch billiger in armen Ländern seinen Fleischbedarf zu decken, als selbst zu produzieren Sad Klar ist auch, das man das was noch angebaut wird in Deutschland lieber zu BIO-Sprit verarbeitet und auch hier dann seinen Bedarf lieber in den armen Ländern deckt, mit genau den gleichen Effekt, das da dann die Preise in den Himmel wachsen und die arme Bevölkerung Kohldampf schiebt. Aber Hauptsache innerhalb der EU und Deutschland werden nicht die Lebensbereiche irgendwelcher Vögel oder sonstiger Wildtiere gefährdet. Ob deshalb andere Hungern müssen, ist ja völlig egal, ist schließlich weit genug weg, damit man davon nichts sieht oder hört und die Presse ist auch noch so nett und schreibt das was die Bevölkerung und die Politik hören und lesen will.

Hier gibt es nur Weidenhaltung. Ställe wie in Deutschland kennt man nicht. Es wird von einigen spezielles Futtergras angebaut. Zusatzfutter aus tierischen Abfällen, wie in Deutschland und der EU, kennt man hier noch nicht, daher auch keinerlei BSE Gefahr.

Heute hat die ABC Color in Paraguay gemeldet, dass die Bevölkerung jetzt mit billig Fleisch versorgt werden soll. Das Fleisch kommt aus Argentinien. Brasilien und Argentinien dürfen nämlich z. Zt. nicht an die EU liefern, weil bei ihnen immer wieder die MKS ausbricht. Darunter muss jetzt die Bevölkerung in Paraguay leiden. Die dürfen das MKS Fleisch ruhig essen, dem EU Bürger ist sowas ja nicht zu zumuten Sad

Waldfee
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Starfish
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Was für Einblicke.... Hätte ich mit ein bisschen mehr nachdenken auch fast selber drauf kommen müssen, aber wie du richtig schreibst, wird einem hierzulande ja meistens nur die eine Seite der Medaille präsentiert.
Da läuft global ja noch viel mehr schief, als ich bisher angenommen hatte. Danke wieder mal für deine Erläuterungen von der anderen Seite des großen Teichs!

LG
Wilde
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Lebenstaenzer
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

kurze Anmerkung zum CO2:
ein Freund hat mich gestern darauf hingewiesen dass es wahrscheinlich nicht um CO2 selber geht sondern um Methangas. (Nein, besser ist das nicht Wink)
Nur der Korrektheit halber ...

[edit:] in dem verlinkten Artikel steht das ja auch mit dem Methan .. ups ...[/edit]

Und wir produzieren so viel CO2 - da könnten doppelt so viele Pflanzen von photosentisieren (oder wie auch immer) wie jetzt glaub ich ...

Mal was anderes :
weiß jemand wie das mit Schafen und Ziegen aussieht? Die geben auch leckere Milch für guten Käse und leckeres Fleisch für ab- und zu ... Irgend eine Ahnung ob das ökologisch ehr mit Rind oder Schwein zu vergleichen ist, oder wie das sonst damit aussieht?
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, dass auch zuviel Ziege und Schaf irgendwann problematisch werden würde.

Das ist es eben. Das Extrem ist gefährlich, das richtige Maß ok.

Fleischkonsum drastisch senken? Was heißt das eigentlich bei Euch? Ich denke da immer an die Art von Menschen, die jeden Tag Fleisch in der warmen Mahlzeit haben möchten. Sind die Kräuterkommunler, die hier Fleisch/Wurst essen, auch so? Kann ich mir nicht vorstellen. Was wollt Ihr dann also drastisch reduzieren?

Bei uns gibt es im Alltag so etwa einmal die Woche Fleisch, manchmal Wurst, öfters Käse. Selten Milch, aber Quark und Joghurt häufig. (Ein Vegetarier könnte es bei uns wohl allgemein aushalten - wenn er/sie nicht allzu streng ist.) Das entspricht dem (gehobenen) Standard der Menschen, die auch vor uns hier in Europa gelebt haben: Getreide, Milchprodukte, hin- und wieder Fleisch.

Allein die Käseproduktion hat in vielen Teilen Europas daher eine ungemein große, traditionsreiche Vielfalt. Problematisch finde ich persönlich die nachnichtsschmeckende Massenkäseproduktion oder vielen milden Joghurts. Die schmecken so nach Nichts oder dem jeweilig zugefügten Aroma, so dass, man sich letztendlich geschmacklich betrogen fühlt.

Man muss auch bedenken, dass ein Lebensmittel, das einen starken Geschmack hat, von den meisten auch nur in Maßen konsumiert wird. Also daher gilt für mich. Weiter Käse, Fleisch, Quark immer mit dem Blick auf das Maß. Gern auch von anderen Tierarten also Rind, Schwein oder Huhn.

lg
Jol
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Mania
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich esse ab und an Wurst auf's Brot. Sonst immer Käse.

Kochen tu ich meist vegetarisch. Öfter tu ich mal Käse oder Sahne oder Creme fraiche dazu. Höchstens mal ein bisschen Schinken. Richtiges Fleisch im Sinne von Schnitzel oder Filet oder Braten seltenst.

Auf Arbeit werde ich mitverpflegt, und dort gibt es halt auch regelmäßig Geflügel oder Rind mittags. Aber auch mehrmals die Woche vegetarisch. Morgens und abends halt Brote mit Käse oder Wurst. In Maßen, weil es auch immer frischen Salat oder Rohkost dazu gibt.

Als ich das letzte Mal den Test zum ökologischen Fußabdruck gemacht habe, wurde mir aufgezeigt, dass diese Ernährung zu viele Ressourcen verbraucht, um eine Gerechtigkeit für alle Menschen zu schaffen.

Das war der Grund, warum mich meine Ernährungsgewohnheiten gerade beschäftigen und ich ausprobieren will, deutlich weniger Milchprodukte - und Fleisch sowieso - zu verzehren.

Lieben Gruß,
Mania
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Lebenstaenzer
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Fleischkonsum drastisch senken? Was heißt das eigentlich bei Euch? Ich denke da immer an die Art von Menschen, die jeden Tag Fleisch in der warmen Mahlzeit haben möchten. Sind die Kräuterkommunler, die hier Fleisch/Wurst essen, auch so? Kann ich mir nicht vorstellen. Was wollt Ihr dann also drastisch reduzieren?

Nein, aber bisher nur aus dem Grunde dass Fleisch so teuer ist. Ich habe durchaus eine ganze Weile lang täglich Fleisch gegessen - entweder morgens (oder abends) auf Brot, oder bei der warmen Mahlzeit ... Anfangen tut es bei Schinkenwürfeln und aufhören bei Tiefkühl-Chevapcici und dem Dönermann um die Ecke.
Ich mag nicht viel Gemüse (oder hab noch nicht viele Arten gefunden Gemüse so zuzubereiten dass ich es mag .. ist wohl hoffnungsvoller ausgedrückt) - das ist wohl einer der Hauptgründe ...

Insofern denke ich dass ich da doch noch immer einiges senken kann .. Wink

Dass "zu viel" Ziege und Schaf auch nciht gut sind ist mir auch klar ... ich hatte auch nicht vor eine Massenzucht vor zu schlagen. Mir ist nur einfach etwas schlecht geworden beim Blick auf die "umweltfeindlichkeit" von Milchprodukten und wollte wissen ob man dies ausgleichen kann durch mal Ziege statt Kuh - so wie ja laut der Studie Schwein statt Rind durchaus hilft (wobei denk ich auch klar ist dass zu viel Schwein früher oder später das nächste Problem aufwerfen würde) ...

lg
die Lebenstaenzerin
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2008 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Also wir sind Fleischesser. Mein Mann mehr Schweinefleisch und ich Rindfleisch. Während mein Mann Geflügel und Fisch auch nichts abgewinnen kann, esse ich das sehr gern. Hammel- oder Ziegenfleisch mögen wir beide nicht besonders gern. Milchprodukte, wie Butter, Milch, Joghurt, Käse, Sahne, verwende ich für mich sehr sparsam, da ich eine Milcheiweißunverträglichkeit habe und von zu viel davon Migräneanfälle vom feinsten bekomme. Das tägliche Gemüse zum Hauptessen gehört bei uns schon immer dazu, genauso wie Obst. Wobei ich allerdings für mich gestehen muss, dass ich lieber Obstsäfte mag als das Obst als ganzes und das schon von Kindesbeinen an.

Das schöne hier ist ja, dass das ganze Jahr über etwas grünes im Garten wächst und gedeiht und man in dieser Hinsicht mehr der Gefahr einer Vitaminvergiftung ausgesetzt ist, als einer Mangelversorgung Very Happy

Die Paraguayos sind übrigens auch Fleischesser. Paraguay ist ja schließlich Rinderland und wenn die sich zu ihren traditionellen Festtagen kein Rindfleisch leisten können, gibt es unweigerlich Unruhen. Davor hat hier jede Regierung angst! Viele steigen jetzt auf Schweinefleisch um, weil das z. Zt. billiger als Rindfleisch ist. Die Problematik dabei ist, dass sich die armen keinen Kühlschrank leisten können. Nicht wegen der Stromkosten, wer ein bestimmtes Einkommen nicht überschreitet und das der ANDE (so heißt der hiesige Stromlieferant) nachweist, bekommt den Strom für umsonst, sondern weil sie eben kein Geld haben um sich einen Kühlschrank zu kaufen. Viele leben auch in Zelten, in Plastikunterkünfte (große Plastikplane über einen Ast gehängt und unten mit Steinen beschwert, fertig ist die Unterkunft) oder Bretterunterkünften. Da passt meist nur ein Bett rein evt. noch ein Kinderbett und das war es. Gekocht wird draußen am offenen Feuer. Regnet es, wie heute z. B., dann bleibt die Küche kalt und der Chipa Verkäufer macht Umsätze.

Waldfee
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Lebenstaenzer
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BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mal was anderes :
weiß jemand wie das mit Schafen und Ziegen aussieht?


mit mal selber eine Antwort gebe:
in Neuseeland sind die Schafe das Problem was hier die Kühe sind ...
Also auch nicht besser - vor allem gibt wohl eine Kuh mehr Milch als ein Schaf - da ist jetzt nur noch die Frage wer mehr pupst ... (sorry Rolling Eyes)

ach man, da hat man ja schon wieder große Luft einen auf nichts hören, nichts sehen, nichts sagen zu machen und weiter zu machen wie bisher.

*seufz*

ich brauch nen vegetarischen koch. Confused
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Zaunrübe
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BeitragVerfasst am: 21 Jan 2011 15:06    Titel: Re: Fleisch - Rind, Schwein, Huhn? Antworten mit Zitat

Lebenstaenzer hat Folgendes geschrieben:

Und dass wieder neue Zucht-Projekte begonnen wurden um eben dies wieder her zu stellen: genetische Vielfalt, und "normale" Hühner, die sich auch für Bio-Haltung eignen ...
Ich frage mich jetzt natürlich, was da an welchen Infos dran ist, wo man sich informieren und wie sinnvoll kaufen kann - zum Beispiel gezielt Eier von neuen alten Hühnerrassen?


zum Thema Menge des Fleischkonsums und Massentierhaltung und deren Auswirkungen auf Klima etc. gab es ja hier im Thread schon viel Infos.

Hier mal etwas zu der obigen noch nicht beantworteten Frage.
Es gibt mehrere Organisationen die sich um den Erhalt der vom austerben bedrohten Haustierrassen kümmern, ebenso um solche Nutzpflanzen.
Über diese kann man auch Infos über Züchter und Halter solcher erfahren, bzw. zu Bezugsquellen:

Vieh e.V. (sehr nette Leute): http://www.vieh-ev.de/

Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH): http://www.g-e-h.de/

Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.v.: http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/
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Merin
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BeitragVerfasst am: 21 Jan 2011 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das wäre ja vielleicht auch eine Saatgutquelle, oder? Also der letzte link.
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George Bernhard Shaw
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