Hallo, wer hat Lust mal zu plaudern über Feminismus?
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Harlekin
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BeitragVerfasst am: 03 Okt 2008 11:01    Titel: Hallo, wer hat Lust mal zu plaudern über Feminismus? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

So viel ist hier ja nicht los, ich habe allerdings schon so einige interessante Gedanken hier gelesen, zu einigen Themen.....und mich interessieren eure hier zu

Ich habe letzens die autorisierte Biographie von Alice Schwarzer gelesen und sie hat mich schwer beeindruckt, das mit dem Hintergrund, das ich die Dame vorher nicht mochte.
Manchmal treibe ich mich auch auf Matriarchats Seiten rum und Feminstischen Seiten, war immer interessiert an Ritual -und Heilarbeit.

Seit der Biographie habe ich angefangen manche Sachen noch mal neu zu überdenken und bin auf viele kleine Details gestoßen, die in meinen Augen ein sehr frauenverachtendes Bild in unserer Gesellschaft zeichnen, sei es in der Werbung, das die Frau dem großen Designer zu Füßen liegt oder in den Serien und Filmen, die Krönung jeder erfolgreichen, selbständigen Frau ist ein Mann Rolling Eyes
Oder diese neue Serie auf den Privaten, mir tut das weh.

Was ich vielleicht noch dazu sagen muß, ich wohne in einer Gegend, da ist es üblich das die Frau entweder zu Hause bleibt oder nur einen Billigjob annimmmt oder putzen geht und zusätzlich zu der regulären Arbeit auch den Haushalt alleine schmeisst oder halt Kuchen backt für die Männer im Verein oder die Kinder rumkutschert, weil scheiß Infrastruktur.
Mhm wenn man denn das Ansinnen hat weiterzukommen, wird man ungläubig gefragt, was wie denn das, du würdest dafür sogar umziehen und die Kinder und der arme Mann.
Das ist mit ein Grund warum mein Gastspiel hier zeitlich begrenzt ist.

Ich vergaß keine Krippenplätze, hier gibt es eine Krippe für 10 Stadteile, die Warteliste war als ich mich angemeldet habe 2-3 Jahre, jajaja.
Mittlerweile ist es auch möglich 2 jährige in den Kiga zu geben unter wirklich grausigen Bedingungen, eine feste Erzieherin auf 15 Wusel in einem 16 qm großen Raum, einfach weil Personal und Platz fehlt, zur Ergänzung nun haben sie die Kigas strukturell verändert, damit mehr Platz für die Kleinen ist....das ist aber erst jetzt so und noch nicht ausgereift, leider.
Und mein ganz persönliches Minenfeld ist, das die Frauen jeden Tag erzählen wie überlastet sie sind, weil Arbeit und Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen, das schlaucht und wenn ich dann höre, ach Liebes ich habe keine Zeit, weil ich putze heute die obere Etage, das macht mich öfter traurig.
Es scheint dann wirklich so das Mann es geschafft hat, die Frau ans Haus und die Kinder gut festzubinden, cooler Schachzug Evil or Very Mad

Nur hier gibt es nix und die guten Stellen haben auch fast nur Männer inne, abgesehen von den selbständigen Frauen.

Ich könnt nun noch viel schreiben, bin aber auch sehr gespannt auf eure Gedanken und Erlebnisse

Neugierig guck......
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Merin
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BeitragVerfasst am: 03 Okt 2008 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Du hier viel herumgelesen hast wirst Du bemerkt haben, dass Feminismus auch für mich ein wichtiges Thema ist. Auch mir fällt immer wieder auf, dass die wirkliche Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht ist. Meines Erachtens liegt das daran, dass viele Frauen sich nicht bewusst machen, wo sie eingeschränkt sind und dass auch die Männer sich nicht emanzipieren, dass heißt, sich nicht auf klassische Frauendomänen ausbreiten wollen.

Seit ich nun selbst Mutter bin ist es für mich auch nicht so, dass ich finde, dass Muttersein und Emanzipation sich ausschließen. Ich habe mich nun entschieden noch ein zweites Jahr zu Hause zu bleiben, weil ich finde, es würde auf Kosten meiner Tochter gehen jetzt wieder zu arbeiten. Hier in Berlin sind Kitaplätze nicht das Problem, es gibt zwar Wartelisten, aber man kann Plätze finden. Das Problem liegt wie ich finde daran, dass man sich immer für Arbeit auf Kosten des Kindes oder für Kinderbetreuung auf Kosten der Arbeit entscheiden muss und dass diese Entscheidung meist eine der Frauen ist. Feminismus wie ich ih verstehe plädiert deshlab nicht (nur) für mehr Kleinkindbetreuung sondern muss Kinder mehr ins Leben einbinden und die Trennung von Beruf und Privatleben aufheben. Also ab mit den Kindern ins Büro und in die Läden!

Zitat:
Und mein ganz persönliches Minenfeld ist, das die Frauen jeden Tag erzählen wie überlastet sie sind, weil Arbeit und Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen, das schlaucht und wenn ich dann höre, ach Liebes ich habe keine Zeit, weil ich putze heute die obere Etage, das macht mich öfter traurig.
Es scheint dann wirklich so das Mann es geschafft hat, die Frau ans Haus und die Kinder gut festzubinden, cooler Schachzug


Ich denke, es ist auch die Frau, die sich selbst bindet. Die sich ihren Mann so gesucht und die Partnerschaft so gestaltet hat. Ja, es ist ein Problem, dass die emanzipierten Männer rar gesäht sind, aber es gibt sie. Und bei denen kann frau auch einfordern, dass die Arbeit verteilt wird. Wieso zum Beispiel ist der Frau so eine saubere Etage so wichtig? Bei mir siehts aus wie sau, aber Sauberkeit ist einfach nicht meine Priorität. Schon gar nicht mit einem Kleinkind im Haus...

PS: Ist es Dir Recht wenn ich das Thema zu Gesellschaftskiritk verschiebe?
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Harlekin
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BeitragVerfasst am: 03 Okt 2008 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Schon mal zu verschieben, klar, danke das du nachfragst.
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 06 Okt 2008 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Emanzipation gibt es viel zu sagen, weil es sehr vielschichtig ist. Meist verstehen wir unter Emanzipation, dass Frauen arbeiten gehen und in der Wirtschaft und Politik was zu sagen haben. Auch wenn viele junge Frauen heute nicht mehr so sehr daran interessiert sind, sondern entweder in traditionelle Muster zurückkehren oder sich einfach nur so durchschlagen (z.B. als alleinerziehende Mutter) ist doch vieles von dieser Art der Emanzipation realisiert.

Frauen dürfen seit fast 90 Jahren wählen. Sie arbeiten - auch in Männerdomänen. Einziger Wermutstropfen: Sie werden immer noch schlechter bezahlt. Die meisten (jungen) Männer, die ich kenne, gehen heutzutage nicht mehr davon aus, dass eine Frau den Haushalt und die Kindererziehung allein zu schmeißen hat. Selbst wenn eine Rollenteilung früher oder später doch stattfinden sollte, werden diese Frauen und ihre Rolle/Arbeit geschätzt. Frauen, die sich für eine Karriere entscheiden, die nach ganz oben gehen soll, können dies durchaus versuchen und manche haben Erfolg. Männer, die dort sind, mussten auch Opfer erbringen und haben im allgemeinen eine Frau an ihrer Seite, die sie unterstützt. Frauen, die ganz hoch wollen, müssen sich eben auch einen solchen Mann (von denen es durchaus einige heutzutage gibt) suchen oder Single bleiben. Wer hat denn gesagt, dass uns durch die Emanzipation alles auf dem silbernen Tablett serviert wird?

Natürlich gibt es immer noch Bastionen, an denen wir nicht aufhören sollten zu kämpfen. Keine Frage.

Doch sollte nicht dabei unser Hauptaugenmerk auf andere - viel größere Probleme - von Frauen gelenkt werden? Wie ist das? Wer von den emanzipierten Wortführerinnen kämpft eigentlich heute aktiv gegen weibliche Beschneidungen oder die Privatisierung von Brunnen in wasserarmen Gegenden? Wer erhebt sein Wort gegen die Kindstötung weiblicher Babies in Indien? Wer klärt die Leute auf, dass es falsch ist, einen Jungen wie einen kleinen Pascha und ein Mädchen wie eine Dienstmagd zu halten? Wann werden Ehebrecherinnen nicht mehr gesteinigt? Wie kommen Frauen, die vielleicht nie eine Ausbildung genossen haben, an ein gesichertes Einkommen, nachdem Mann und Kinder in den Krieg gezogen sind?

Das sind die Fragen an die Emanzipation, die ich mir so stelle.

lg
Jol
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2008 1:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es ist doch eine alte Binsenweisheit, dass die Frau den Mann aussucht und nicht der Mann die Frau. Frauen wählen aus und weisen zurück, zum Beispiel die Erfolglosen, die keine materielle Versorgung der Nachkommenschaft versprechen.
Jetzt kommt bestimmt das Argument, es gebe kaum Frauen in Führungspositionen. Statistisch stimmt das gewiss, auf Vorstands- und Aufsichtsratssitzen sind Frauen wirklich selten zu finden und an der Spitze von Staaten noch viel weniger. Dass viel mehr Männer als Frauen in der politischen und wirtschaftlichen Führung sitzen heißt nicht, dass Frauen dort keinen Einfluss hätten – ganz im Gegenteil: als Partnerin leiten sie oft die Unternehmen vom Rücksitz aus. Stimmt das oder nicht?

Ja, aber die Gewalt gegen Frauen?

Gerade weil viele Männer schwach und damit den Frauen unterlegen sind, wissen sie sich oft nicht anders zu helfen, als Gewalt auszuüben. Es schlägt bekanntlich nur zu, wer keine Sachargumente mehr ins Feld führen kann. Männer also, die ihre Frauen schlagen, oder schlimmer noch, undifferenziert Gewalt gegen Frauen ausüben, zeigen damit im Grunde nur ihr eigenes gesellschaftliches oder wirtschaftliches Versagen – also im Umkehrschluss die tatsächliche gesellschaftliche Vorherrschaft der Frauen. Wir leben faktisch in einer von Frauen beherrschten Welt, auch wenn dies an der Oberfläche nicht sehr sichtbar zu sein scheint. Besonders die Vergewaltigung ist ein Beweis hierfür, denn Männer stehen bekanntlich ständig unter Strom, während Frauen ihre sexuellen Bedürfnisse viel besser unter Kontrolle haben. Mit genau diesem Druck aber leiten und beherrschen Sie die Männer, die dem Druck manchmal nicht standhalten – und sich mit Gewalt holen, was ihnen nicht gegeben wird. Das aber ist bekanntlich nicht nur ein schwerer Verstoß, sondern eben auch ein Beweis für die These der männlichen Schwäche. Das soll Gewalttaten natürlich in keiner Weise rechtfertigen, sondern nur den Hintergrund etwas erhellen.

Wer hat denn im Haus die Hosen an, egal in welchem Land dieser Welt? Immer die Frau, auch in den islamisch geprägten Ländern.

Es stimmt das der Mann meistens, im gleichen Beruf, mehr verdient als die Frau. In einigen Berufen finde ich das sogar in Ordnung, in anderen wiederum nicht. Aber in den letzten 100 Jahren haben wir ihnen alles genommen: den Ärztekittel, den Pilotensitz, die Kapitänswürde... zuletzt noch die Soldatenuniform und nun sogar die Regierung. Den Rest schaffen wir auch noch. Wir sollten uns dann aber nicht wundern, wenn der Mann den Spieß umdreht und Hausmann wird, sich um Wohnung und Kinder kümmert und bei einer Scheidung muss dann die Frau zahlen. Das komischerweise, wollen viele dann nicht, so weit geht der Feminismus dann doch nicht......

Waldfee
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yggdrasil
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2008 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Das was Waldfee angesprochen hat, finde ich einen sehr wichtigen Aspekt des Feminismus, oder sagen wir besser: Der Emanzipation der Frau.

Ich habe schon von vielen Seiten die von euch genannten Dinge gehört: Die Frauen werden schlechter bezahlt, die Frauen werden weitaus häufiger Opfer von Gewalttaten wie Vergewaltigung oder häuslicher Gewalt, etc. pp. Sicherlich stimmt das, das streite ich auf keinen Fall ab. Und es ist schlimm, sehr schlimm sogar. Und jetzt kommt das "Aber" Wink

Auf der anderen Seite wollen sehr viele Frauen die Vorteile der Empanzipation haben, aber nicht deren Nachteile: Völlige Unabhängigkeit, im Falle des Falles (Scheidung z. B.) auch den Absturz schlechtestens ohne Netz und doppelten Boden. Freiheit und Emanzipation bedeutet aber eben auch dies. Mut zum Risiko, die Gefahr "auf die Nase zu fallen", Abzustürzen und eine Bruchlandung hinzulegen.

Kennt ihr die Bücher von Diana Galbadon? Sind ziemliche Schmachtromane. Kurzabriss: Eine junge Krankenschwester holt kurz nach Ende des 2. Weltkrieges die Hochzeitsreise nach. In den schottischen Highlands findet sie einen Steinkreis und wird durch ihn ins Jahr 1743 zurückversetzt. Dort muss sie den Schotten Jamie heiraten. Aus dem Zwang wird die große Liebe. Es gibt mehrere Nachfolgebänder. Jedenfalls (um zurück aufs Thema zu kommen) In einem der Bände möchte Jamie von Claire (eben jener Krankenschwester) wissen wie die Zukunft aussieht. Sie erzählt, dass Frauen den Männern immer gleichberechtiger werden, dass sie harte Männerarbeiten übernehmen, etc. Sinngemäß fragt Jamie sie dann völlig entsetzt, wozu man Männer in der Zukunft dann noch braucht.
Ich finde diesen Satz bezeichnend und stelle bei vielen Männern genau diese Angst fest. Die Angst vor dem Ausgemustert werden, vor dem nicht mehr benötigt zu werden.

Dabei haben starke Frauen schon immer die Fäden im Hintergrund gehalten. Selbst bei den als besonders "männlich geltenden" Sultanen war dies möglich (War es Suleyman I.? Ich bin mir nicht sicher. Die Frauen in den Harems waren zwar Sklaven, doch schaffte es eine russische Haremsfrau nicht nur die Gunst des Sultans zu erlangen, sondern auch Einfluss auf seine politischen Entscheidungen zu nehmen.)
Auch in China gab es Frauen, die im Hintergrund die Geschicke des Reiches lenkten, zumal die eingesetzten Kaiser oftmals noch Kinder waren.

Der Mann hat meiner Meinung nach in früheren Zeiten den Schutz der Familie/ des Clans/... nach außen hin übernommen. Dabei verloren viel zu viele Männer den eigentlichen Gedanken aus den Augen: Der Schutz nach außen hin bedeutet nicht, dass Frauen, die den Schutz im Inneren übernehmen, minderwertiger oder schwächer sind. Oftmals denken dies Männer leider heute noch.

Und es wird auch durchaus noch gesellschaftlich vorgelebt. Für eine Frau ist es viel einfacher zuzugeben von ihrem Mann verprügelt zu werden, als es für einen Mann ist, der von seiner Frau verprügelt wird. Hier heißt es dann gleich, der Mann sei ein Schwächling, ein Weichei, etc. Auch in der Werbung wird damit gearbeitet: ständig steht der absolut männliche Mann im Vordergrund. Um ein richtiger Mann zu sein MUSS mann Auto xy fahren, Rasierer xy nutzen, er muss kraftvoll, stark und allzeit bereit sein. Potent und mit vollem Haar muss er jederzeit die Lage im Griff haben. Das Männerbild der Werbung und auch der Gesellschaft ist genau so plakativ und falsch wie das der Frau.

Alle wollen heute vom modernen Mann etwas. Jeder stellt seine Forderungen obwohl für viele Männer ihre Bestimmung, ihre Rolle nicht mehr klar ist. Der Mann muss gleichzeitig entscheidungsfreudig sein, muss der Frau aber die Wünsche von den Lippen ablesen. Er muss im Bett "ein Hengst sein", aber gleichzeitig anschmiegsam und sensibel wie ein Kätzchen. Er muss durchsetzungsfähig sein und Karriere machen (-> Der "Ernähreraspekt") gleichzeitig aber die Kinder hüten und auf Hausmann machen. Na wer würde denn da nicht verrückt werden?

Was für Männer gilt, gilt heute aber auch leider für Frauen. Entscheidet sich Frau für den Job ist sie eine Rabenmutter und Karrieregeil. Bleibt sie zuhause ist sie das angepasste duchmäuserische Hausmütterchen das nix zu sagen hat. Frau soll am besten Kinder bekommen aber trotzdem auch mit 50 noch aussehen wie mit 20. Frauen lassen sich heute mit der Aussage von Ärzten ködern doch einen Kaiserschnitt durchführen zu lassen um eine junge und vitale Scheide zu erhalten. Sie lassen sich Botox spritzen und Silikon einpflanzen um die Zeichen des Lebens zu vernichten. Sie müssen immer für die Kinder da sein aber trotzdem abends im Bett ein wildes Luder sein, dass aussieht als sei es gerade aus dem Playboy entsprungen.

Für mich sieht das sehr nach der Phase einer Revolution aus, in der sich der erste Rauch gelegt hat, jetzt aber keiner mehr so recht weiß wie es weitergeht. Die neue Ordnung muss erst gefasst und in die Wege geleitet werden. Wer weiß wo uns das noch hinführt...

Meiner Meinung nach sind Männer und Frauen gleichwertig aber nicht gleich. Jeder sollte unabhängig von seinem Geschlecht, seiner Rasse, seiner Nationalität, ... als Mensch behandelt werden.
Der eine Mann eignet sich gut als Hausmann, er findet hier seine Erfüllung. Das ist doch genau so in Ordnung wie die Frau, die gerne an schnellen Autos herumschraubt und deswegen Automechanikerin wird. Deswegen wird man ja nicht gleich ein schlechterer (oder besserer) Mensch.

Ich finde den radikalen Ansatz von einigen Feministinnen, die mir untergekommen sind deswegen falsch. Sie sehen Männer als die minderwertigeren an. Sie hetzen gegen sie und geben teilweise Dinge von sich die mir die Haare zu Berge stehen lassen. Damit stellen sie sich mit all den verhassten Chauvinisten auf eine Stufe, mit all den Frauenunterdrückern. Es geht nicht darum besser als die anderen zu sein. Es geht darum sein Leben so zu führen, dass man glücklich ist!

Und mal ehrlich: Im Gegensatz zu den Frauen in anderen Ländern jammern wir doch auf ziemlich hohem Niveau. Klar, Missstände gibt es, und man/ frau muss was dagegen tun, aber im Großen und Ganzen geht es uns verdammt gut.

LG
ygg
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Merin
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2008 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne die von Waldfee angeführte Argumentation der eigentlichen Schwäche des Mannes, aber ich teile sie nicht. Ich habe immer wieder erlebt, dass Männer ihre physische Gewalttätigkeit gar nicht als Schwäche erlebt haben, weil sie meinten, dass sie ihnen zustünde. Ähnlich wie Mütter, die meinen dass Kindern Klapse ja nicht schaden...

Und wer wo das Sagen hat ist glaube ich nicht allgemein zu sagen. Es ist ja auch möglich, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden und niemand "das Sagen" hat.
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2008 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Waldfee,

Deine Argumentation ist bestechend, aber zu einseitig. Es gibt natürlich Frauen, die in und aus ihrer Rolle heraus in der Lage sind, Männer zu beeinflussen - die wiederum dann sich entweder fügen oder aggressiv werden. Beispiele davon gibt es in der Geschichte genug.

Dennoch erklärt das die Reaktion in Form der Beschneidung der Rechte von Frauen (manche nennen es aus Unterdrückung) durch die Männer nicht. Ein Beispiel, das du nennst ist, dass den Männern bestimmte Domänen wie das Kriegshandwerk oder der Artzberuf genommen wurde und sie sich dadurch nun geschwächt fühlen und das kompensieren müssten.

Nun, das praktische Heilen war mit Sicherheit nur in der Moderne eine Männerdomäne. Frauen mussten sich zwangsläufig durch die Schwangerschaft intensiv mit ihrem Körper und dessen Gebrechlichkeit auseinandersetzen. Ich bin sogar eine Verfechterin der Theorie (und ich weiß schon, daß Merin wieder mit dem Kopf schüttelt ), dass es eben traditionell doch eine Rollenteilung zwischen Mann und Frau gab, die biologisch bedingt ist. In dieser Theorie ist die Frau bedingt durch ihr Mutterdasein mit anderen Tätigkeiten konfrontiert, die teilweise auch in unser kulturelles Erbe eingeflossen sind und die ich - maßvoll ausgelebt - für interessant und sinnvoll finde. (In dieser Theorie geht es aber nicht darum, dass sich Tätigkeiten von Männern und Frauen nicht überschneiden! Oder gar nur dem einen Geschlecht vorenthalten sind!) Das Heilen war - nach vielen Indizien zu urteilen - eher weiblich dominiert. Wie kommt es also, dass die Frauen nicht zugeschlagen haben (um das mal jetzt zu überspitzen), als sie dem Beruf nicht mehr nachgehen konnten, ja sogar dafür bluten mussten?

Die Frauen, die die Gewitztheit und Kraft hatten, Männer zu manipulieren, gab und gibt es und sie stehen natürlich im gleißenden Licht. Und vielleicht stimmt es auch, dass der Mann an und für sich (kennt jemand so einen?) sich dadurch eingeschüchtert fühlt und auf individuelle Art und Weise reagiert. Aber es gibt mit Sicherheit genauso viele eingeschüchterte Frauen, die eben nicht manipulieren und (zurück)schlagen und vermutlich sind die - wenn auch nicht so prominent - in der Mehrzahl gewesen. Und hier hat die Emanzipation ganze Arbeit geleistet.

Ich habe mal ein Seminar über Frauen in den USA im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts besucht. Es war sehr interessant, mit welchen Themen und für welche Selbstverständlichkeiten diese Frauen gekämpft haben. Gerade diejenigen, die es in den Wilden Westen verschlagen hatten, mussten viel leisten und haben daraus vielleicht sogar gelernt, mehr für ihre Rechte einzutreten. Die Themen waren im übrigen auch Männerthemen, z.B. Alkoholismus und Apartheid. Dagegen haben die ersten "Feministinnen" gekämpft. Ich denke nicht, dass das eine Folge ihrer Macht war, sondern eben die eines neuen Selbst- und Gruppenbewußtsein - Emanzipation eben. Und das war notwendig und ist es in manchen Regionen heute noch mehr.

@yggdrasil
Ja, auf jeden Fall soll jeder seinen Lebensstil leben können, ohne dafür Schaden erleiden zu müssen. Das Ziel des Feminismus sollte aber eben sein, dass jeder die Möglichkeit und auch den Hintergrund hat, wählen zu können. Was nützt es, wenn Studiengänge oder Berufe für Frauen geöffnet werden, aber den kleinen Mädchen vermittelt wird, dass das unweiblich wäre?

Ich bin weder für die Auflösung der Geschlechter, noch für strikte Rollenteilung. Ich denke, es wäre wichtig, wenn Frauen und Männer sich selbst bewußter werden und dadurch spielerischer und offener mit den ihnen zugeteilten Rollen umgehen könnten um sie entweder neu zu definieren oder in ihnen aufzugehen.

lg
Jol
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 07 Okt 2008 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merin,

gibt ein Alkoholiker oder Drogensüchtiger zu das er süchtig ist? Wird ein Kind als Gewalttäter geboren? Wer erzieht, auch heute noch, in der Regel die Kinder? Hinter jedem aggressiven Mann, steht meist immer eine Frau und wenn es "nur" die Mutter ist. Heute ist das noch präsenter als in meiner Zeit. Weil sich heute immer mehr Frauen dazu entschließen Kinder ohne Mann in die Welt zu setzen und alleine aufzuziehen.

Als meine Jungs 16 waren und abends um 22:00 Uhr zu Hause zu sein hatten, hieß es: "Wie kann man nur SO streng sein, die Kinder brauchen doch Freiheit um sich zu entfalten. Du musst los lassen können". Als sich meine Jungs mit 18 eine eigene Wohnung nahmen, hieß es: "Wie kannst Du nur die Kinder schon so früh gehen lassen, du bist eine Rabenmutter".

Es gibt da einen Witz über den man(n) schmunzel kann, der aber, meiner Meinung nach, voller Wahrheit steckt:

Eine Frau geht ins Geschäft um sich einen
Mann zu suchen.

Im 1. Stock hängt ein Schild:
"Diese Männer haben Arbeit."

Im 2. Stock hängt ein Schild: "Diese Männer
haben Arbeit und mögen Kinder".

Im 3. Stock hängt ein Schild: "Diese Männer
haben Arbeit, mögen Kinder und sehen gut aus".

"Wow", denkt die Frau, fühlt sich aber
gezwungen weiter zu gehen.

Sie geht zum 4. Stock und liest: "Diese
Männer haben Arbeit, mögen Kinder, sehen
verdammt gut aus und helfen im Haushalt".

"Oh Gott, ich kann kaum widerstehen", denkt
sie sich, geht aber dennoch weiter.

Im 5. Stock steht zu lesen: "Diese Männer
haben Arbeit, mögen Kinder, sehen verdammt
gut aus, helfen im Haushalt und haben eine
romantische Ader."

Sie ist nahe dran zu bleiben, geht aber dann
doch zum 6. Stock weiter.

Auf dem Schild steht: "Sie sind die
Besucherin Nummer 31.456.014.
Hier gibt es keine Männer. Das Stockwerk
existiert nur, um zu zeigen, dass es
unmöglich ist, Frauen zufrieden zu stellen.
Vielen Dank für Ihr Interesse im
Fachgeschäft für Frauen..

Auf Wiedersehen."

Gegenüber hat ein Fachgeschäft für Männer
eröffnet.

Es hat ebenfalls sechs Stockwerke.

Im ersten Stock gibt es Frauen, die gut
aussehen und Sex lieben.

Im 2. Stock gibt es Frauen die gut aussehen,
Sex lieben und Geld haben.

Der 3. bis 6. Stock wurde noch nie von einem
Mann besucht.

Dazu mal eine kleine Geschichte. Mein jüngster Sohn arbeitet als Steinsetzer im Gleisbau. Das heißt: er arbeitet sehr viel nachts und wenn es die Situation erfordert, auch am Wochenende und Feiertags. Das alles wusste seine Freundin, schließlich lebten sie ja schon 8 Jahre zusammen. Sie heirateten und das Leben ging weiter. Schwiegertochter ist Arzthelferin (eine verdammt gute sogar). Sohnemann, der irgendwann nachts von der Arbeit kam, hat nach dem er aufgestanden ist, die Wohnung geputzt. Also Staubsaugen, Müll runterbringen, abwaschen, Fensterputzen, Gardinen und Wäsche waschen usw. Was er nicht gemacht hat, war kochen. Er bäckt zwar für sein leben gerne Kuchen und Brote, aber Kochen ist nicht so sein Ding. Was war das Ende vom Lied? Schwiegertochter beschwerte sich bei mir, dass unser Sohn ihr im Haushalt alles abnimmt. Unser Sohn meinte dann nur, ob es ihr lieber wäre, wenn er sich nach dem Aufstehen vorm Computer oder Fernseher setzt und nichts macht und sie alles alleine machen würde. Nein das war ihr auch nicht recht und sie einigten sich, dass er in Zukunft die Wäsche nicht mehr bügelt. Nur seltsamer Weise kam sie damit auch nicht klar, der Wäscheberg wuchs und wuchs und wuchs und als unser Sohn keine Arbeitsklamotten mehr hatte, hat er sich also hingestellt und gebügelt.

Ende der Geschichte. Nach drei Jahren ehe kam die Scheidung, zum Glück hatten die beiden keine Kinder. Schwiegertochter (wir stehen immer noch im Kontakt zu ihr) ist wieder verheiratet, hat einen kleinen Sohn, arbeitet immer noch als Arzthelferin und beschwert sich heute bitterlich darüber das ihr Mann im Haushalt nicht einen Finger krumm macht. Er geht ohne sie aus und betrinkt sich gerne.

Irgendwie verstehe ich die heutigen jungen Frauen nicht mehr. Was wollen sie eigentlich? Vielleicht kann mir das hier jemand erklären.

Waldfee
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 08 Okt 2008 0:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jolanda,

habe Deinen Beitrag gerade erst gesehen, hat sich wohl irgendwie überschnitten oder ich brauche eine neue Brille Very Happy

Nein, ich meine, dass ich nichts einseitig sehe. Normalerweise werden in einer Partnerschaft alle Probleme gemeinsam besprochen, meist auch berufliche (da allerdings nicht immer). Genau in diesen Gesprächen beeinflusst und steuert die Frau den Mann. Das mag vielen Frauen gar nicht bewusst sein, aber es ist so. Ich kenne einige Männer die auf den nächsten Karrieresprung verzichtet haben, weil das ein Umzug bedeutet hätte und die Frauen da nicht mit gespielt haben. Irgendwie sind in dieser Hinsicht Frauen härter. Als meine Nichte nach Brüssel versetzt wurde und ihr Partner nicht mit wollte, hat sie sich von ihm getrennt. Selbstverständlich gibt es auch Männer die dies machen, aber meistens tun sie sich damit schwerer als eine Frau. Das ist jedenfalls bisher meine Erfahrung auf diesem Gebiet.

In Deutschland (auch schon in Kaiserzeiten) hatten auch Frauen schon einige Unabhängigkeit, vor allem die Landfrauen. Die Mitgift die eine Frau auf dem Land in die Ehe mitbrachte, konnte vom Ehemann, ohne die Zustimmung seiner Frau, nicht angerührt werden. Daher waren und sind diese Frauen immer finanziell unabhängig.

Wenn wir Frauen unsere Kinder nicht zu selbstbewussten Menschen erziehen, können wir doch nicht einfach die Schuld den Männern in die Schuhe schieben. Amerika ist für mich kein Land sondern ein Zustand. Da wagt sich ja kaum noch ein Mann in den Fahrstuhl wenn bereits eine Frau drin ist. Der muss ja Angst haben, dass die Dame am Ziel "Vergewaltigung" schreit. Die Gesetzgebung in Amerika ist doch im Grunde von den Feministinnen geprägt. Das ist ja schon widerlich. Da wird ein kleiner Junge von 4 oder 5 Jahren aus dem Kindergarten geschmissen, weil er sich an seine Erzieherin kuschelt und dabei ihren Busen berührt, das wäre eine unsittliche Berührung.......! Entschuldige bitte, aber die sind in meinen Augen mehr als bekloppt.

Mit den "Heilerinnen" kann man aber auch Fragen, wer war zu erst da, die Henne oder das Ei? Das lässt sich heute gar nicht mehr so genau rekonstruieren. Jede Seite legt das für sich aus. Es gab mal, in grauer Vorzeit, einen gewaltigen Sprung in der Medizin. Damals waren arabische Länder führend, bis auf einmal das Verbot erlassen wurde Leichen zu öffnen, von da ab ging es einige Jahrzehnte mit der Medizin wieder bergab. Wenn wir von dieser "grauen Vorzeit" ausgehen, kann man eigentlich davon ausgehen das beide Seiten, also Mann und Frau diese Fähigkeit gleichsam beherrschten. Die Frauen lebten mit den Kindern in den Höhlen und wenn die Männer auf der Jagd waren, waren die Frauen für den Schutz der Kinder verantwortlich. Verletzte sich jetzt ein Kind oder eine Frau, mussten sie sich gegenseitig helfen. Wurde ein Mann auf der Jagd verletzt, mussten die anderen Männer helfen, denn meist war der Weg zur Höhle zu weit.

Na gut ich komme vom Thema ab und mach Schluss.

Wünsche Euch noch einen schönen Abend. Ab 19.10. haben wir nur noch 5 Stunden Zeitunterschied und wenn Deutschland umstellt, nur noch 4 Stunden.

Waldfee
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BeitragVerfasst am: 08 Okt 2008 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich stimmt es nicht, dass die Frauen schon immer nur "unterdrückt" worden sind. Natürlich gab es immer Handlungsspielräume. Das wäre auch seltsam bei einer "Minderheit" von 52 Prozent auf der Welt.

Und natürlich sind Frauen komisch. (Den Witz kannte ich auch schon und finde ihn tatsächlich sehr treffend.) Aber Männer eben auch.

Meine Beschreibung der Frauen in den USA bezog sich auf eine Zeit, die mit der heutigen kaum mehr zu vergleichen ist. Die Geschichten der Frauen fand ich sehr beeindruckend und sicherlich gäbe es solche Geschichten auch über andere Länder - gibt es vielleicht sogar, aber die aktivsten Frauengeschichtler kommen nun man aus den USA. Es gehört dort zum Standardkanon der Geschichtswissenschaft. Hier in Deutschland musste ich mir mal den Satz anhören, dass die Betrachtung der Geschichte der Frauen total langweilig wäre, weil es ja doch immer nur um Unterdrückung ging. Da war ich baff. Ich glaube, dass vieles aus der weiblichen Sichtweise noch nicht genügend Berücksichtigung gefunden hat. Die Geschichtsbücher sähen bestimmt auch ein wenig anders aus. Mit anderen Schwerpunkten. Es wäre interessant, diese Sichtweisen miteinfließen zu lassen. Das heißt ja nicht, dass wir die Männer total vergessen sollten. Beides zusammen ergibt erst das spannende Bild.

Und in den USA leben nicht nur Feministinnen, sondern auch sehr viele Menschen, die eine völlig entgegengesetzte Einstellung oder irgendetwas dazwischen haben. Es gibt dort auch sehr viele Feministinnen, die keine Kampfansage vor sich her treiben. Manchmal treibt das Land seltsame Blüten, aber über welches Land könnte ich das jetzt nicht behaupten?

lg
Jol

P.S. Ich denke, dass manchmal auch politische Entscheidungen über spezifische Frauenthemen gefällt werden, ohne das Frauen da mitgeredet haben. Z.B. die aktuelle Entscheidung, das Kindergeld in Deutschland um 10 Euro anzuheben. Was bringt das den Familien? Wäre es nicht besser gewesen, Teilzeitstellen stärker zu unterstützen, so dass Männer wie Frauen mehr Zeit mit ihren Familien verbringen können?
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BeitragVerfasst am: 08 Okt 2008 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Jol hat ja vieles schon geschrieben. Deshalb nur hierzu:

Zitat:
Irgendwie verstehe ich die heutigen jungen Frauen nicht mehr. Was wollen sie eigentlich? Vielleicht kann mir das hier jemand erklären.


Die Frage ist falsch gestellt. Du kannst diese einzelne Frau fragen, was sie wollte. Und du kannst mich fragen, was ich will. Aber was die Frauen im allgemeinen wollen kann so nicht gesagt werden, weil sie genausowenig das Gleiche wollen wie alle Männer das Gleiche wollen. Und ich bin auch 100%ig davon überzeugt, dass sich die Frau in deinem Beispiel nicht aufgrund der Bügelwäsche getrennt hat.
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BeitragVerfasst am: 08 Okt 2008 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merin,

Du hast recht, die Bügelwäsche war nicht der alleinige Grund. Ihr jetziger Ehemann war ihre große Jugendliebe, die an seinem Alkoholkonsum zerbrochen ist. So wie es ausschaut hat er das scheinbar immer noch nicht überwunden. Das geht mich aber nichts an. Es gibt da ein altes Sprichwort, was in diesem Fall genau den Nagel auf den Kopf trifft: "Wo die Liebe hinfällt und wenn sie auf den Misthaufen fällt!"

@Jolanda

Wir Frauen sollten uns doch mal über eines klar sein - unsere jetzige Situation haben wir uns selbst zu zuschreiben. Als Amerika besiedelt wurde, war es ein Frauenarmes Land. Auf Grund dessen hatten dort die Frauen auch mehr das sagen, als anders wo. Das spiegelt sich auch in Amerika ganz deutlich in der Gesetzgebung ab.

Wenn wir die Geschichte betrachten, zieht sich der Krieg durch alle Epochen. Diese Kriege haben immer sehr viel Menschenmaterial gekostet. Zurück blieben immer die Frauen, Kinder, Greise und die Kriegstreiber. Das heißt: eigentlich waren die Männer immer in der Minderheit, trotzdem haben sich die Frauen unterdrücken lassen.

Nehmen wir Paraguay. Im Tripel Allianz Krieg hat Paraguay 384.000 Menschen verloren. Übrig blieben 116.000 Frauen, Kinder, Greise und einige Kriegsveteranen! Hier war also eine Übermacht der Frauen. Aber sie haben die Chance nicht genutzt und haben die alten "Werte" an ihren Sprösslingen weiter gegeben und damit die Unterdrückung der Frau weiterhin in Kauf genommen.

Wenn wir Deutschland nehmen, ist es dort nicht anders gelaufen. Die Schuld liegt eindeutig bei den Frauen in der Vergangenheit. Denn eines ist sicher, wir Frauen gebären die Kinder, wir Frauen geben unsere "Werte" an die Kinder weiter und wir können es beeinflussen ob aus einem niedlichen Jungen später ein Macho und Schläger wird, der Frauen nicht achtet. Die Kinder und Jugendlichen geben immer ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und unserer Werte wieder. Genau diese beeinflussen aber wir Frauen im hohen Grade.

Waldfee
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Merin
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2008 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Es stimmt, dass Frauen spätere Männer erziehen. Aber dass sie das so wenig in ihrem Sinne können ist das nicht gerade Beweis ihrer verinnerlichten Unterdrückung?

Auch wissen wir ja aus anderen historischen Zusammenhängen, dass zahlenmäßige Überlegenheit und Macht zwei Dinge sind (Bsp: Kolonialismus).
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Waldfee von Albion
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2008 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Merin hat Folgendes geschrieben:
Es stimmt, dass Frauen spätere Männer erziehen. Aber dass sie das so wenig in ihrem Sinne können ist das nicht gerade Beweis ihrer verinnerlichten Unterdrückung?


Hier stellt sich die Frage ob die Frauen es nicht können oder nicht wollen

Zitat:

Auch wissen wir ja aus anderen historischen Zusammenhängen, dass zahlenmäßige Überlegenheit und Macht zwei Dinge sind (Bsp: Kolonialismus).


Frauen haben schon immer aus dem Hintergrund heraus eine Menge geändert. Nach dem Motto: "Kleinvieh macht auch Mist"!

Die Emanzipation der Frau ist ja auch vollkommen in Ordnung, aber, und das sollten wir auch bedenken: "Gut Ding will Weile haben", die jetzige Emanzipationsbewegung will, nach meiner Meinung, alles über's Knie brechen. Mann kann Dinge die schon seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden so bestehen, nie in einer Epoche ändern. Vor allem müssen wir dann auch die Konsequenzen voll tragen. Das heißt, wenn eine Frau unbedingt auf den Bau will, muss sie auch zentnerschwere Zementsäcke schleppen und darf nicht nach einem Mann rufen, der ihr das abnehmen soll. Genau so in der Kranken- oder Altenpflege. Muss ein schwer gewichtiger Patient gehoben werden, wenn holt man da? Genau, den Pfleger, aber im gleichen Atemzug wird behauptet die Frau macht genau die gleiche Arbeit und muss auch den gleich Lohn bekommen. So lange das so läuft finde ich das nicht in Ordnung.

Genauso wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Warum haben die Frauen mehr Macht über die Kinder als die Männer? Wenn Frauen nicht wollen, dass ihre eheml. Partner die Kinder nicht zu Gesicht bekommen, dann bekommen die auch die Kinder nicht zu Gesicht. Der Gesetzgeber unterstützt das auch noch. Ich finde das nicht in Ordnung. Mit welchem Recht schieben Frauen Männer Kuckuckskinder unter? Das Kind hat ein Recht darauf zu erfahren, wer sein Erzeuger ist und der Mann hat das Recht zu erfahren das er für ein fremdes Kind zahlt.

So könnte ich noch viele Beispiele aus dem realen Leben bringen, aber auch das langt schon um zu Beweisen, dass die geforderte gleichberechtigte Partnerschaft mit Männer, von Frauen torpediert wird. So lange das so läuft, empfinde ich die gesamte Emanzipationsbewegung als große Lebenslüge und Augenwischerei. Die Frauenbewegungen handeln nach dem Motto: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich ja nicht nass"!

Übrigens hat Paraguay in dieser Hinsicht sehr fortschrittliche Gesetze. Heirat ein Paar, gehört ab diesem Augenblick alles beiden. Das heißt. der Mann oder die Frau, können ohne Zustimmung des anderen, kein Auto kaufen oder verkaufen, kein Bankkonto eröffnen, keinen Kredit aufnehmen, das Haus, Land, oder die Kuh verkaufen. Es sei denn, man einigt sich vor der Eheschließung, auf eine Gütertrennung. Diese muss, um Gültigkeit zu erlangen, auch vor der Trauung im Register der Gemeinde eingetragen werden, ansonsten ist sie ungültig.

Waldfee
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