gewaltfreie Kommunikation

 
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B'Elan
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BeitragVerfasst am: 23 Nov 2008 13:25    Titel: Gewaltfreie Kommunikation Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Über eine sehr liebe Freundin bin ich mit dem Thema "Gewaltfreie Kommunikation" (nach Marshall B. Rosenberg) in Berührung gekommen (- was nichts mit körperlicher Gewalt zu tun hat, wo manch eine/r erstmal dran denkt, wenn sie/er das hört).
Sie hat öfter davon erzählt und mich neugierig gemacht. So bin ich in der Bücherei auf ein Buch gestoßen:

"Ich höre was, das Du nicht sagst"
von Susann Pásztor und Klaus-Dieter Gens
Gewaltfreie Kommunikation in Beziehungen.
http://www.amazon.de/Ich-h%C3%B6re-nicht-sagst-Kommunikation/dp/3873875993/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1227435679&sr=8-1

Den Titel fand ich schon sehr aussagekräftig und sehr passend, weil ich es selber in meiner Beziehung öfter mal erlebe, dass wir einander missverstehen und z.B. Vorwürfe hören, wo keine sind oder Forderungen sehen, wo es sich nur um eine Bitte handelt.
Daraus entwickeln sich manchmal unnötige und unschöne Dialoge, die ich zukünftig reduzieren und vermeiden möchte.

Ich finde das Buch unglaublich gut und sehr sehr interessant.

Durch ein fiktives Liebespaar werden verschiedene "typische" Alltagssituationen dargestellt, die sich zu einem eskalierenden Konflikt entwickeln. Ich denke mal, solche Situationen hat jede/r schon einmal gehabt, wo man sich nach einem Streit oder ausufernden Diskussion fragt: Wieso ist das jetzt überhaupt zum Streit geworden?

In diesem Buch wird nach diesen Dialogen geschaut, was ist da eigentlich passiert? Was hat gestört?
Es wird nach Gefühlen geguckt, die auf beiden Seiten da sind/waren.
Es werden die Bedürfnisse aufgezeigt, die dahinter stehen.
Es wird gezeigt, wie man sich durch konkrete Bitten viel besser verständlich machen kann.
usw.

Wenn ich mir überlege, wie viel Energie manchmal durch einen Streit einfach so verpufft...
Wenn man das ändern kann, indem man einfach mal zu Beginn schaut: Was steht eigentlich dahinter? oder fragt: Wie fühlst Du Dich denn gerade damit? - um erstmal zu verstehen, was los ist - anstatt sich auf Diskussionen einzulassen und bei einem Schuld hin- und herschieben noch mitzumachen, dann kann man schon viel verändern.

Dieses Buch hat schon bewirkt, meinen Sinn für "sowas" schon zu schärfen und ich merke in der praktischen Anwendung, dass wir für uns selber auch oft erstmal klären müssen, was eigentlich wirklich hinter dem Problem steht. Wir nehmen manchmal nur wahr, was gerade unschön ist und möchten das dann ändern, im Sinne von Symptombehandlung - ohne dabei an die Ursache heranzugehen.

Das Buch "Gewaltfreie Kommunikation" von Marshall B. Rosenberg habe ich noch nicht gelesen, werde aber demnächst damit anfangen.

Wenn Interesse besteht und sich vielleicht schon mehrere mit dem Thema beschäftigen, fände ich es schön, dazu einen eigenen Thread aufzumachen (vielleicht unter dem Forenpunkt "Lebensalternativen"), aber ich habe mich jetzt erstmal für die Buch-Ecke entschieden.

Liebe Grüße und alles Gute,
B'Elan
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Merin
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BeitragVerfasst am: 23 Nov 2008 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Da mach ich doch gleich ein extra Thema draus. Ich habe leider auch die Werke von Rosenberg nicht im Original gelesen, aber hier liegt grad "Hilfe meine Kinder streiten" von Adele Faber und Elaine Mazlish. Und auch dieses Buch basiert auf Rosenbergs Ansatz. Es ist leider in deutsch vergriffen und ich hab es nur geliehen. Aber es ist eines der besten Bücher zu Geschwisterstreitigkeiten und dem Umgang damit die ich kenne.
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Mania
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BeitragVerfasst am: 23 Nov 2008 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist dieser Begriff "gewaltfreie Kommunikation" schon mehrfach begegnet. Vor allem in alternativen Kreisen. Deshalb fände ich es interessant, da mal reinzuschnuppern. Freue mich wenn es einen Thread dazu gibt.

Edit: Sorry, hab den falschen Thread erwischt für meinen Buchtipp.... Embarassed
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Zuletzt bearbeitet von Mania am 01 Dez 2008 13:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Merin
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BeitragVerfasst am: 24 Nov 2008 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaub der Buchtip passt hier nicht ganz zum Thema. Kannst Du ihn den den Lesethread kopieren und hier löschen?
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Die GfK ist schon ziemlich genial. Sie hat mir sehr in meiner Beziehung zu Menschen weitergeholfen. Das Schöne daran ist, dass sie einem die Eigenverantwortung für die eigenen Kommunikation verdeutlicht und so gefühlvoller mit anderen Menschen umgehen lässt.

Wer etwas tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich auch die Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers. Aus ihr ist die GfK hervorgegangen (Rosenberg war ein Schüler von Rogers).

Herzliche Grüße,
Andreas
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B'Elan
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BeitragVerfasst am: 09 Dez 2008 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas,

toll, dass Du Dich zu dem Thema meldest! Very Happy

Magst Du mal schreiben, wie Du in den Anfängen mit GfK in Berührung gekommen bist und wie so Deine Erfahrungen am Anfang waren, als sich Deine Ausdrucksweise geändert hat?

Viel habe ich das jetzt noch nicht anwenden können (stehe ja noch ganz am Anfang), aber ich merke, dass die Menschen wirklich irritiert sind. Eine Freundin von mir hat es mal aggressiv gemacht, dass ich so nachgefragt habe... Very Happy

Wie hast Du das erlebt und wie bist Du damit umgegangen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Deine Erfahrungen teilen würdest.

Liebe Grüße,
B'Elan
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Yari
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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2009 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas hat Folgendes geschrieben:
Die GfK ist schon ziemlich genial. Sie hat mir sehr in meiner Beziehung zu Menschen weitergeholfen. Das Schöne daran ist, dass sie einem die Eigenverantwortung für die eigenen Kommunikation verdeutlicht und so gefühlvoller mit anderen Menschen umgehen lässt.


Das stimmt GfK umzusetzen, bedeutet aber auch: ich habe ein hohes Maß an Selbstreflexionsfähigkeit, ich kann mich jederzeit auf die Metaebene eine Gesprächs begeben und ich habe mich so gut im Griff, dass ich mich NICHT angegriffen fühle (und damit automatisch in die Verteidigung springe), wenn mir die negativen Arten der Kommunikation begegnen. Und das tun die tagtäglich, denn sie sind tief in uns allen verwurzelt.

Alles in allem ist GfK eine Herausforderung - aber eine lohnende
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