Ist natürlich gleich gesund?
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Gänseblümchen
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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2009 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

lalune hat Folgendes geschrieben:
Wenn Mensch sich als das betrachtet, was er m.E. ist, nämlich ein Teil der Natur (auf sämtlichen möglichen Ebenen), und das auch noch fühlt, ergibt sich der Rest von ganz alleine. Ich glaube, dass auch der "Fortschritt" so mit der Natur vereinbar wäre. Aus dieser Sicht ergibt sich natürlich nun ein Widerspruch in deinen Aussagen, Gänseblümchen: Du findest die Natur perfekt und den Fortschritt nachteilig.


Ja, ich finde den Fortschritt, so wie er zumindest im Moment betrieben wird, sehr nachteilig für unser Wohlbefinden. Und das sehe ich hier als Diskussionsgrundlage. Ich will gucken, was mir das im Moment verfügbare für mich und mein Leben bringt. Irgendwie komme ich aber immer wieder an den Ursprung zurück. Und viele drehen sich auch wieder um. Sie besinnen sich auf Kräutertees, anstatt Tabletten, sie kaufen BIO, etc. Grad der Bereich der BIO-Produkte sehe ich übrigens nicht als Fortschritt, sondern auf Besinnung des Ursprünglichen. Zumindest in die Richtung zurück.

lalune hat Folgendes geschrieben:
Für mich ist es auch ganz natürlich, zu (er)forschen. Dabei geht es gar nicht darum, besser sein zu wollen als die Natur oder sie zu kontrollieren, sondern sie (und damit auch uns) mit ihrem gesamten Potenzial zu begreifen oder besser noch "erfühlen".


Das klingt ja eigentlich nicht verkehrt. Aber ist es denn tatsächlich so in unserer Gesellschaft? Ich habe immer das Gefühl, einige Forscher wollen sogar das Wetter selbst bestimmen können. Ist das dann noch in dem Sinn, wie oben geschrieben?

lalune hat Folgendes geschrieben:
Geld und Religion hat aus meiner Sicht wenig damit zu tun. Religion schon eher, aber nicht auf dem Wege, wie sie größtenteils gelebt wird. Immerhin ist auch die Kirche nicht zuletzt verantwortlich für den Verlust von wertvollem Wissen um die Heilkräfte der Natur...


Ich sehe gerade das Geld am unnatürlichsten und somit aller Laster Anfang. Besonders extrem ist es im Lebensmittelbereich, sei es die Pute, die immer mehr zur Fleischmaschine gezogen wird, weil mehr eben mehr Geld bringt (und dann muss das arme Tier auch noch in extrem kurzer Zeit so viel wachsen, weil das alles eine Frage des Geldes ist), oder der Apfel, der monatelang im Laden liegen soll und trotzdem nicht seinem natürlichen Verfallsprozess ankurbeln darf.

Nun, ich habe auch noch etliche Fragen und freue mich, mit Euch hier zu diskutieren.
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lalune
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BeitragVerfasst am: 18 Feb 2009 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Gänseblümchen hat Folgendes geschrieben:
Aber ist es denn tatsächlich so in unserer Gesellschaft? Ich habe immer das Gefühl, einige Forscher wollen sogar das Wetter selbst bestimmen können. Ist das dann noch in dem Sinn, wie oben geschrieben?


Nur ganz kurz dazu (habs grad eilig): Nein, ist es natürlich nicht. Was ich oben beschrieben habe ist ja auch mehr eine Art persönliche Utopie von mir. Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte war, dass meines Erachtens nicht alle "neumodischen" Errungenschaften als schlecht angesehen und über den Haufen geworfen werden müssen, damit ein natürlicheres Leben möglich ist. Ich denke schon, dass sich natürliches Leben und Technik/Wissenschaft/Forschung etc. vereinen ließen, ein entsprechendes (momentan nicht vielerorts vorhandenes) Bewusstsein vorausgesetzt.
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Gänseblümchen
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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2009 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Danke lalune!

Da habe ich Dich zuvor schon richtig verstanden und würde sogar Deiner Meinung folgen.

Mir gings darum, das Hier und Jetzt zu diskutieren. Und das, finde ich, ist eben alles andere als ok (meistens).
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Merin
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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2009 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte etwas einwerfen, zur Idee Bioanbau heiße zurück zu alten Anbauformen zu gehen. Das wird ja oft so gesehen, Bio heiße "wie vor 100 Jahren". Es ist aber nicht so. Einerseits gibt es auch im Bioanbau Maschineneinsatz, wobei teilweise Maschinen für die speziellen Bedürfnisse von Biobauern entwickelt werden. Aber auch ohne Maschineneinsatz werden die Anbaumethoden verfeinert und neu entwickelt. Das heißt, es gibt eine Entwicklung von Anbaumethoden, die Natur und Lebewesen schonen und hohe Erträge bringen. Das finde ich einen Fortschirtt. Die ganzen Grundlagen des demeter-Anbaus z.B. sind noch relativ neu...
Ich schreibe das, weil ich ein Beispiel finde für eine Innovation, die naturfreundlich und menschenfreundlich ist. Und das finde ich für jede Entwicklung eine gute Messlatte: "Hilft es der Gesellschaft als Ganzes? Schadet es dabei nicht Umwelt, Tieren oder Pflanzen?"
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2009 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Richtlinie finde ich sehr gut.

Allerdings glaube ich, dass nicht immer von vornherein ersichtlich ist, was gut ist und was schadet.

lg
Jol
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Merin
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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2009 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist ein Problem. Die Zusammenhänge und Einflüsse sind so komplex dass man selten vorhersehen kann, was passieren wird wenn man an einer Stelle etwas ändert.
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Gänseblümchen
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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2009 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Um noch mal zum Bio-Anbau zu kommen. Für mich ist Bio eigentlich keine echte Alternative. Ich verlass mich da eher und soweit möglich auf meinen eigenen Anbau. Und ich meinte auch nicht, das Bio das ehemalige alte Orginal der Natur ist, falls das so rübergekommen ist.

Aber das viele Leute sich nun an Bio-Produkten interessieren, weil sie eben meinen, es wäre natürlicher, zeigt doch den "Fortschritt" wieder in Richtung zurück.

Merin: Deine Messlatte ist gut. Und klar, kann man vieles nicht vorhersagen. Aber wir (die Gesellschaft, oder eben der Erfinder) sollten sich auch mal eingestehen, etwas Falsches entwickelt zu haben und das Ganze wieder vergessen und abschaffen. Stattdessen wird uns aber eine nächste Neuerung untergejubelt, die die andere nur ersetzt,und trotzdem sich zu oft wieder dem Natürlichen weiter entfernt.
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