Fastfood-Heißhunger
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2012 9:19    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich habe kein schlechtes Gewissen mir hin und wieder Fastfood einzuverleiben, warum auch? Andere Leute haben gar nichts zu essen und da beschwer mich sicher nicht über etwas ungesundes so lange es nur Ausnahmen sind. Und einmal die Woche ist halt nicht die Regel
Bei McDreck liebe ich dieses Caramel Eis, bei Burger King den Country Veggie Burger und es eine Pommes ab und an muß auch einfach sein. Aber eine Falafel oder eine Pizza ist frisch für mich gar kein Fastfood sondern Leibspeisen!
Und Chips gehören zum Bier, da geht auch kein Weg dran vorbei.
Ich hab letztens beim Arzt einen tatsächlcih guten Artikel in der Brigitte über Maßlosigkeit gelesen, fand ich sehr interessant das sich gerade heutzutage die Menschen so stark einschränken die sich alles kaufen können.
Ich für meinen Teil schränke mich gerne mal ein aber nur soweit ich auch mit Spaß dabei bin und wenn ich nur gesund essen wollen würde, wäre für ein ganzes Stück Lebensqualität dahin.



NEnya
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2012 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, wenn "gesund essen" eine Einschränkung bedeutet, dann heißt das ja im Umkehrschluss, dass gesundes Essen nicht schmeckt!
Was schmackhaft ist, ist sicher Geschmackssache.
Aber ich lade jeden, der meint, dass Gesundes Verzicht an Genuss bedeutet, gerne mal zu mir ein.

Heute gab es zB eine Kartoffelsuppe ohne Päckchen und Pülverchen und als Nachtisch einen Hirsebrei mit Zwetschenröster (eine Art Pflaumenkompott, nur nicht ganz so zerkocht und bappsüß wie aus dem Glas). Fast alle Zutaten aus der Region und geschmeckt hat es!

Dass sich gerade Leute mit gutem Einkommen freiwillig im Konsum beschränken halte ich für eine gute und wichtige Sache.
Solange sich "Wohlstand" über den Grad der Verschwendung definiert, den man sich erlauben kann, solange werden wir es nicht schaffen, nachhaltig zu leben. Schließlich orientieren sich "die von unten" an "denen da oben"! Und dann müssen "die da oben" eben Vorbild sein!
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nö, der Umkehrschluß stimmt nicht wirklich. Obwohl Menschen die dauernd FastFood essen das sicher so sehen werden. Ich sehe aber Vorzüge in beiden Sachen.
Und ja, meine Lebensqualität wäre sehr eingeschränkt wenn ich mich nciht mehr mit Freunden treffen könnte zum essen gehen, z.b. im China Restaurant, Glutamat lässt grüssen. Ja und? Ich habe damit kein Problem, ich bin oft unterwegs und werde hier und da eingeladen, da schaue ich nicht erst in die Zutatenliste was da alles drin ist, ich genieße einfach.
Und genau das meine ich, warum geht denn nicht beides? Bei mir funktioniert das sehr gut und ich habe trotz allem den Eindruck das ich ein konsumbewusster Mensch bin, wenn du das anders handhabst dann ist das doch ok.
Es gab bei mir Zeiten da hatte ich null Geld, ich war auch kurzzeitig auf der Straße und weiß was Hunger ist, und das werde ich nie vergessen und daher bin ich für jedes Essen dankbar, egal ob gesund oder nicht!


Nenya
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich geh auch hin und wieder essen.
Und wenn ich eingeladen bin, esse ich alles, ohne groß zu fragen.
Denn Essen zu verweigern, was schon auf dem Tisch steht, wäre Verschwendung und geht gar nicht. Dazu war ich für Essen schon zu oft dankbar!

Nur in Situationen, wo ICH entscheiden kann, was ich kaufe und esse, schaue ich sehr genau drauf.
ich will auch gar nicht unterstellen, dass man mir was Schädliches ins Essen panscht (Glutamat ist nicht schädlich, nur für Leute, die es nicht vertragen).
Aber ich fühle mich verarxxt, wenn ich solches und Aroma- und Süßstoffe in meinem Essen finde.
Was will man verheimlichen oder aufpimpen?
Essen aus guten Zutaten braucht keine E's!

Vermutlich ginge ich lieber essen, wenn es hier ein vegetarisches Restaurant gäbe oder von mir auch eins das Bio-Fleisch verwendet.
Aber mir geht ganz ehrlich ein Stück Genuss verloren, wenn ich ein Hühnerfilet essen soll oder Eiernudeln und ich weiß ganz genau, wie die armen Viecher gelitten haben, um mir diesen "Genuss" zu ermöglichen.

Warum Menschen, die viel Fast food oder Convenience-Produkte (Fertig-Dressings, Fertig-Mayo etc.) essen, gesundes Essen oft als weniger schmackhaft ansehen, liegt an den Aromastoffen und Geschmacksverstärkern und an der Tatsache, dass die meisten industriell hergestellten Nahrungsmittel "beliebig" schmecken. Ein wenig salzig, ein wenig bitter, ein wenig sauer - aber nur nicht irgendwas vorschmecken lassen. Das ist Durchschnittsgeschmacks-tauglich, damit tut man niemandem weh. Und leider gewöhnt man sich rasch daran.
Aber iss mal eine schwarze Olive aus dem Glas, die du hier im Supermarkt gekauft hast und im gegenzug dazu eine schwarze eingelegte Olive aus Sollér, klein, würzig, ungefärbt, noch mit dem Stein - ein Unterschied wie Tag und Nacht!

Natürlich kann und will ich niemandem Vorschriften machen, was er isst oder trinkt. Nur finde ich, dass Dinge, die man weiß und als richtig erkannt hat, so konsequent wie möglich umsetzen sollte.
Es wird immer Ausnahmen geben. Aber die sollten eben nicht zur Regel werden.
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Im Grunde habe ich nichts anderes behauptet, aber wie hier in diesem Forum manchmal oder auch öfter auf Weißmehl und Zucker herabgeblickt wird, finde ich sehr befremdlich. Ich mag beides sehr gerne, und das beste Weißbrot gibts eh in Italien, die essen das da nur und gelten die nicht als zu den gesündesten Essern und vor allen Zufriedestens Menschen?
Ich bin ja auch eine halbe Italienerin und meine Familie hat auch Olivenbäume und macht auch selber mal Öl oder legt die ein, natürlich ist das mit nix gekauftem zu vergleichen, absolut! Aber das habe ich nicht das ganze Jahr über, genauso wenig wie mein geliebtes Weißbrot.

Ich hab letztens gelesen das die Menschen in der Zukunft den Geschmack für das Bittere verlieren werden, einfach weil der nicht mehr so oft angesprochen wird. Ganz schön schade, ich mag gern bitteren Kram. Ich hab hier im Garten so einen bitteren italienischen Salat angebaut, ich weiß den Namen gar nicht mehr, habe ich mir aus Italien mitgebracht die Samen, der ist ganz schön bitter, sowas kriegste sonst nirgends zu kaufen, das genieße ich total.
Ich habe jetzt 13 JAhre kein Fleisch gegessen, aber mittlerweile kann ich davon auch Ausnahmen machen, da ich die Tiere kennenlernen kann die ich esse, die wohnen in meiner Nachbarschaft. Ich war immer ein Gegner der Massentierhaltung und nie eine die was gegen töten der Tiere hat. Für mich ist der Salat genauso ein Lebewesen das ich töte, und ohne Tot kein Leben. Aber ich schweife ab....ja gesundes Essen am besten selber angebaut, geht immer über gekauftes, aber das Gekaufte zu verteufeln mag ich nicht auch wenn es bei mir Ausnahmen sind.
Zum reinen Selbstversorger fehlt mir noch soviel, vor allem an Land.
In meinen GEdanken bin ich ja auch immer konsequent, aber an der Umsetzung hapert es immer mal wieder aber ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht.


Nenya
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Merin
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Nenya hat Folgendes geschrieben:
Im Grunde habe ich nichts anderes behauptet, aber wie hier in diesem Forum manchmal oder auch öfter auf Weißmehl und Zucker herabgeblickt wird, finde ich sehr befremdlich. Ich mag beides sehr gerne, und das beste Weißbrot gibts eh in Italien, die essen das da nur und gelten die nicht als zu den gesündesten Essern und vor allen Zufriedestens Menschen?


Ich finde Deinen Ton befremdlich, muss ich sagen. Ich kann grad was vergesen haben, aber so weit ich weiß, gibt es hier im Forum nur Menschen die sagen, dass sie Weißmehl und Zucker meiden und dies aus diesen oder jenen Gründen. Dass Du Dich dann davon angegriffen fühlst ist, so fürchte ich, dann eher Deine Sache. Was anderes wäre, wenn hier jemand stark missionarisch aufgetreten wäre. Ich kann mich aber, wie gesagt, nicht dran erinnern dass dem so war.
Es gibt ja auch Veganer, Rohköstler oder was weiß ich was - davon fühl ich mich auch nicht angegriffen. Wenn Du Weißmehl und Zucker isst und damit zufrieden bist, ist das doch super. Nur finde ich es problematisch, wenn Du meinst, ich oder sonstwer müsse das auch tun.

Und nationenbedingte Verallgemeinerungen finde ich immer schwierig. So eine Aussage wie "die Italiener gelten als die gesündesten und zufriedensten Menschen" halte ich für schwierig. Daraus dann abzuleiten dass dies am Weißbrot läge, scheint mir extrem an den Haaren herbeigezogen.
Noch dazu erinnere ich mich, dass bei diesen Glücksindex-Messungen Italien nicht an der Spitze stand.... Du müsstest also bei so einer Aussage auch verraten, worauf genau Du Dich beziehst.

Für mich ist auch die Idee "Ich esse Fastfood, weil andere nichts zu essen haben" nicht nachvollziehbar. Kannst Du mir da auf die Sprünge helfen?
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Merin.
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 01 Sep 2012 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merin,

was hast du an dem Wort befremdlich auszusetzen? Das heißt nur das ich hier immer wieder drüber gestolpert bin und das für mich nicht nachvollziehen kann weil ich es nicht kenne das man sich so von Weißmehl und Zucker distanziert. Fertig, mehr sollte das nicht heissen. Das du dich jetzt damit angegriffen fühlst liegt nicht an mir, echt nicht.

Keine Ahnung wo ich diese Aussage aufgeschnappt habe, es war mal eine Studie wo in Europa die Zufriedesten und Gesündesten MEnschen lebten, da war Italien sehr weit vorne, wohl nicht an der Spitze, da gebe ich dir recht, aber vor den Deutschen, obwohl die noch viel mehr politische Probleme und Armut als wir hier haben und es lag zum _einem_ am mediterranen Essen. Es werden dort auch viele Hülsenfrüchte wie Kichererbsen gegessen und da hat man irgendwas nachgewiesen, eine Quelle kann ich jetzt nicht nennen. Ist aber auch egal, das Weißmehl nichts schädliches ist, das wollte ich eigentlich nur damit sagen.
Jeder soll sich ernähren wie er lustig ist.

Und nein, ich habe nicht gesagt ich esse fastfood weil andere nichts zu essen haben, warum drehst du alles immer so rum? Das ist total anstrengend.
Ich genieße das was mir angeboten wird! Und wenn mich einer zu einer Pommes einlädt, dann sage ich nicht, ne das mag ich nicht essen, das ist mir zu fettig, das ist mir zu acrylamid-lastig. Ich esse es und erfreue mich daran.

Habe ich nicht genauso betont das ich sehr viel Wert auf eigen angebautes Gemüse lege? Warum hätte ich wohl sonst einen Garten? Das hast du jetzt in deiner Argumentation komplett ignoriert.
Ich sehe in beiden Vorteile, und solange die Welt oder meine kleine Umgebung von Menschen und sozialen Kontakten nicht superöko ist werde ich die sicher nicht mit so etwas nerven und ihnen meine Lebensweise aufzwingen, denn ich kann sehr gut mit beiden Leben mit Fast und Slow Food Das eine schliesst für MICH das andere nicht aus.



Nenya

P.S.: Nicht wundern das jetzt erstmal nix mehr von mir kommt, ich mache mich auf nach Bella Italia um dort den September zu verbringen
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Merin
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BeitragVerfasst am: 01 Sep 2012 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube auf dieser Ebene mag ich nicht einsteigen. Ich empfinde Dein letztes Post als sehr abwertend und nicht auf Verständigung bemüht.

Danke trotzdem für Deine Erklärung zu Fastfood. Ich hatte Deine Zeile "daher bin ich für jedes Essen dankbar" so interpretiert, dass Du dankbar bist, weil Du Dich an Deinen Hunger und den anderer erinnerst.
Und nein, ich bin nicht brüsk oder abweisend zu jemandem, der mich auf ne Boulette einlädt. Ich sage dann freundlich danke und schlage ggf. etwas vor, was ich lieber essen würde. Die Leute, die mich kennen, wissen aber auch, womit sie mir eine Freude machen.
Und dass ich von strengen Ernährungsvorschlägen abgekommen bin, auch um andere nicht zu verletzen, dass habe ich ja schon oft genug geschrieben. Insofern bin ich wohl einfach keine von denen, die Du hier so abwertest.
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2012 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich persönlich esse sowohl Fast Food als auch Zucker und Weismehlprodukte, bisher hatte ich jedoch noch nicht das Gefühl, dass in diesem Forum Menschen, die meine Vorlieben diesbezüglich teilen, kritisiert werden. Das ist allerdings nur meine eigene Einschätzung.

Ich habe bisher immer sehr gute Erfahrungen damit gemacht, bei Einladungen selbst ein Restaurant o.Ä. vorzuschlagen und bei Besuchen einfach etwas für alle mitzubringen. So kann ich Dinge, die ich nicht essen würde, weil sie z.B. nicht vegan sind, oder ich sie schlichtweg nicht mag (ich bin ein bisschen wählerisch bei Essen) dankend ablehnen, aber gleichzeitig auch etwas beitragen. Bisher hat das immer sehr gut funktioniert.
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2012 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Merin hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube auf dieser Ebene mag ich nicht einsteigen. Ich empfinde Dein letztes Post als sehr abwertend und nicht auf Verständigung bemüht.



Ich weiß n icht was du meinst, ich sehe mein letztes Posting nicht als abwertend und ich gehe auf deine "Vorwürfe" ein und versuche sie zu erklären so wie ich sie verstanden habe, wenn das nicht eine echte Bemühung ist, weiß ich nicht was du darunter verstehst.

Merin hat Folgendes geschrieben:

Und nein, ich bin nicht brüsk oder abweisend zu jemandem, der mich auf ne Boulette einlädt. Ich sage dann freundlich danke und schlage ggf. etwas vor, was ich lieber essen würde. Die Leute, die mich kennen, wissen aber auch, womit sie mir eine Freude machen.


Ich komme aus dem Ruhrgebiet und war jahrelang Fabrikarbeiterin, das mal als Hinweis in was für "Kreisen" ich verkehre und verkehrt habe, in Malocherkreisen so heißt dat hier Da geht es darum schnell zu essen, und viel Kalorien zu sich zu nehmen, denn Akkord Arbeit macht hungrig, und in einer Viertelstunde Mittagspause hat man keine Zeit sich groß was zu machen, da rennt man kurz raus zum Pommeswagen und haut sich die Fritten in den Kopp.

Manchmal komme ich da noch vorbei und um alte Zeiten Willen esse ich dann gerne und mit Genuß auch eine fettige sehr ungesunde Pommes!
Denen brauch ich jetzt nicht kommen mit nem Dinkelbratling, würde ich auch gar nicht wollen.

Das heißt jetzt nicht das alle Fabrikarbeiter schlecht und ungesund essen, aber mit Sicherheit die MEhrzahl, ich habe in verschiedenen Betrieben gearbeitet und Fastfood ist da an der Tagesordnung.
Vielleicht liegt es an meiner Vergangenheit, aber ganz ohne Fastfood möchte ich auch gar nicht leben, denn es kann hin und wieder richtig gut schmecken. Und ich sehe gar nicht ein, was daran verwerflich sein sollte, denn wie gesagt es ist immer noch essen und macht satt. Etwas worüber man immer mal dankbar sein sollte.




Nenya
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2012 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht nicht um "Essen" und "satt machen" oder darum, ob etwas für mich persönlich gesund oder ungesund ist (ich gehe mal davon aus, dass in Deutschland die Lebensmittel ziemlich sicher sind, anders als zB in Indien oder sonstwo).

Es geht darum, wie das Essen erzeugt (Landwirtschaft, Tierhaltung, Schlachtung) und mit welchen Zusatzstoffen es versetzt wurde, die ich aus an anderer Stelle aufgeführten Gründen einfach nicht in meinem Essen haben möchte.
Ich kann guten Gewissens nicht in eine Frikadelle aus Massentierhaltung beißen, dazu Fritten aus "Industrie-Norm-Kartoffeln", die entsprechend angebaut wurden und von denen in der TK-Firma die Hälfte weggeschmissen wurde, weil sie buchstäblich nicht ins Raster passen, garniert mit einem Klecks Mayo, in der Eier stecken, die aus erbärmlichsten Massen-Mast-Betrieben stammen.

Auch ich esse Gebäck aus Weißmehl und süße das dann auch mit richtigem Zucker - einfach weils so am besten schmeckt!
Trotzdem weiß ich, wo mein Mehl, mein Zucker, meine Eier etc. herstammen.
Dass ich Ausnahmen mache, wenn ich eingeladen bin und das Menü bereits feststeht, das Essen bezahlt wurde, ändert nix daran, dass ich persönlich mir eben immer weniger "Ausreißer" gestatte und mich dabei keineswegs als Asket fühle.

Du hast übrigens völlig Recht, wenn du immer wieder darauf hinweist, dass satt zu essen zu haben keineswegs selbstverständlich ist und man dafür dankbar sein muss.
Gerade in unserer Überflussgesellschaft ist das Essen für viele so selbstverständlich vorhanden wie Wasser aus dem Wasserhahn, ähnlich preiswert - und wird deshalb ebenso wie dieses nicht wertgeschätzt.
Diese Dankbarkeit drücke ich persönlich aber am besten aus, wenn ich hochwertige Nahrungsmittel kaufe, die respektvoll erzeugt, respektvoll zubereitet und respektvoll verspeist werden.
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2012 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht wie ihr darauf kommt das ich was anderes behaupten würde??????????
Ich sehe es aber nicht ein anderen, mir lange bekannten Personen, die ich gern habe obwohl sie ein komplett anderes Leben als ich jetzt führe, damit vorzuführen, wenn ich dann oberschlau daher komme und sage das kann ich aber jetzt nicht mitessen, das ist ethisch nicht korrekt.
Ist das so schwer nachzuvollziehen?
Bis vor 5 Jahren lebte ich noch in der Stadt und habe da nicht so sehr darauf geachtet wie jetzt, jeder fängt mal damit an, ich baue jetzt mein eigenes Gemüse an oder gehe zu Fuß zum Demeter Hof der etwa 500m unten im Tal ist, natürlich ist mir das jetzt wichtig, aber anderen nicht, aber darum sind sie keine schlechten Menschen und immer noch diejenigen die ich gerne hab, und die ich liebe. Meine Eltern gehören da im übrigen auch zu! Die gärtnern zwar auch ein bißchen aber das meiste wird dann doch im Diskounter gekauft, meinste da sag ich dann bei einer Essenseinladung, ne Mama und Papa, das ist jetzt aber nicht in Ordnung das ihr das gekauft und mit Liebe zubereitet habt, ich kann das Leid nicht essen??
Nö,das mache ich nicht, ganz sicher nicht! Da sind mir meine Eltern einfach wichtiger und Punkt. Da diskutier ich auch nicht drüber.
Wenn ihr das so handhabt, dann ist das euer Ding aber ich möchte innige Familienfeste wo wir alle friedlich beisammen sind.

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Morgan
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2012 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, ich denke ich habe klar und deutlich gesagt, dass ich sehr wohl mitesse (und zwar alles, was es gibt), wenn ich eingeladen bin.
Da halte ich es also keineswegs anders als du.

Es ging hier aber auch nicht darum, wie verhalte ich mich auf Besuch? sondern um den Fastfood-Hunger, den die eine oder den anderen eben doch gelegentlich (oder viel öfter, als es in jeder Hinsicht zu vertreten wäre) an Frittenbuden, TK-Pizza-Truhen und Chips-Tüten treibt.
Dies und die Frage, wie man damit umgeht, wenn es einen statt an den heimischen Kühlschrank zum "Goldenen M" treibt, geht aus den ersten paar Posts ganz klar hervor.
Und da haben Merin und ich nichts anderes versucht, als Tipps zu geben, was uns persönlich hilft, öfter standhaft zu bleiben als schwach zu werden.

Und nein, es geht auch nicht darum, andere zu missionieren.
Darum, andere aufzuklären aber schon!
Wenn ich mich mit meiner lebensweise nicht als "Exot" empfinde, der sich stets und ständig rechtfertigen muss, warum er dies und jenes (nicht) isst, fällt es auf einmal ganz leicht, seinen Standpunkt klarzumachen, ohne den anderen runterzuputzen.
Und ja, unsere Familienfeste sind ebenfalls sehr harmonisch.
Es ist eben bekannt, dass SchwiMu kein Fleisch isst, wir kein "junk food", SchwiPa Abstinenzler ist und Sohnemann ohnehin alles zerpflückt und sondiert, was nicht aus einem Päckchen kam Wink
Es ist bekannt, WEIL wir darüber reden und auch mal diskutieren.
und deshalb gibts auf unseren häufigen Treffen alkoholfreie, vegetarische Bio-Köstlichkeiten, bei denen wirklich niemand mehr was zu meckern hat.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 10 Okt 2012 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Morgan, da würde ich gern mal dazukommen. Für mich ist nämlich auch so, dass wirkliche Harmonie die Bedürfnisse aller Beteiligten berückstichtigen muss. Was ja auch heißt, dass weder ich bestimme, dass es nur bio gibt, noch jemand anderes sauer ist, weil ich sein Masthähnchen nicht mag....
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