Naturreligion???
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nadeshda
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 9:49    Titel: Naturreligion??? Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

da wir ja nun grade die Sommersonnenwende hinter uns gebracht haben bin ich mal wieder intensiver auf das Thema Naturreligiösität (oder wie man es denn nennen mag) gestoßen.

Also ich bin irgendwie auf der Suche nach einem "Konzept", in dem die Natur als solche die Hauptrolle spielt. Aber alles was ich finde ist mir meist ein bisschen zu überdreht oder mit zu viel Hokuspokus.
Ich suche einfach eine Anlehnung, die es mir erlaubt meine Freude an und Begeisterung für die Natur ein bisschen mehr ausleben zu können. Das Wort der "Erfahrungsreligion" hat mir ganz gut gefallen bei meinen Recherchen. Da dachte ich könnte ich eine Hilfestellung finden, wie ich intensivere Naturerfahrungen erleben kann. Stattdessen wurde in besagter Quelle mit Dingen fortgefahren, die mir ein bisschen zu "hexig" sind.

Gibt es so etwas "einfacheres" in dieser Richtung? Ohne sich gleich in irgendeinen Wicca Coven einführen lassen zu müssen?

Ich hoffe Ihr könnt verstehen was ich meine...

Für sämtliche Tipps und Anregungen wo ich mich vielleicht weiter informieren könnte wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße,

nadeshda
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Mania
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nadeshda,

es hört sich für mich so an als ob du gern in einer Gemeinschaft deine Naturspiritualität (so nenn ich es Wink ) leben möchtest.

Ich war jahrelang in hexiden Kreisen und sogar Vereinen unterwegs und distanziere mich heute gründlich davon.
Meist bin ich am allerseligsten wenn ich stundenlang durch die Natur laufe, sie bewusst wahrnehme, fotografiere (künstlerisch aufnehme), meditiere (auch einfach beim Laufen als Gehmeditation), die Elemente bewusst wahrnehme, Tiere beobachte, Pflanzen bestimme, sie sammle und verwende (Essen, Räuchern, Jahreskreisschmuck) und und und...

Wo ich mich gut wiederfinde sind Wildnisschulen. Sie bieten Seminare an die auch erd- und naturphilosophische Inhalte vermitteln neben Wildniserfahrung und Überlebenstechniken.

Schamanisch orientierte und arbeitende Gruppen kommen meinen Bedürfnissen auch sehr nah. Ich möchte eines Tages auf jeden Fall eine Visionssuche machen. Aber hier gibt es einen großen Markt wo man auch erstmal auswählen und die Spreu vom Weizen trennen muss. Ich bin da sehr vorsichtig und habe bis heute noch nicht "meine Gruppe" gefunden...

Ansonsten konzentriert sich meine Naturspiritualität auch auf ökologisch/politische Bereiche. So widme ich viel Zeit dem Herausfinden und -formen einer naturverträglichen Lebensweise. Lerne auch altes Handwerk und was geht selbst herzustellen um Ressourcen zu schonen und meinen ökologischen Rucksack und Fußabdruck kleiner zu machen. Das kann alles auch sehr spirituell sein!!!

Meist wurschtel ich allein damit rum. Es gibt nicht viele Menschen auf gleichem Raum, die diesen Weg gehen. Dank dem Internet habe ich wenigstens fernen Kontakt zu einigen.

Merins Forum ist da auch eine große Bereicherung! Smile

Liebe Grüße,
Mania
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nadeshda
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mania,

also was Du da so schreibst, das kommt meinen Vorstellungen glaube ich auch nahe. Zumindest hört es sich wirklich sehr interessant an und ich würde gern von Dir wissen ob Du schon einmal an solch einem Seminar einer Wildnisschule teilgenommen hast. könntest Du mir da vielleicht eine empfehlen? Ich stelle mir das wahnsinnig spannend vor!

Und ich glaube Du hast mir eben grade zum ersten Mal die Idee gegeben, dass es nicht Naturreligion, sondern Naturspiritualität ist, die ich suche! Wie kann man nur manchmal so blind sein...in dieser Richtung werde ich mal weiterforschen... danke!

Gerne werden also noch weitere Tipps entgegengenommen! Ich schwimme irgendwie noch ganz schön planlos durch die Fluten. Was mich mit unter ein wenig beunruhigt, wenn man mal so bedenkt wieviele Menschen mit unlauteren Absichten sich auch in diesem Bereich so tummeln und gern ihre Netze auswerfen...

Beste Grüße,

nadeshda
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Yari
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Mania hat Folgendes geschrieben:
Hallo nadeshda,

es hört sich für mich so an als ob du gern in einer Gemeinschaft deine Naturspiritualität (so nenn ich es Wink ) leben möchtest.

Ich war jahrelang in hexiden Kreisen und sogar Vereinen unterwegs und distanziere mich heute gründlich davon.
Meist bin ich am allerseligsten wenn ich stundenlang durch die Natur laufe, sie bewusst wahrnehme, fotografiere (künstlerisch aufnehme), meditiere (auch einfach beim Laufen als Gehmeditation), die Elemente bewusst wahrnehme, Tiere beobachte, Pflanzen bestimme, sie sammle und verwende (Essen, Räuchern, Jahreskreisschmuck) und und und...

Wo ich mich gut wiederfinde sind Wildnisschulen. Sie bieten Seminare an die auch erd- und naturphilosophische Inhalte vermitteln neben Wildniserfahrung und Überlebenstechniken.

Schamanisch orientierte und arbeitende Gruppen kommen meinen Bedürfnissen auch sehr nah. Ich möchte eines Tages auf jeden Fall eine Visionssuche machen. Aber hier gibt es einen großen Markt wo man auch erstmal auswählen und die Spreu vom Weizen trennen muss. Ich bin da sehr vorsichtig und habe bis heute noch nicht "meine Gruppe" gefunden...

Ansonsten konzentriert sich meine Naturspiritualität auch auf ökologisch/politische Bereiche. So widme ich viel Zeit dem Herausfinden und -formen einer naturverträglichen Lebensweise. Lerne auch altes Handwerk und was geht selbst herzustellen um Ressourcen zu schonen und meinen ökologischen Rucksack und Fußabdruck kleiner zu machen. Das kann alles auch sehr spirituell sein!!!

Meist wurschtel ich allein damit rum. Es gibt nicht viele Menschen auf gleichem Raum, die diesen Weg gehen. Dank dem Internet habe ich wenigstens fernen Kontakt zu einigen.

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Mania


Bei mir geht es auch eher in diese Richtung. Sich verbunden fühlen mit der Natur, Teil des Ganzen zu sein - ohne irgendeinen abgedrehten Guru Wink oder xxl-Esoterik. Und auch Hexe wollte ich noch nie werden Wink

Ich finde auch am ehesten zu diesem Verbundensein, wenn ich allein in der Natur unterwegs bin oder mit meiner Tochter im Wald ewig einer Ameise oder einem kleinen Frosch zusehe.
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Carpe diem Smile Yari (*1961) & Tochter (*2005) & Sternchen (03/2009)

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nadeshda
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Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yari,

ja das kann ich sehr gut verstehen.

Wie war/ist das denn so bei Dir/Euch, seid ihr irgendwann einfach mal losgezogen und habt die Natur erlebt? Habt ihr Euch vorgenommen etwas bestimmtes anzusehen oder auf etwas besonders zu achten? Oder einfach wirken lassen was ihr entdeckt habt?

Ich bin immer so rastlos, es fällt mir schwer mit Dinge in Ruhe und Gelassenheit beobachten und wahrnehem zu können. Ich fühle mich immer so beobachtet und angetrieben. Manchmal komme ich mir schon wie ein Freak vor, wenn ich mal stehen bleibe um einen Vogel zu beobachten. Ich habe immer das Gefühl, dass das allgemein so nicht akzeptiert wird, während der Rest der Welt seinem künstlich geschaffenen Stress hinterhereifert oder sich chick in Cafés in der Stadt trifft. Wenn ich hier mal nen Tag alleine sportlich wandern gehe halten mich schon alle für bekloppt. (Die kann ja nicht ganz dicht sein, sonst würde sie ja was Lustiges mit Freunden unternehmen...)

Deswegen hätte ich für den Anfang so gern so etwas wie einen Leitfaden, irgendetwas an das man sich ein wenig anlehnen kann und meine Erfahrungen vielleicht bewusster machen kann. Vielleicht auch in bestimmten Traditionen feiern kann.

Liebe Grüße,

nadeshda
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Ruth
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2009 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hi nadeshda,
ich denke jeder gibt seinem Leben eigene Wertigkeiten. Individuelles Verhalten wird oft argwöhnisch von anderen beurteilt, ist so, erwischt man sich manchmal ja auch dabei, gell? Ich fahre seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit. Früher habe ich mir immer während der Fahrt überlegt, was bei der Arbeit so auf mich zukommen wird oder wie das Gespräch mit x oder y war oder was ich abends noch kochen möchte oder, oder…
Ich hab mich dann mit ZEN beschäftigt und übe, gegenwärtiger und achtsamer zu sein. Das gelingt mir zwar immer noch unbefriedigend wie ich finde, aber wenn es mal so ist, ist es ein tiefes Gefühl von leben. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll. Dann kann z.B. so eine stinknormale Radfahrt ein Erleben sein. Dann rieche ich die blühende Kamille, sehe Störche in der Luft kreisen, höre den Reiter lieb mit seinem Pferd sprechen. Dann habe ich das Gefühl nichts zu verpassen. Das Bedürfnis, dieses mit anderen teilen zu wollen oder es irgendwo eingebunden zu sehen, kenne ich auch gut. Ich hoffe aber, das ich das alles in mir selber finde.
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Gänseblümchen
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BeitragVerfasst am: 23 Jun 2009 8:54    Titel: Antworten mit Zitat

nadeshda hat Folgendes geschrieben:
Wie war/ist das denn so bei Dir/Euch, seid ihr irgendwann einfach mal losgezogen und habt die Natur erlebt? Habt ihr Euch vorgenommen etwas bestimmtes anzusehen oder auf etwas besonders zu achten? Oder einfach wirken lassen was ihr entdeckt habt?


Ich habe das Glück, gleich am Wald zu wohnen. Da ich mich viel mit Kräutern beschäfige und die auch sammel, bin ich automatisch oft in Wald und Flur unterwegs. Somit habe ich den Kontakt zur Natur und das Interesse daran schon automatisch.

Irgendwann fing ich an täglich in den Wald joggen zu gehen. Da man ja nicht jeden Tag gleich gut drauf ist Cool , hielt ich auch mal inne und schaute zu den Baumwipfeln hoch. Wenn es dann noch leicht in mein Gesicht nieselte, konnte ich alles um mich herum vergessen. In der Früh oder in der Dämmerung konnte ich Rehe und sogar Wildschweine beobachten.

Tagsüber geht es mir aber auch oft so wie Dir. Ich fühl mich beobachtet und dann kann ich gar nix mehr genießen Sad Aber auch da arbeite ich daran.

@ Ruth: Kannst Du mal bitte kurz umreißen, was ZEN ist. Kann man das nur aus Büchern lernen?

Ansonsten kann ich die Natur mehr genießen, wenn ich alleine bin
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Ruth
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BeitragVerfasst am: 23 Jun 2009 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gänseblümchen, ZEN ist für mich Meditation, ein Weg, mich in der Gegenwart zu halten und achtsam zu sein. Es wäre schön, wenn ich die Möglichkeit hätte, einen buddistischen ZEN-Meister zu haben aber es bleiben ja noch die Bücher.
Ich möchte dir ein paar Meditationsgedanken schreiben und hoffe, sie klingen nicht zu befremdlich auf dich sondern sprechen dich an.
ZEN ist Gewahrsein.
Gewahrsein ist die gesamte Spiritualität in einem einzigen Wort.
Nimm wahr, dass du nicht der Körper bist, nimm wahr, dass du nicht der Verstand bist, nimm wahr, dass du nur ein Beobachter bist. Der Augenblick ist alles. Die Vergangenheit ist deine Erinnerung; die Zukunft ist deine Vorstellung. Wenn man das Sosein versteht, die Gegenwart des gegenwärtigen Augenblicks, hat man alle Geheimnisse und alle Mysterien verstanden, Es gibt nichts, was darüber hinausginge. In diesem Augenblick, in dem alle mit Trivialitäten beschäftigt sind, erforscht du den heiligsten Raum. Du zählst zu den glücklichsten Menschen der Welt. Jetzt ist nur noch das Essentielle, Existentielle übrig geblieben. Und dieses Bewusstsein ist nicht nur deines allein, es gehört zum ganzen Kosmos. Du bist nur wie ein Tautropfen, der vom Lotusblatt in den Ozean gefallen ist. Genieße es.
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Yari
NaturfreundIn
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BeitragVerfasst am: 23 Jun 2009 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth hat Folgendes geschrieben:

ich denke jeder gibt seinem Leben eigene Wertigkeiten. Individuelles Verhalten wird oft argwöhnisch von anderen beurteilt,


Ja, in allen Bereichen, leider. Konformität ist schon was sehr wichtiges in unserer Gesellschaft. Aber es gefällt mir nicht Wink

Zitat:
Wie war/ist das denn so bei Dir/Euch, seid ihr irgendwann einfach mal losgezogen und habt die Natur erlebt? Habt ihr Euch vorgenommen etwas bestimmtes anzusehen oder auf etwas besonders zu achten? Oder einfach wirken lassen was ihr entdeckt habt?


Ich reite und bin übers reiten da ran gekommen. Anfangs wollte ich immer schnell sein - und irgendwann hat dann im Schritt bummeln und schauen völlig gereicht, ja, ar viel schöner Smile

Und seit meine Tochter auf der Welt ist, bin ich in meinem Leben noch ein Stück "langsamer", bewusster, mehr dem Augenblick verhaftet geworden. Und fühle mich immer besser dabei Smile

Gelaufen ist es auch da von allein: Kleine Kinder können noch nicht richtig schnell laufen und wollen vor allem alles ansehen Very Happy Und da wir sehr ländlich wohnen, hat sich das von alleine ergeben Smile .
_________________
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Gänseblümchen
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BeitragVerfasst am: 25 Jun 2009 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth hat Folgendes geschrieben:
ZEN ist Gewahrsein.
Gewahrsein ist die gesamte Spiritualität in einem einzigen Wort.
Nimm wahr, dass du nicht der Körper bist, nimm wahr, dass du nicht der Verstand bist, nimm wahr, dass du nur ein Beobachter bist. Der Augenblick ist alles. Die Vergangenheit ist deine Erinnerung; die Zukunft ist deine Vorstellung. Wenn man das Sosein versteht, die Gegenwart des gegenwärtigen Augenblicks, hat man alle Geheimnisse und alle Mysterien verstanden, Es gibt nichts, was darüber hinausginge. In diesem Augenblick, in dem alle mit Trivialitäten beschäftigt sind, erforscht du den heiligsten Raum. Du zählst zu den glücklichsten Menschen der Welt. Jetzt ist nur noch das Essentielle, Existentielle übrig geblieben. Und dieses Bewusstsein ist nicht nur deines allein, es gehört zum ganzen Kosmos. Du bist nur wie ein Tautropfen, der vom Lotusblatt in den Ozean gefallen ist. Genieße es.


Danke liebe Ruth!

Ich möchte gerne Meditieren lernen. Bei mir wird das sicherlich gar nicht so einfach, weil ich ein hippeliger Mensch bin. Ich habe einen Yogakurs hinter mir. Dort habe ich viel gelernt, und ich bin immer und immer mehr in die Entspannung gekommen. Das ist für mich der Anfang. Ich beschäftige mich viel und lese auch Meditationstexte. Mir ist allerdings lieber, wenn mir das jemand vorsprechen könnte.

Aber ZEN ist wohl eher das Bewußtwerden des Augenblicks, oder? Also nicht die totale Leere im Kopf zu erzeugen, sondern das JEtzt ins Bewußtsein holen. Habe ich das richtig verstanden?
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Lichtkind
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BeitragVerfasst am: 26 Jun 2009 8:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gänseblümchen!
Machst du denn mit Yoga weiter?
Wenn du meditieren lernen möchtest, kann ich dir die Bücher von Ayya Khema empfehlen, um dich erstmal mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Ich kenne niemanden, die es besser konnte, die Lehre des Buddhismus in Worte zu fassen, so dass wir es ganz einfach begreifen können. Auch ohne sich mit den Buddhismus sofort identifizieren zu müssen, erklärt sie doch sehr anschaulich, was mit unserem Geist passiert, im Alltag und in der Meditation.
LG Lichtkind
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Alle Dinge die uns materiell entgegentreten, sind nur die äußeren Hüllen von geistigen Wesenheiten.
Rudolf Steiner
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Merin
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2009 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ich hatte eine Phase, in der ich in der Naturspiritualität nach Gleichgesinnten gesucht habe. Ich dachte, dass ich irgendwo dazu gehören wollte und es quasi so eine Art Religionsgemeinschaft geben könnte, in der ich mich heimisch fühle. So habe ich mich im Netz durch alle möglichen Dinge geforstet (die Forenpartnerschaft mit der Hexengemeinde stammt aus dieser Zeit), habe Menschen getroffen und auch Seminare gemacht. Letztlich bin ich dann doch wieder bei mir angekommen und bei individuellen Freundschaften mit Menschen, die mir nahe stehen und die verschiedene Ansichten haben. Mit einigen teile ich naturspirituelle Ideen, mit anderen andere Interessen oder Vorlieben. Mir erscheint das viel erfolgversprechender als die Suche nach einee spirituell ausgerichteten Gemeinschaft.

Vielleicht triffst Du Gleichgesinnte auch in anderen Kreisen: Wanderfreunde, Naturschützerinnen, Vogelkundler.... schau mal was es in Deiner Gegend so an Angeboten gibt. Und vielleicht ist dann gar nicht mehr das Feiern von Jahreskreisfesten so wichtig, sondern Du teilst anderes mit diesen Menschen....
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Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw
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Jord
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2009 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu!

Hexen ist so eine Sache,meiner Meinung nach,ist eine Hexe gar nicht einzuordnen.Ich finde,ich bin eine Hexe,eine Kraeuterhexe,lebe sehr oekeologisch,sammel und baue Kraeuter an,mache Tees,Kraeuterkissen,Wickel,Salben und fuehle mich sehr in der Natur wohl,ich feiere mit meinen Kindern die Jahreskreisfeste und wir machen viel selbst.zb. Spielzeug fuer die Kinder,nach Waldorfart.
Wir leben im Rhytmus mit der Natur,haben auch die Langsamkeit entdeckt,aber wir passen nirgends wo dazu,in keine "Schublade" ich beschaeftige mich auch etwas mit Orakeln und Magie,aber nicht sehr viel,lieber mache ich etwas mit meinen Haenden.

Ja,so...

Wir versuchen auch alles bewusster zu erleben,mit Ruhe und Gelassenheit.

LG Jord
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http://urmutter.over-blog.net
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Vianne
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2009 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Nadesda, vielleicht suchen wir beide gerade ganz ähnliches...

Beschäftigst Du Dich denn mit dem Jahreskreis und kennst Du die einzelnen Feste? Machst Du an den bestimmten Tagen irgendetwas besonderes?

Wir sind vor einigen Jahren ganz bewusst von der Stadt aufs Land gezogen, haben einen (Natur)-Garten, mahlen unser eigenes Mehl, backen Brot selbst und versuchen möglichst ökologisch zu leben.
Aber irgendwie reicht mir das noch nicht. Ich würde gerne in einer (Frauen-)Gruppe die Jahreskreisfeste bewusst begehen und stelle mir da eine Gruppe mit Frauen vor, von ganz jung bis ganz alt, ich weiss nur noch nicht, wie und wo ich so etwas finden soll. Du hast recht, es soll eben nicht abgehoben sein, eben einfach "naturnah".

Ich habe vor kurzem das Buch "Die Reise durch den Jahreskreis" von Brigitta de las Heras gelesen und fand die Beschreibungen und Anregungen für solche Feste sehr interessant und spannend...
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Dilara
Gast






BeitragVerfasst am: 28 Jun 2009 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Vianne hat Folgendes geschrieben:

Wir sind vor einigen Jahren ganz bewusst von der Stadt aufs Land gezogen, haben einen (Natur)-Garten, mahlen unser eigenes Mehl, backen Brot selbst und versuchen möglichst ökologisch zu leben.
Aber irgendwie reicht mir das noch nicht. Ich würde gerne in einer (Frauen-)Gruppe die Jahreskreisfeste bewusst begehen und stelle mir da eine Gruppe mit Frauen vor, von ganz jung bis ganz alt, ich weiss nur noch nicht, wie und wo ich so etwas finden soll. Du hast recht, es soll eben nicht abgehoben sein, eben einfach "naturnah"....


Das finde ich total toll, so würde ich auch gerne leben. Vielleicht klappt es irgendwann... Die Jahresfeste feier ich, allerdings nur für mich alleine. Ich habe auch keine Gruppe, was ich schade finde. Aber es ist ziemlich schwer, eine Gruppe zu finden, die zu einem passt, denke ich. Zum Glück ist mein Verlobter dem Ganzen wirklich aufgeschlossen. Wir haben unser Handfasting zusammen gefeiert und an die alten keltischen Traditionen angepasst. Das war so wundervoll Very Happy
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