Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

 
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 01 Jun 2012 11:39    Titel: Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) Antworten mit Zitat

Das Lungenkraut war bis in unsere Tage hinein in vielen Hustentee-Mischungen vertreten.
In den weißen Fleckchen auf den oval-länglichen Blättern erkannten die Vertreter der Signaturenlehre eindeutig das Abbild der menschlichen Lunge - ein Zeichen für die Anwendungsmöglichkeit!
Mich erinnern die Blätter des Krauts in der Tat an Lungen - allerdings mehr an Röntgenbilder kranker Lungen mit weißlichen "Herden". Aber das konnten unsere Altvorderen ja eigentlich nicht wissen...

Sein Gehalt an Schleimstoffen, Flavonoiden, Allantoin und vor allem Saponinen legt allerdings tatsächlich eine gewisse Heilwirkung besonders bei Reizhusten und Husten mit festsitzendem Schleim nahe. Dennoch ist seine Anwendung heutzutage fast völlig verlassen.
Aufgrund des - allerdings geringen - Gehalts an Pyrrholizodinenwird eine Daueranwendung von Lungenkraut nicht empfohlen.
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BeitragVerfasst am: 01 Jun 2012 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Weißt Du, wie Pyrrholizodine wirken?
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 01 Jun 2012 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die Abbauprodukte dieser Stoffgruppe wirken leberschädigend.
Besonders hohe Konzentrationen befinden sich im neuerdings in die Schlagzeilen geratenen Jakobs-Kreuzkraut.
Für Weidevieh sind Pflanzen mit hohem Pyrrholizidingehalt sehr gefährlich, für menschen sind keine Grenzwerte bekannt, man nimmt jedoch an, dass auf Dauer nicht mehr als 1 µ-Gramm pro Tag toleriert wird, wenn die Anwendung nicht über mehr als 6 Wochen geht.
Da bei selbstgesammelten Pflanzen der Gehalt schwankt, ist ein Selberpflücken pyrrholizidinhaltiger Pflanzen imho nicht zu empfehlen.
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BeitragVerfasst am: 03 Jun 2012 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Gut zu wissen! Danke.
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