Holunder

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    kräuterkommune.de Foren-Übersicht -> (Heil)Pflanzenlexikon
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Merin
ModeratorIn
ModeratorIn



Anmeldedatum: 23.05.2006
Beiträge: 3950
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2006 11:51    Titel: Holunder Antworten mit Zitat

schwarzer Holunder
Sambucus nigra

Beschreibung: Holunder ist ein bis 5m hoher Strauch, manchmal auch ein Baum. Die Rinde ist rissig und hellgrau. In der Mitte der Äste ist das weiße Holundermark. Die Blätter sind unpaarig gefiedert (5-7 Fieder) und gesägt. Die Blüten stehen in Doldenartigen Schirmrispen und sind weiß mit gelben Staubbeuteln. Die Früchte sind dunkelviolett bis schwarz, haben Steine und bilden überhängende Fruchtstände.

Fundorte: Weg- und Waldränder, Kahlschläge, an Häusern, Hecken. In Europa und Kleinasien

Inhaltsstoffe:
Blüten: Flavonoide, ätherisches Öl, Kafeesäurederivate, Schleim und Gerbstoffe
Blätter und Rinde enthalten Glykoside!
Früchte: Flavonoide, Anthocyane (Sambucin), Vitamine, Fruchtsäuren und in den Samen Blausäureglykoside (Sambunigrin)

Heilwirkung:
Blüten: getrocknet als Tee (Fliedertee) in größeren Mengen trinken als schweißtreibendes Mittel bei fieberhaften Erkältungen, harntreibend, vermehrt Bronchialsekret, deshalb auch bei Bronchitis, Lungenentzündung und Schnupfen. (2 Tl auf 1 Tasse, 5 Minuten ziehen lassen). Auch bei Zahn-, Kopf- und Ohrenschmerzen. Bei Ohrenschmerzen auch als warm überbrühtes Blütensäckchen, das man aufs Ohr legt. Äußerlich als Gurgelwasser oder Bädern (wegen der Gerbstoffe)
Früchte: gekocht oder verkocht bei Erkältungen, Rheuma- und Nervenschmerzen und roh als Abführmittel. Stärkt die Abwehrkräfte. Fischer-Rizzi empfiehlt 20g frischen Saft mit 15 g Portwein zu mischen und gegen Rheuma, Neuralgien und Ischias zu trinken. (2 Mal täglich 14 Tage lang).
Rinde und Wurzel: entwässert und regt Harnausscheidung an (1/5 Tl auf 1 Tasse, 2 Tassen tgl.)
Blätter: wie Rinde (1 Tl auf 1 Tasse, 1-2 Tassen tgl.)
Achtung: größere Mengen roher Früchte oder von Blättern, Wurzeln und Rinde wirken giftig (Übelkeit und Erbrechen)! Deshalb immer sehr vorsichtig dosieren! Kinder nicht naschen lassen!

Sammelzeit:
Blüten: Mai bis Juli, meist im Juni
Früchte: August und September
Blätter: vor der Blüte
Rinde: zeitiges Frühjahr

Verwendung in der Kosmetik: Holunderblütenwasser als Teil von Lotionen, Cremes, Seifen und Badezusätzen

Verwendung in der Küche: Blüten zu Sirup, Sekt, Milch und Gelee, oder als Hollerküchlein. Schmackhaft als Zusatzdroge für Tees. Früchte zu Saft, Gelee oder Muß (immer kochen!)

Wissenswertes: Namensgeberin war die hohe Frau, Frau Holle. Diese sollte als schützender Hausgeist im Holunderstrauch wohnen und wurde in vorchristlicher Zeit verehrt und mit Gaben beschenkt. Frau Holla oder Holda galt als freundliche Göttin, die Mensch, Pflanze und Tier schützt und Krankheiten heilt. Deshalb war das Fällen eines Holunderbaumes auch verboten: Noch im 17. und 18. Jahrhundert wurde, wenn dies doch nötig war, um Vergebung gebeten. Frau Holle wurde nach der Christianisierung zur Perchta (in Bayern gibt es nach wie vor Perchtenbräuche in den Rauhnächten), die angeblich unartige Kinder stielt.
Seit der Antike ist der Holunder eine populäre Heilpflanze.
_________________
Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw


Zuletzt bearbeitet von Merin am 23 Jun 2007 13:30, insgesamt 2-mal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Merin
ModeratorIn
ModeratorIn



Anmeldedatum: 23.05.2006
Beiträge: 3950
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2006 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Fangen wir an mit
Holunderblütensirup

Man braucht:
- 3l Wasser
- ca. 30 Holunderblütendolden
- 40 g Zitronensäure
- 4 Zitronen bzw. Zitronensaft
- 2 kg Zucker

Anleitung:
Wasser, Zucker und Zitronensäure vermischen, und solange rühren bis sich der Zucker gelöst hat. Dann die in Scheiben geschnittenen Zitronen bzw. den Zitronensaft und die Holunderblüten dazugeben. Ca. 24 Stunden stehen lassen. Hat man mehr Blüten, kann man die Zeit verkürzen.
Am nächsten Tag kann man dann die Blüten und die Zitronenscheiben entfernen, und den Sirup durch ein Tuch filtern. Den Sirup dann kurz aufkochen und in ein gut verschließbares Gefäß abfüllen. Wir nehmen immer Bio-Milchflaschen oder Bierflaschen mit Plöppverschluss (ein guter Grund mal ein paar Freunde auf ein Bier einzuladen, wenn man selbst keins trinkt ).
Der so eingekochte Sirup hält sich ca. 10 - 12 Monate.

Man kann den Sirup auch weiterverarbeiten und zwar zu
Holunderblütengelee.
Dazu tut man nichts weiter als dem Sirup vor dem Aufkochen Pektin (Konfigel) zuzufügen. Dann drei Minuten kochen lassen, Gelierprobe machen und abfüllen.
Total lecker ist eine Kombination von Holunderblüten und Erdbeeren als Marmelade. Hunger

Sirup kann man angeblich auch aus ganz vielen anderen Pflanzen machen. Flieder steht hier schon irgendwo. Was ich noch gefunden aber noch nicht ausprobiert habe ist Robinie (falsche Akazie), Zitronenmelisse, Pfefferminze, Schafgarben- oder Lindenblüten.
_________________
Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Merin
ModeratorIn
ModeratorIn



Anmeldedatum: 23.05.2006
Beiträge: 3950
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2006 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ich nun erfahren habe kann man Holunderblüten nicht nur mit Erdbeeren, sondern mit allem möglichen kombinieren. Wenn man grad nix andres da hat tuts auch Saft. Wie in diesem Rezept:

Holunderblütengelee mit Apfelsaft

Zutaten:
25 - 30 Holunderblütendolden
1 Liter Apfelsaft (naturtrüb)
1/4 Liter roten Traubensaft
2 Zitronen
25g Konfigel
600g Süßungsmittel (Honig, Rohrzucker....)

Zubereitung:
Holunderblüten waschen und in ein ausreichend großes Gefäß legen. Mit den Säften übergießen und abdecken. Über Nacht ziehen lassen (oder 24h). Dann abseihen und in einen Topf geben. Süßungsmittel und Konfigel einrühren und aufkochen. Drei Minuten kochen lassen und in heiße und frisch ausgespülte Gläser füllen. Diese mindestens 15 Minuten auf den Kopf stellen.
Ergibt ca. 6 mittelgroße Gläser Gelee. Entfaltet sein Aroma erst nach ca. einer Woche. (Also nicht zu früh naschen!)
_________________
Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
sausebraus333
WiesenlatscherIn
WiesenlatscherIn



Anmeldedatum: 27.09.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2006 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hollerstraube:

Teig: Milch, Mehl, Eiern, Salz, einen Schluck Öl - zu einem relativ dicken Teig verrühren!

Die Hollunderblüten samt Stiel waschen, am Stiel festhalten, in denn Teig tauchen und in heißem Fett kurz goldgelb backen.
Mit Staubzucker bestreuen und mit Kompott oder Muß servieren!

Hollersuppe:

Die reifen Hollunderbeeren von der Straube entfernen, alle Zweige weg zupfen und die Beeren waschen. Beeren mit etwas Wasser in einem Topf erhitzen, entkernte Pfalumen dazu, etwas Apfel hinein reiben. Nach nötigkeit aufgießen, so das man halt ein gutes Süpplein erhält, das ganze mit Zimt und Zucker verfeinern und einige Zeit leicht Köcheln lassen. Mit Grießkoch (ich hoffe das kennt man in Deutschland) servieren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Merin
ModeratorIn
ModeratorIn



Anmeldedatum: 23.05.2006
Beiträge: 3950
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2006 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Oh nein, ich kenn es nicht. Gibst du mir Nachhilfe in Sachen Grießkoch?
_________________
Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
sausebraus333
WiesenlatscherIn
WiesenlatscherIn



Anmeldedatum: 27.09.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 02 Okt 2006 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Grießkoch:

Man gibt den harten Grieß mit etwas Zucker in ein Pfanne auf den Ofen und gießt soviel Milch dazu das diese denn Grieß bedeckt. Etwas Zimt ev. auch Rosinen dazu geben und unter ständigem rühren bei mäßiger Hitze die Milch verkochen lassen. Wenn sich größere und kleinere Klumpen bilden nochButter dazu und fertig ist es und schmeckt mit der Hollersuppe zusammen köstlichst!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Prechta
NaturfreundIn
NaturfreundIn



Anmeldedatum: 22.08.2006
Beiträge: 84
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Grießkoch ist sehr lecker Very Happy Meine Oma hat sie auch in deftige Eintöpfe gegeben. Da allerdings ohne Zimt oder Rosinen. Gute Alternative zu Eierstich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
kraut_ruebe
NaturfreundIn
NaturfreundIn



Anmeldedatum: 18.12.2006
Beiträge: 41
Wohnort: Dörfl

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2006 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Holunderglühwein:

1 l Holunderbeersaft 1 l Rotwein
3 EL Zucker, Honig oder Ahornsirup
4 Nelken 1 Zimtstange 1 TL geriebene Zitronenschale
Den Saft mit den Gewürzen und dem Zucker aufkochen, abseihen. Nochmals kurz mit dem Wein erhitzen und heiß servieren

Holunderessig:
Frisch gepflückte Holunderblüten in eine Flasche füllen, mit Weinessig übergießen. 14 Tage in die Sonne stellen, durchseihen, in Flaschen abfüllen und verschließen

Holundermilch:
2 frische Blütendolden
2 Tassen Milch
je nach Geschmack eine Prise Ingwer, Safran, Zimt, Vanille
Mit kalter Milch ansetzen und zum Kochen bringen. Noch etwas ziehen lassen und abseihen. Würzen und mit Honig oder Ahornsirup verfeinern.
_________________
Ich träumte, das Leben sei ein Paradies.
Ich erwachte und siehe, das Leben war Arbeit.
Ich tat diese Arbeit und siehe, das Leben war ein Paradies. (Seneca)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Nenya
NaturschützerIn
NaturschützerIn



Anmeldedatum: 20.06.2007
Beiträge: 197
Wohnort: Sauerland

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2008 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch einiges interessantes zum Thema Holler:


Mythologie: Der Holunder ist ein Gewächs, welches einen hohen Stellenwert in der Mythologie der Germanen, Kelten und Slawen einnahm.
Die Namen Hölderlin und Hollabiru – alte volkstümliche Namen für den Teufel – haben mit dem Holunder zu tun. Aber dass der Holunder mit der Frau Holle, des Teufels Grossmutter etwas zu tun hat, das bestreiten viele Sprachwissenschaftler. Sie führen die Vorsilbe hol auf *kal (=schwarz) und die Nachsilbe der auf *tro (=Baum) zurück; so wäre der Holunder der „schwarze Baum“.
Die andere, einleuchtendere Erklärung ist die, dass der Strauch als Wohnsitz der besagten Frau Holle, hinter der sich die archaische Göttin Holle/Holda/Hel versteckt, galt. Sie ist die grosse Göttin, die Erdgöttin, die Schwarze Göttin, die Göttin der Nacht und als Seelenhüterin auch eine Göttin des Todes. Wie jedoch das Licht aus der Dunkelheit hervorgeht, so geht aus der schwarzen Erdgöttin die weisse Lichtjungfrau hervor und ist somit auch Symbol für Geburt und Neuerstehung, also zugleich auch eine Fruchtbarkeitsgöttin. Die kulturelle Symbolik umfasst genau diese Polarität!

Baum des Todes
Der Holunder spielte eine zentrale Rolle in zahlreichen Totenkulten. Die heidnischen Friesen begruben ihre Toten unter dem Ellhorn beim Haus. Vielerorts war es Brauch, die Verstorbenen auf Holunderreisig zu betten. Der Sargschreiner musste den Sarg mit einer Holundergerte ausmessen und der Kutscher des Leichenwagens sollte eine Holunderrute als Peitsche für die Pferde nehmen.
Der Holunder, der als Sippenbaum neben dem Haus wächst, ist ein Schwellenbaum, ein Zugang zu den verstorbenen Ahnen. Man konnte sie zu magischen Zeiten um Rat fragen, und auch sonst wirkten sie von der anderen Seite her weiter am Verderb oder Gedeihen der Hinterbliebenen. Da ist es selbstverständlich, dass man ihnen unter dem Holunder Schälchen mit Milch, Brei, Brot, Bier hinstellte.
Wenn ein Kind krank war und Gefahr bestand, dass es stirbt, legten die gallischen Mütter Puppen als stellvertretendes Opfer unter den Baum. Wenn das Kind wieder gesund wurde, gab man dem Holunder zum Dank Geschenke.
Als Zugang zur Anderswelt stand der Holunder auch in enger Verbindung mit Zwergen, Elfen, Gnomen und Kobolden (deren Königin die Frau Holle ist). Wer unter dem Baum einschläft oder in Tiefenmeditation gerät, der wird bald die Nähe dieser Naturwesen spüren. Wer in der Mittsommernacht unter den blühenden Strauch sitzt, kann die Elfenkönigin mitsamt ihrem Hofstaat wahrnehmen. Wiegen durften nicht aus Holunderholz gebaut werden, da ansonsten das Kind von den Elfen heimgesucht und gequält wird.

Baum des Lebens und Liebens
Der Strauch galt nicht nur als Zugang zum Totenreich und half den verstorbenen über die Schwelle ins Hollenreich, sondern auch denen, die wiederkehrten. So wurde der Strauch auch mit Sexualität und Geburt in Verbindung gebracht. Ganz dezent wird dies in einem alten Ringelreihelied ausgedrückt: „Hinter einem Holderbusch gab sie ihrem Schatz ‚nen Kuss. Roter Wein, weisser Wein, morgen soll die Hochzeit sein.“ Eine Schwangere, die die Zweige des Hofholunders berührte, versicherte sich der Nähe und Güte der Holle und der Ahnen.

Dieser Glaube muss im keltisch-germanischen Heidentum überall verbreitet gewesen sein. Die einsetze Christianisierung konnte diese besondere Verehrung des Strauches keinen Einhalt gebieten. Deshalb begann man die Geschichte einfach umzudeuten und zu „christianisieren“: die süssliche Sage erzählt, dass die Gottesmutter Maria die Windeln des Christkindleins wusch und an den Ästen eines Holunderbaumes zum Trocknen aufhängte. Seither gilt er als gesegneter Baum.

Ehrfurchtsvoll verneigten sich einst die Bauern oder zogen den Hut vor ihm. Sein Holz durfte nicht geschlagen werden und falls es einmal doch wirklich notwendig wurde, bat man den Baum zuerst in einem sorgfältig durchzuführenden Ritual um Verzeihung. Das geschnittene Holz wurde jedoch nicht gebraucht und auch nicht verbrannt, sondern wieder der Erde übergeben.

Auch der medizinisch-magische Gebrauch des Strauches spielte eine grosse Rolle. Dies er beruht vor allem darauf, dass der Baum die negativen Energien, die „fliegenden Gifte“ und die „bösen Geister“ und das Unglück anzieht und festhält oder in die Unterwelt ableitet. Man kann dem Holunder also alles Mögliche an Leiden und Siechtum anhängen. Ein Beispiel sei erwähnt: Bei Fieber ging man in der Nacht bei abnehmendem Mond zum Hollerbusch, band einen Bindfaden um den Stamm und sagte: „Guten tag, Flieder, ich bring Dir mein Fieber, ich binde es an, nun geh ich in Gottes Namen davon.“

Quelle: http://forum.alraune.org/lastpostinthread4664.html


Zuletzt bearbeitet von Nenya am 18 Sep 2008 11:05, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Merin
ModeratorIn
ModeratorIn



Anmeldedatum: 23.05.2006
Beiträge: 3950
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2008 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nenya, kannst du zu diesen interessanten Informationen (dank dir dafür! Very Happy ) noch eine Quelle angeben?

Das ist zwar OT, aber ich kann mich nicht zurück halten :Was ich auch immer wieder spannend finde ist die Sache mit Jesus' Windeln. Die tauchen in christlichen Erzählungen immer mal wieder auf. Wenn man sich aber mit windelfrei-Ansätzen beschftigt hat weiß man, dass davon auszugehen ist, dass zu Jesus' Zeiten niemand Windeln trug, sondern die Kinder abgehalten wurden, wenn sie mussten.
_________________
Du siehst Dinge und fragst: Warum?
Doch ich träume von Dingen und sage: Warum nicht?
George Bernhard Shaw
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
FrauWolle
SpaziergängerIn
SpaziergängerIn



Anmeldedatum: 27.05.2011
Beiträge: 6
Wohnort: Remstal bei Stuttgart

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2011 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Noch was zur Mythologie: Frau Holle wandelte sich nicht in Frau Perchta um. Es wurde gut nachgewiesen, dass Holle- und Perchten-Brauchtum in angrenzenden, aber unterschiedlichen deutschen Regionen gepflegt wurde/wird, daher ist davon auszugehen, dass sowohl Holle als auch Perchta Tabunamen für eine andere Göttin sind, deren Name auf althochdeutsch Frîja lautet, in Skandinavien Frigg (also nicht die Vanin Freyja) und die die Gemahlin Wodans ist.
Interessanter Literaturtip: Erika Timm, Frau Holle, Frau Percht und verwandte Gestalten, Stuttgart 2003
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    kräuterkommune.de Foren-Übersicht -> (Heil)Pflanzenlexikon Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Impressum


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group
Synapse Design by Matt Fonda