Lebensalternativen - gibt es sowas überhaupt

 
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Merin
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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 14:14    Titel: Lebensalternativen - gibt es sowas überhaupt Antworten mit Zitat

Ich habe letztens mit einem guten Freund über dieses Forum diskutiert. Leider mag er wohl nicht selber schreiben, als muss ich mal wieder ran... es gab nämlich einen Gedankengang von ihm, den ich hier doch mal zur Diskussion stellen möchte, weil er mich so beschäftigt: Nämlich die Frage, ob es sowas wie ein alternatives Leben überhaupt gebe.
Er meinte, dass das Forum ihm gefalle, dass er aber skeptisch sei, weil es so täte, als seien die Alternativen, die man leben könnte schon da. Real würden sie aber doch fehlen und es sei unklar, wie wir (die Menschen) aus der momentanen Sackgasse nochmal rauskämen.

Tja, was meint ihr? Gibt es Alternativen? Was ist lebbar? Oder macht man, auch wenn man denkt, man sei ausgestiegen, noch mit im allgemeinen Rummel?
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lalune
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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm... ok, was ist eine Alternative denn? Für mich ist es etwas, was von dem, was bereits da ist, abweicht. Sobald jemand also etwas anders macht (muss nicht alles sein) lebt er alternativ? Stimmt irgendwie auch nicht 100%ig. Außerdem wäre es dann ja nicht mehr alternativ, sobald es einer macht, weil es bereits existiert... Vielleicht ist es nur ein Abweichung von dem, was ein Großteil der "Andren", also die Masse macht...? Interessante Überlegung...

Aber für mich lebt jemand, der z.B. in einer Hütte im Wald irgendwo im Nirgendwo womöglich ohne fließend Wasser und Strom haust schon alternativ... ist aber alles natürlich eine rein subjektive Betrachtung wo und wann ein alternatives Leben anfängt.

Dass es schwer ist, sich von gewissen gesellschaftlichen Normen zu lösen usw. hatten wir hier ja schonmal und ich denke diese Überlegung führt letztendlich in die selbe Richtung wie die Geschichte mit der Freiheit, oder?
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Alf
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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Alternative
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Begriff Alternative [altɛrnaˈtiːvə] (aus frz. alternative von alterne abwechselnd, wechselweise) bezeichnete ursprünglich eine zwischen zwei Möglichkeiten zu treffende Entscheidung.

Heute bezeichnet Alternative auch

eine Entscheidung zwischen mehr als zwei Möglichkeiten (dann eigentlich Variante)
eine von zwei oder mehreren Möglichkeiten bei einer zu treffenden Entscheidung, insbesondere eine zweite, andere Möglichkeit im Unterschied zu einer vorher genannten
die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen
Im übertragenen Sinne steht Alternative für

eine Gruppierung mit einem politischen Ziel jenseits der etablierten bürgerlichen Parteien mit ökologischem und bürgerrechtlichem Schwerpunkt, siehe dazu Alternativbewegung

die Subkultur Alternative, Aussprache engl. oder dt.

somit geht es weiter mit der Definition von "Möglichkeiten", "Varianten" und "Optionen"

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6glichkeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Variante

es liegt also auch wieder alles im Auge des Betrachters und eine konkrete Definition vom alternativen Leben gibt es nicht.
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Liebe Grüße Alf
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Merin
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BeitragVerfasst am: 16 Aug 2006 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

ja, mir ging es auch nicht um eine Definition, sondern um die Frage, ob ihr die Idee habt, dass es nutz- und lebbare Alternativen gibt. Oder ob das Gefühl eher ist, dass man, egal was man tut, immer das herrschende System stabilisiert.

Welche Dinge wären dann stabilisierende Alternativen und welche systemschwächende? Oder ist dieser Apsekt für euch egal Hauptsache ihr fühlt euch wohl? Wäre ja auch eine Herangehensweise...
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Alf
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BeitragVerfasst am: 16 Aug 2006 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

also für mich ist es schon wichtig, wie ich die alternative persönlich definiere. wenn ich mit einer situation, mit meinem leben oder was auch immer, unzufrieden bin verändere ich etwas. entweder verändere ich meine gedanken, verhaltenweisen, die denkmuster oder eben äußerlichkeiten. so suche ich nach, mir möglichen, alternativen, ob nun schon vorhandene möglichkeiten oder ich suche neue wege. dann wäge ich für mich ab, was es an konsequenzen und (weitreichende) folgen hat.

ich suche nach alternativen, wenn für mich persönlich etwas negativ ist, wenn mich etwas krankmacht, oder, wenn ich etwas nicht mit meinem gewissen vereinbaren kann.

aber ich kann immer nur für mich entscheiden. auch wenn z.B. meine veränderung klein ist, so kann es schon viel bewirken im äußeren umfeld.
beispiel: wenn ich es ablehne die pharmaindustrie zu unterstützen, es ablehne, chemie zu schlucken, die mich nur krank macht und mich mit der hilfe der natur gesund erhalte oder mich heile, dann bin ich für die zwar nur ein tropfen, aber viele solcher tropfen egeben eine pfütze, eine bach, fluß usw. also je mehr sich von der chemie abwenden, umso mehr wird die pharmaindustrie oder was auch immer, gezwungen sein, umzudenken.

dies war nur ein beispiel und kann eigentlich auf alles bezogen werden.
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Liebe Grüße Alf
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Polly
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Rolling Eyes
Alles muß klein beginnen,
laß etwas Zeit verrinnen,
es muß nur Kraft gewinnen,
und endlich wird es groß!
Sicher gibt es lebbare Alternativen und zum Glück gibt es immer wieder wagemutige Vor-Quer-Schräg-Denker, die die Zähigkeit haben aus ihrer Idee etwas zu machen: z.B. die Autoteiler, die Mietfahrräder, die in München überall in der Stadt rumstehen usw.
Ich denke es gibt viele Beispiele...
Und so entscheidet zwar jeder für sich, aber der Mensch ist halt ein Herdentier und neue Ideen bringen Steine ins rollen, finden Nachahmer und so hat jede persönliche Entscheidung ihre Auswirkungen. Und manche Idee ändert dann sogar was im System, z.B gibt es in München eine Siedlung, in der ausdrücklich Privatautos unerwünscht sind. In den 80er-Jahren ein undenkbares Anliegen!
Man muß halt das Weiterdenken kultivieren..und Kinder zum Denken statt wiederkäuen erziehen: Was passiert zum Beispiel, wenn sehr viele auf Waschnüsse umsteigen? Monokulturen für den Export, Einsatz von Insektiziden und Pestiziden, das Zeug wird eingeflogen und per Auto in alle Richtungen der Republik verteilt. Im Herkunftsland wird der Rohstoff teurer, vielleicht unerschwinglich für die Einheimischen, es wird exportiert statt selbst genutzt. Alternative: Was wurde denn bei ns benutzt, bevor die große Chemiekiste für alle aufkam: Knochenseife, Seifenkraut, Soda usw. In manchen Gegenden gibt es auch kleine Firmen die regional aus heimischen Rohstoffen Waschmittel herstellen, z.B "klar" in der Münchner Umgebung.
Klar ist es nicht so einfach immer auch um die nächsten Ecken rumzudenken. Aber schon wenn man überlegt: Was passiert, wenn das viele machen? Dann wird schon einiges klar,oder? Cool
LG, Dorit
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Merin
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BeitragVerfasst am: 20 Aug 2006 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hhi, dein Anfangszitat ist ein Liedtext, mit dem ich damals in der Pioniersingegruppe auf der Bühne stand. Wer hat das Lied noch mal geschrieben? Lakomy?

Auf jeden Fall hast du Recht: Bei angeblichen Alternativen ist es wichtig weiterzudenken. Vieles entpuppt sich dann als nicht ungefährlich. Heimsiche Seifenalternativen wiederzubeleben ist ein Thama, was mich inetressiert. Ich denke, ich werde es mal mit Rosskastanien probieren...
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