Examensarbeit über Kräuter
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 25 Aug 2006 21:02    Titel: Examensarbeit über Kräuter Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leute

An dieser Stelle würde ich euch gerne meine Examensarbeit vorstellen, die ich am
27. 10. 2006 abgeben werde. Sie steht natürlich im Moment noch in den Startlöchern. Aber ich denke, dass gerade in diesem Forum bereichernde Denkanstöße und Meinungen zu erwarten sein könnten.
Die Arbeit schreibe ich in meinem Schwerpunktfach Haushalts- und Ernährungswissenschaften im Studiengang Arbeitslehre. Der Titel meiner Hausarbeit lautet:
„Kräuter früher und heute. Entwicklung Handlungsorientierter Bausteine im Haushaltsbezogenen Unterricht.“
Da ich mich eben sehr für Kräuter interessiere, ist es natürlich super darüber auch eine Arbeit schreiben zu dürfen.

Meine Gliederung sieht so aus:
1)Einleitung
Begründung des Themas: Hier geht es um das eigene Interesse an Kräutern und darum, dass es auch in der Bevölkerung einen Zuwachs an Interessierten gibt. Außerdem möchte ich mich auf die Situation der Gesundheitspolitik(Gesundheitsreform) eingehen.
Vielleicht habt ihr Lust Meinungen zum Gesundheitswesen in diesem Thread zu äußern? Very Happy
2) Geschichte der Kräuter.
Von Hammurabi und das Papyrus Ebers, die antiken Gelehrten und das Mittelalter(Klostergärten) bis zur frühen Neuzeit wird ein kurzer Abriss zur Geschichte der Kräuter gegeben. Hierbei geht es hauptsächlich um die Darstellung von Quellenüberlieferungen.
3) Kräuter im Volksglauben
Beschäftigt sich als Pendant zur Geschichte mit mystischen und magischen Überlieferungen der Kräuter. Dieses Kapitel ist ein sehr wichtiges, denn ich möchte hierbei auf die Bedeutung der „Weisen Frauen“ eingehen. Ein Thema, welches für Schüler auch interessant aufbereitet werden kann.
4) Phytotherapie und Phytopharmaka
Wie wird heute das Wissen von Kräutern im medizinischen Bereich angewendet? Wo finden wir heute Produkte, die auf pflanzlicher Basis hergestellt sind und wie werden sie angewendet? Welchen Vorteil hat das für die Pharmaindustrie? Darum geht es unter anderem in diesem Kapitel. Am 4.9. nehme ich an einer Führung im Botanischen Garten teil. Titel: „Unterwegs mit einer Heilpraktikerin. Heilpflanzen im Botanischen Garten“ Wenn ihr möchtet kann ich dann gerne hier darüber berichten. Smile
5) Kräuter. Botanik und Anwendung
Das darf natürlich nicht fehlen.
Zuerst handelt dieses Kapitel von der Morphologie der Pflanzen. Die Bedeutung der einzelnen Bestandteile wie Wurzel, Spross, Blätter usw.
Außerdem wird auf das Sammeln und die richtige Lagerung von Kräutern und die Heilwirkung durch die Inhaltsstoffe eingegangen. Was sind Alkaloide, Bitterstoffe, Flavonoide usw.?
6) 9 Kräuter im Portrait.
Bärlauch, Bibernelle, Brennessel, Gänseblümchen, Kamille, Löwenzahn, Ringelblume Spitzwegerich, Wiesenklee
Die Zahl 9 als alte magische Zahl und angelehnt an den 9 Kräutersegen regten mich zu dieser Auswahl an. Zunächst fertige ich einen Steckbrief an, und dann gehe ich auf die magische- im Volksglauben vertretene- Bedeutung ein.
Die Auswahl der Kräuter traf ich im Hinblick auf Schule. Es sollten hauptsächlich Kräuter sein, die in dieser Region (Bremen) zu finden sind und/ oder den Schülern bekannt vorkommen.
7) Didaktische Ideen zum Thema Kräuter im Unterricht.
Zum Abschluss verfasse ich eine Ideensammlung zum Thema Kräuter. Folgende Ideen sind im Gerüst bereits vorhanden: Kräuterspirale selbst gemacht, Kräuteröle herstellen, Duftkissen nähen, Kräuter als Projektwoche, Besuch im Bibelgarten, Kräuterbuch herstellen,
der Kräuterladen

Allerdings befasse ich mich zurzeit noch mit den 9 Kräutern und werde dann die Geschichte der Kräuter behandeln.

Tja, das wollte ich mal eben hier vorstellen.
Über Tipps bin ich sehr dankbar. Zum Beispiel würde mich an dieser Stelle interessieren, ob ihr Ideen habt, was man mit Kindern in der Schule in Bezug auf Kräuter noch machen könnte.
Vielleicht habt ihr ja auch jetzt schon einiges an Kritik oder Ergänzungen….das wäre toll! Wink
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Morgain le Fay
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BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Kleine frage: was für einen Beruf willst du den ausüben???oder was studierst du???


Gruss Morgain le Fay
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A dhaoine Sidhe,
A Tuatha Dé Danann,
Beannachtai Dé Danann oraibh aqus orainn.


O ihr menschen der Sidhe,
O du Stamm der Göttin Danu,
Der Segen der Göttin Danu ruhe auf euch und auf uns.
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 27 Aug 2006 0:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Morgain le Fay?

Ich werde Lehrerin für Geschichte und Arbeitslehre mit Schwerpunkt Haushalts- und Ernährungswissenschaften in der Sekundarstufe I.

Das Fach Arbeitslehre unterteilt sich in Bremen in die Fächer Haushalts- und Ernährungswissenschaften, Technologie, Arbeitswissenschaften und Ökonomie.
Hört sich umfangreicher an als es ist, da man einen Schwerpunkt wählen muss. Entweder Haushalt/Ernährung oder Technologie(Holz/ Metall). Die anderen Fächer werden zu gleichen, geringeren Anteilen studiert. Ich werde also mal Hauswirtschaft unterrichten und das Fach Arbeitslehre.
In der Arbeitslehre geht es hauptsächlich um Berufsorientierung.

In anderen Bundesländern heißt das Fach auch Arbeit/Wirtschaft. Hauswirtschaft gehört dann nicht dazu. Das liegt daran, dass es in Bremen als integriertes Modell unterrichtet wird. Wobei es da auch Schwachstellen gibt. Aber das ist ein anderes Thema Smile

Hoffe, dass war jetzt verständlich Confused

Lieben Gruß

Prechta
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Alf
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BeitragVerfasst am: 27 Aug 2006 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Prechta,

die Ernährungwissenschaft ist immer ein spannendes Thema. Ich wünsche dir dazu viel interessante Beiträge hier und weder mir auch Mühe geben und meinen "Senf" dazuzugeben.

zu punkt 1: die gesundheitsreform ist ein zweischneidiges schwert. zum einen wird der bürger mehr in die pflicht genommen auf seine gesundheit zu achten, auf der anderen seite geht der trend dahin, das man nur noch krank werden darf, wenn man geld hat. also wird gesundheit zum privileg der reichen. eigentlich mußte es gar nicht so weit kommen. was alles so teuer macht, ist die pharmaindustrie, die bürokratie und die verschwendung durch doppelte oder dreifache untersuchungen. zudem kommt noch, daß die politiker und beamten keine beiträge zahlen und die privatpatienten keine kassenabgaben leisten müssen. also tragen wir letztendlich die kosten für die mit. und die medien informieren die bürger auch nur im sinne der der kassen und der pharmaindustrie.
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Liebe Grüße Alf
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Alf
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BeitragVerfasst am: 27 Aug 2006 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

zu punkt 3: die weisen frauen und auch männer waren schon immer die grundfeiler der medizin. sie beschäftigten sich mit der natur und lernten von ihr. so besaßen diese auch schon immer einen besonderen status, der ihnen aber nicht nur die achtung brachte, sondern auch neid und mißgunst. so ging es dort auch schon früher eigentlich nur um die macht. die weisen krüterkundigen frauen und männer wurden immer wieder von den "priestern" in der antike und später von der kirche verfolgt. und heilen durfte nur die/der, wer der kirche wohlgesonnen war. die ärzte bekamen von der kirche eine besondere machtstellung und die heilkundigen, die dem volk halfen, galten als konkurenz, waren eine gefahr für diese machtstellung der ärzte und wurden somit "beseitigt".
die inquisitatoren hatten damals viel zu tun und so ging auch viel naturwissen verloren.

wenn man es heute realistisch sieht, hat sich auch nicht viel verändert, nur heute sind es die pharmaindustrie, apotheker, ärzte und die kassen, die die machtstellung erhalten wollen und gnadenlos abzocken. die lobby ist so groß, daß sie dies - nicht wie früher durch die kirche - heute über die politik gesetzlich regeln lassen. und wenn man sieht, wieviel sonst noch frei verkäuflicher kräuter es nur noch in der apotheke gibt, dann wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis auch die anderen kräuter als arztnei deklariert werden. auch bei den steinen sind sie ja schon mittlerweile in gange.

laut dem institut für unlauteren wettbewerb ist es ja auch verboten, generell heilversprechen zu geben. die pharmaindustrie, ärzte, apotheker und die werbung halten sich aber nicht daran, aber wenn jemand bei ebay steine verkauft und die heilwirkungen beschreibt, muß er mit einer abmahnung und einer hohen geldstrafe rechnen. einige mußten schon viel geld bezahlen. also wieder nur der kleine mann.
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Liebe Grüße Alf
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Alf
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BeitragVerfasst am: 27 Aug 2006 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

zu punkt 7:

wie wäre es mit einem Besuch im Blindengarten? (Wandertag an der Lesum und im Knoops-Park)

Kräuterbedeutung für Mensch und Tier?

Kräuter im Alltagsleben bei den Kindern zu Hause - Welche Bedeutung/Stellenwert haben sie in Bezug zur Ernährung / Heilung / Genuß
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Liebe Grüße Alf
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 9:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zu den Kräuterportraits:

Solltest Du hier nciht alles finden, geb mir bescheid. Auf meienr Seite habe ich einige an ausführlichen Portrait und ich habe einige Bücher, die Dir da helfen könnten.
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lalune
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BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Prechta,

da hast du dir ja einiges vorgenommen und ich finde es toll, dass du deine Arbeit hier mit uns teilen möchtest. Zu einigen deiner Inhalte kann ich dir dieses Buch empfehlen:

https://www.xn--kruterkommune-cfb.de/viewtopic.php?p=717#717


Meine Meinung zum Gesundheitswesen kannst du eigentlich schon Alfs Beiträgen entnehmen Laughing Ich finde es immer wieder erschreckend wie mit den alternativen Heilmethoden umgegangen wird. Einerseits glaubt ein Großteil der Menschheit leider nicht an deren Wirkung, andererseits werden immer mehr traditionelle Kräuter und Methoden verboten, das finde ich extrem merkwürdig. Ich denke gerade bei vielen chronischen Krankheiten kann mit alternativen Methoden viel erreicht werden und wenn die Krankenkassen die Besuche bei Heilpraktikern bezahlen würden, könnte jede Menge Geld gespart werden. Aber bis zu dieser Einsicht ists wohl noch lange hin...

Zum Thema Kräuter im Unterricht könnte ich mir gut Wanderungen mit Kräuterbestimmung vorstellen, um den Kindern die Kräuter und vor allem die Natur wieder näher zu bringen. Viele sind ja heute leider schon damit überfordert eine Buche von einer Eiche zu unterscheiden (auch wenn das jetzt keine Kräuter sind).
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen!

Vielen Dank für die anregenden Beiträge!

@ Sionnach und Lalune: Vielen Dank auch für die Hilfe bei der Literatursuche! Very Happy
@Alf: Auf den Blindengarten bin ich noch garnicht gekommen! Hast Du da schon Erfahrungen sammeln können? Sind diese Angebote für Schüler aufbereitet?

Ansonsten halte ich Wanderungen in der freien Natur immer für sinnvoll. Frei nach dem Motto "Entdeckendes Lernen".

Zum Gesundheitswesen:
Aufklärung halte ich dabei für ein wichtiges Stichwort. Wie bereits erwähnt, wird vom Volk verlangt seine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Gesunde Ernährung, Sport treiben, bewußt Leben und Krankheiten vorbeugen.
Viele Menschen, wissen aber meist nicht, wie sie das anstellen sollen. Dazu fehlen häufig die Informationen! Und viele Infos sind einfach Müll!

Hierbei unterstelle ich mal einigen Lobbys, dass sie wenig Interesse daran haben, dass die Masse infomiert ist, und gewisse Produkte nicht mehr kaufen möchte.
Lieber die Masse dumm halten und viel Geld bezahlen lassen. Viele lassen ja schon den Arztbesuch aus und gehen gleich in die Apotheke.
Es kommt zu verschleppten Krankheiten, die letztlich teuer werden.
Die nächste Erhöhung der Versicherungsbeiträge kommt bestimmt Evil or Very Mad

Tja, und woran liegt es, dass die Krankenkassen die Besuche bei einem Heilpraktiker nicht übernehmen? Welche Nachteile haben sie davon?

Allerdings ist in den letzten Jahren schon ein Aufwärtstrend bezüglich Alternativen Heilmethoden zu verzeichnen, was erstmal als positiv zu bewerten ist. Würde aber auch vermuten, dass es eine Schicht in der Gesellschaft betrifft, die sich kritisch mit der Thematik befassen kann. Der kritische Umgang mit dieser Thematik fällt vielen anderen Menschen schwer und ich glaube es liegt daran, dass sie es nicht gelernt haben.

Meine Meinung und auch der Konsens meiner Arbeit ist; dass Schule hier ansetzen soll und im Unterricht Aufklärung schaffen muss. Kritisches Denken lernen ist imho ein guter Ansatz Selbstverantwortung zu vermitteln. Nicht nur auf dem Gymnasium, sondern auch in anderen Schulstufen.
Ich will damit jetzt nicht behaupten, dass nur Schule der Ort ist, wo solche Dinge vermittelt werden können. Doch sie kann vielleicht einen Zugang ebnen, Schüler anzuregen, sich mit der Thematik weiterhin zu beschäftigen....
Was haltet ihr von diesem Denkansatz? Zu idealistisch? Confused


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lalune
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was haltet ihr von diesem Denkansatz? Zu idealistisch?

Nein ganz und gar nicht, bzw. idealistisch ja, aber nicht zu idealistisch Wink

Ich finde es wichtig, schon früh ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit, die (alternativen) Möglichkeiten der Heilung und vor allem auch für ein eigenes Körpergefühl und damit einhergehend auch die von dir erwähnte Selbstverantwortung für die Gesundheit und den Umgang mit Krankheiten zu schaffen. Glaub das ist jetzt fast ein wenig doppelt gemoppelt fomuliert Laughing , zeigt aber ganz schön, dass es letztendlich eine Art geschlossener Kreislauf ist, in dem alles aufeinander aufbaut irgendwie.

Ich finde auch viele Menschen müssten sich in ihren Krankheiten einfach mal von der Opferrolle lösen und konstruktiver mit dem, was ihnen widerfahren ist/widerfährt, umgehen (angefangen bei einer leichten Erkältung). Damit meine ich z.B. eigene Ursachenforschung (physisch und psychisch) und -bekämpfung sowie Auseinandersetzung mit Therapiemöglichkeiten verschiedenster Art usw., was natürlich alles wieder auf die Selbstverantwortung hinausläuft.

Von daher ist das kritische Denken - vor allem auch bei jungen Menschen - sicherlich der richtige Ansatz, eben zwecks der Bewusstseinsschaffung. Wichtig ist aber vor allem auch das kritische Denken sich selbst gegenüber.
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Da kann ich mich lalune nur anschließen.

Man sollte den Menschen wirklich vermitteln, dass man nciht immer sofort zur Chemie greifen sollte. Ursachenforschung betreiben ja auch viele Ärzte, wieso dann auch nicht man selbst.

Die moderne Medizin hat ihren Ursprung ja auch aus der Naturheilkunde. Die chenischen Stoffe haben eben meist eine 100fache Dosierung der natürlichen Heilstoffe.
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Alf
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

@ Prechta,

ja, die Lobby ist so groß und hat auch die Macht, die Politik unter Druck zu setzen. Wir sprachen ja heute morgen darüber. Die Machtstellung soll um jeden Preis erhalten werden. Wie sagte Cäsar. " gib dem Volk wasser, Brot und Spiele und es ist glücklich"
Wir werden bewußt von diesen Lobbys durch die Medien falsch informiert und für dumm verkauft. Gerade so, wie die es brauchen. Glaube keiner Statistik, denn sie zeigt nur Interessen auf.

Alles redet von Prävention, aber die ehrliche Aufklärung feht wirklich und ich muß euch allen da nur beipflichten - später wird alles nur teurer, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Aber ich denke, daß wir, jeder einzelne von uns - es mit in der Hand haben, die Menschen, denen wir begegnen auch Alternativen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Alle Macht dem Volke und diese Macht sollten wir auch nutzen und nicht stumm sein.

@ Lalune,

wie Recht du doch hast. Diese so beliebte Opferrolle. Was kann ich schon machen, ich kann eh nichts ändern und all dieser negative kram. Diese negative Denken muß aus den Köpfen. Die Menschen wachrütteln, die die Realität nicht sehen wollen. Zumindest mache ich es so.

@ Sio,
viel sind einfach nur zu bequem, wollen nichts für sich tun oder an sich arbeiten. sie geben die verantwortung an den arzt ab und die Medizin hilft ja meistens - schnell. Aber leider nur eine Symptombekämpfung und keine Ursachenbeseitigung. Ich aber gehe immer den Ursachen auf dem Grund nur so kann ich wirklich helfen.
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Liebe Grüße Alf
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Allgemein wird gerne und viel gejammert. Meist haben andere schuld, wenn es einem schlecht geht. Aber, dass die Ursachen an einem selber liegen ist nicht jedem bewußt.
Oder, viele wollen es auch nicht wissen. Ob Verdrängung oder eine Art von medizinischer Versorgung; hauptsache der Schmerz ist erstmal weg.

Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, was ihr von Phytopharmaka aus dem Supermarkt haltet. Da findet, meiner Meinung nach, auch schon eine Reizüberflutung statt, weil es eine ungeheure Sortenvielfalt gibt. Wie sinnvoll ist das?
Mich interessiert es, weil ich mir selber über die Qualität Gedanken mache, und weil es ein Ort ist, den Schüler als Konsument recht häufig ansteuern. Bei Nahrungsergänzungsmitteln weiß ich ziemlich bestimmt, dass einiges einfach nicht sein muss. Aber wie ist das bei Baldrian Dragees & Co?
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Alf
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 8:43    Titel: Antworten mit Zitat

Moin auch,

sinnvoll ist eigentlich alles, womit man verantwortungsbewußt umgeht.
Nahrungsergänzungsmittel, mögen zwar sinnvoll sein, aber, wenn ich mich gesund ernähre, dann benötige ich diese nicht. Sie verfürhren oft zu oberflächlicher Ernährung. Keine Zeit und Lust sich etwas vernünftiges zu kochen, also mal wieder Fastfood und anschleißend noch schnell paar Pillen rein und man hat wieder ein ruhiges Gewissen. Leider ist es nicht so einfach, wie viele denken. und so ist es auch mit Baldrian und Co.
Schnelle Symptombehandlung, damit man weiter funktioniert und schuften kann.So geraten Krankheiten und Ursachen in den Hintergrund. Ein perfekter Verdränungsmechanismus, der leider immer in die Hose geht.
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Liebe Grüße Alf
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2006 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, stimmt verantwortungsvoller Umgang mit den Produkten wäre eine sinnvolle Tatsache.
Ich habe gestern jedenfalls herausgefunden, dass es bei Heiltees verschiedene Qualitäten gibt. Die im Supermarkt erhältlichen sind zwar gesundheitlich unbedenklich, weisen aber nicht die Qualität auf, die Produkte aus der Apotheke haben. Das liegt daran, dass Apotheken die getrocktneten Pflanzen als Medikament kennzeichnen müssen. Diese Produkte unterliegen halt gewissen Standards. Tees aus Bioläden, Reformhäusern etc. liegen von der Qualität her zwischen Apotheke und Supermarkt.

Führung durch den botanischen Garten:
Ich dachte, dass ich mal hier über die Führung berichte.
Die Führung war recht interessant. Es hat mich geärgert, dass ich da nicht schon einmal öfter da gewesen bin. Naja, nächstes Jahr ist auch noch Zeit...
Wir waren also mit einer Heilpraktikerin unterwegs. Sie hat sich in der gestrigen Führung auf Magen- und Darmerkrankungen bezogen.
Wir haben die Pflanzen Koriander, Melisse, Süßholz, Scharfgabe, Engelwurz, Hopfen und Wegwarte kennengelernt.
Ich glaube, dass es nicht sinnvoll ist, wenn ich die Wirkungsweisen in diesem Thread beschreibe. Dafür haben wir ja das Lexikon. Zu gegebener Zeit werde ich dann mal was dazu schreiben.
Die für mich wichtigen Infos waren:
- Nicht jedes Kraut ist für den Menschen gut. Eigentlich ja logisch! Doch ich finde es immer verwirrend, wenn man für ein Leiden gleich mehrere Pflanzen kennenlernt. Es kommt halt, wie bei anderen Naturheilverfahren, auf den Menschen an.
- In der Naturheilung darf es nie zum Stillstand kommen. Wenn eine Therapie mit einer bestimmten Pflanze auf den Mensch nicht wirkt, sollte man eine andere Methoden anwenden.
- Eine bestimmte Teesorte sollte nie länger als 4 Wochen am Stück verwendetet werden. Danach sollte man wechseln.
- Eine Behandlung mit Bitterstoffen ist bei Schwangeren, Rauchern und Biertrinkern schwierig. Bei Schwangeren und Rauchern war mir das klar. Bei Biertrinkern liegt es tatsächlich an die Wirkstoffe des Hopfens im Bier.
- 50 g Lackritze täglich kann zu Bluthochdurck führen. Liegt am Wirkstoff Gllycyrrhizin, der in einer bestimmten Dosis entzüngungshemmend und Schleimhautschützend wirkt.
- Je höher die Blume/Pflanze wächst, desto reichhaltiger ist sie an Wirkstoffen. Lavendel bei 1800 m
- eine bestimmte Enziansorte schützt vor Sonneneinstrahlung

Tja, das waren so meine Erfahrung und einiges neues konnte ich kennenlernen. Vielleicht war ja auch für euch etwas neues dabei.
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