Kastanien

 
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Merin
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BeitragVerfasst am: 08 Okt 2006 21:34    Titel: Kastanien Antworten mit Zitat

was kann man denn mit Rosskastanien machen? Habt ihr Ideen? Kann man die irgendwie essbar machen?
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Sionnach
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ehm, normale Kastanien kann man nicht essen, nur die Maronen!

botanikus.de hat Folgendes geschrieben:
Die unreifen Samen sowie die grüne Schale enthalten Saponine, ferner finden sich in der Rosskastanie verschiedene Glycoside.
Gefährdet sind vor allem Kinder, die von den gesammelten Kastanien essen. Wenn es auch beim ersten Mal nur zu recht harmlosen Reizungen von Magen und Darm kommt, so kann der wiederholte Verzehr von Kastanien innerhalb weniger Tage zu stärkeren Symptomen führen, da dann die Magen- und Darmschleimhäute bereits entzündet sind.
So kommt es zu Erbrechen, Durchfällen und Unruhe. Der Patient wird auch von starkem Durst und durch Sehstörungen geplagt.

http://www.botanikus.de/?load=/Gift/ross.html


Beschreibung Ess-Kastanie

Zubereitung
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Meist esse ich die Dinger auf Mittelaltermärkte. Warm, ohne alles. Meine Tante hat sie auch schon mal in Alkohol eingelegt und zum Essen in eine Soße getan. Weiß jetzt aber nicht genau, wie sie die Kastanien eingelegt hat. Werd sie noch mal fragen.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, mir geht es aber tatsächlich nicht um Maronen/Esskastanien, sondern um Rosskastanien. Essen kann man sie also nicht. Aber was sonst?

Kastanienöl
Man kann wohl die geviertelten Kastanien mit Sonnenblumenöl übergießen und so ein Kastanienöl draus machen, das gegen rheumatische Beschwerden hilft. Das Ganze soll dann in einem dunklen Glas zwei Monate ziehen und hilft gegen Knochen-, Venen-, Muskel- und Belastungsschmerzen.

Ich probiers mal aus!
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 12 Okt 2006 9:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt noch mal gelesen, dass man aus Rosskastanien auch einen Brei macht, den man auf die erhärtete Brust gibt, damit sie abschwellen.
Kastanien rösten, mit Mehl und Essig versetzten und zu einem Brei rühren.
Zusatzlich habe ich das hier noch gefunden:
http://www.heilkraeuter.de/rezept/rosskastanien-tinktur.htm

Ach so, früher glaubte man daran, dass 3 Kastanien in der Tasche gegen allerlei Krankheiten schützen würden Very Happy
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Morgain le Fay
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BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Merin


Ich gebrauche die Rosskastanien für die Dekoration im Herbst.
Ich lege sie in SChalen und fülle ganze Gläser mit ihnen. Sieht echt hübsch aus.

ZU meinen Herbststräussen passen sie perfekt!!!
Kann ich nur empfehlen!!!


Gruss Morgain le Fay
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mal irgendwo gelesen, daß der Brei (mehrere Stunden in Wasser einkochen und dann zermatschen) der Kastanien auch gegen Krampfadern und Cellulitis helfen soll. (Naja, was bei letzterem nicht alles schon helfen sollte Rolling Eyes )

Ich weiß aber nicht mehr woher ich das hab.

Interessant sind auch Informationen von folgender Seite:
http://www.venoplant.de/rosskastanie/rosskastanie_1_3.php?id=22

Zitat:

Der Baum

Die Rosskastanie wird wegen der schönen Blüten in Europa vielerorts als Zier-, Park- und Straßenbaum angepflanzt; auch aus Gartenwirtschaften ist sie nicht mehr wegzudenken. In der Forstwirtschaft spielt sie wegen ihres kurzen und oft gedreht wachsenden Stammes keine Rolle. Das Holz ist zwar leicht zu bearbeiten aber wenig dauerhaft.

Die Kastanien

Die Kastaniensamen dienten früher, z.B. während der letzten Weltkriege, vielfach als Rohstofflieferant. Kastanien wurden als Kaffee-Ersatz verwendet, man röstete sie genauso wie Eicheln. Die Samen selbst wurden als Viehfutter genutzt. Das Mehl der Samen diente u.a. zur Reinigung von Wäsche, als Schaummittel für Feuerlöschapparate und war ein Bestandteil des "Schneeberger Schnupftabaks".

Das Rosskastanienöl wurde zur Seifenfabrikation, als Speiseöl sowie als Schmierstoff für Maschinen verwendet.


Für den Menschen sind Rosskastanien wegen ihrer Bitterstoffe nicht genießbar. Heute dienen die Früchte insbesondere Wildschweinen und Rotwild als Nahrung. Darüber hinaus werden Samenextrakte in Kosmetika verarbeitet. Der Inhaltsstoff Aescin absorbiert UV-Licht; er wird daher für Sonnenschutzmittel verwendet.

Rosskastanien eignen sich wegen ihrer Bitterstoffe nicht zur Teezubereitung. Die Wirkstoffe müssen in speziellen, aufwendigen Verfahren extrahiert werden.


Ich bin mir nicht sicher, ob ich das ausprobieren würde. Also, keine Gewähr, daß es klappt.

Interessant ist auch, wenn man die weiteren Links über Roßkastanie in der Medizin und Inhaltsstoffe der Roßkastanie anklickt. (Ich kopier das jetzt mal nicht alles). Da werden die Inhaltsstoffe des Kastaniensamens chemiegenau aufgeschlüsselt und erklärt, warum sie so gut bei Venenleiden sei. Ich denke aber, das geht auf jeden Fall zu weit in die Arzneimittelschiene, um es einfach mal so selbst innerlich auszuprobieren...

lg
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Merin
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BeitragVerfasst am: 20 Okt 2006 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, auch Fischer-Rizzi schreibt, dass man Kastanien wie Eicheln entbittern und essbar machen kann. Die native americans haben wohl sogar Mehl aus Kastanien verbacken...

Für die Anwendung von kastanien: Innerlich ist es wegend er Saponine schwierig. Zu viel führt zu Beschwerden. Aber man kann Tinktur und Öl machen und dass dann für alles Mögliche nehmen. Es schmeckt wohl auch so grässlich, dass man ohnehin nicht auf die Idee kommt zu viel zu nehmen...

Öl steht grad nebenan in meienr Küche. ich rühre jeden Tag und es schäumt wie verrückt...
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2006 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Du schon damit arbeitest, fänd ich es interessant, wie so die Wirkungen der Roßkastanie als Putz- oder Waschmittel sind...

Kosmetik? Vielleicht auch.... als sanfteres Haarwaschmittel oder Waschgel?
Vielleicht als europäische Waschnuss?


Hm. Kannst Du sowas z.T. an Deinem Öl testen. Ich les mich dann gern auch noch mal in der (Internet)-Literatur ein... (Vielleicht ist der Gedanke ja auch absolut abwegig...)


lg
Jol
(die keinerlei kommerzielle Interessen an Roßkastanien hat )
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Merin
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BeitragVerfasst am: 22 Okt 2006 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte fest vor Kastanien zu zermahlen und damit zu waschen. Aber als ich mich so durchs Netz las fand ich Anwendungen für Vollbäder, wo ein halber Eimer Kastanien auf ein Bad kam, vorher ausgekocht usw. Da wurde mir klar, dass der Saponingehalt vermutlich so gering ist, dass man Unmengen nehmen müsste, um Wäsche zu waschen. Mein Freund hielt mich von Experimenten ab. Eigentlich hatten wir auch gar keine Zeit dazu und so habe ich nur das Öl gemacht... und damit kann man sicher nicht waschen. Wink
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2006 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ok. Man muß ja auch nicht immer alles zu irgendetwas verwerten... Smile

Was für mich jedes Jahr immer noch von Bedeutung ist, ist das Kastanien in die Tasche stecken und als Handschmeichler benutzen.

Hat aber wohl eher eine spirituell-psychische Wirkung. Kastanien läuten für mich den Herbst ein und sind irgendwie sehr nett in der Hand zu haben.

lg
Jol
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Alf
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BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 8:06    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Mutter hat Arthrose in den Händen und sie hat abends immer je 2 Kastanien in den Händen und rollt diese, ähnlich der Chi gong Kugeln. Des weiteren schält sie die Kastanien, schneidet sie klein und zequetscht sie mit der Knoblauchpresse. Mit dem Saft und dem Gepresten reibt sie ihre Finger und die Hand ein und in ein Leinentuch gewickelt über nacht auf der Hand. Soll gut helfen.
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Liebe Grüße Alf
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kleine feder
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BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 9:12    Titel: Antworten mit Zitat

In alten Park-, und Schloßgartenanlagen wurden oft mehrere Baumsamen, zb. Kastanien oder Bucheckern nahe zusammen vergraben. So entstanden mehrstämmige Bäume, die heute sehr groß und beeindruckend sind.

In einer Zeit, da meine Füße bis fast zu den Waden ständig dick geschwollen waren und der Arzt nichts finden konnte, fand ich eine solche mächtige Kastanienbaumgruppe. In der Mitte war gerade noch Raum für jemanden sehr Zierlichen wie mich.

Lange verweilte ich inmitten der im Winde sanft raunenden Bäume, die Zeit blieb stehen.
Am nächsten Morgen waren meine Füße gesund. Die Wassereinlagerung ist bis heute mir fern geblieben.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Im Zusammenhang nach der Frage wie ich Wolle wasche bin ich nun doch darauf gestoßen, dass hier die Kastanie als Waschmittel einsetzbar ist. Man muss sie allerdings vorher aufkochen. Das geht sicher auch für andere Wäsche so. Lest mal hier: [url]https://www.kräuterkommune.de/viewtopic.php?t=361[/url]
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