Signaturenlehre

 
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Merin
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BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 17:03    Titel: Signaturenlehre Antworten mit Zitat

Ich höre immer mal wieder den Begriff der Signaturenlehre. Das ist, soweit ich es verstanden habe, eine Herangehensweise, die die Wirkung der Pflanzen aus ihrer Form heraus erklärt.

Weiß jemand von euch mehr dazu? Vielleicht auch Literaturtips?
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Alf
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BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne es nur aus der shamanichen Lehre, daß auch die Pflanzen ihre Charaktereigenschaften, sprich Wachstumbedingungen, Wachstum, Blüten, Früchte und Vermehrung für uns von Bedeutung sind.
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Liebe Grüße Alf
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 28 Okt 2006 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Als Vater der Signaturenlehre (ars signatum) gilt Paracelsus. Pflanzenteile, die Ähnlichkeiten auf menschliche Organe haben, sollen heilsam auf diese wirken; z. B. herzförmige Blätterformen helfen bei Herzleiden, gelbe Blüten bei Gelbsucht, usw.

Wenn man also ein bisschen über Paracelsus recherchiert, drüfte man fündig werden. Very Happy
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dawnmedos
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BeitragVerfasst am: 11 Nov 2006 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

hier kommt wieder das analoge denken zum einsatz.
nehmen wir als beispiel das johanniskraut:
wegen seiner leuchtenden gelben blüten, brachten es die menschen mit der sonne in verbindung und sprachen dem kraut schützende und segnende eigenschaften zu. das kraut sollte dämonen, geister und teufel vertreiben, weil diese das licht der sonne scheuen und das kraut ja mit der sonne verbunden ist. heute wird es ja meist als stimmungsaufheller gebraucht, was ja durchaus auch eine sonnige wirkung ist.

oder nehmen wir als beispiel den löwenzahn.
durch seine gelben leuchtenden blüten ist er ebenfalls mit der sonne verbunden, er ist sehr zäh und kommt fast überall vor. wegen diesen eigenschaften glaubte man, er würde lebensfreude schenken und reichtum bringen (wegen dem häufigen vorkommen).

es ist halt ein denken in entsprechungen: gleiches soll gleiches anziehen.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 12 Nov 2006 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Super danke! Kannst du es vielleicht noch anhand von Pflanzenbeispielen genauer erklären?
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BeitragVerfasst am: 18 Jun 2007 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe hier noch einen spannenden Link dazu bekommen. Von einer anderen Kräuterfrau empfohlen Wink : http://www.natura-naturans.de/artikel/signatur.htm
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BeitragVerfasst am: 19 Jun 2007 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Und nachdem sie es mir erlaubt hat hier noch ihr Text dazu:

Zitat:
In unserer heutigen Zeit betrachten die meisten Menschen Pflanzen als Ding. Etwas was zum Nutzen gezüchtet wird oder aber als lästiges Unkraut welches man zur Not mit Gift vertreibt.

Zu wenige Menschen sehen die Pflanzenwelt mit anderen Augen. Unsere Vorfahren die Germanen und Kelten pflegten einen ganz anderen Umgang mit der Pflanzenwelt. Generell gehen die heutigen Naturvölker mit ihrer Umwelt anders um als wir zivilisierte Menschen.

Die Pflanze, der Stein, der Fels, der Berg, der Fluss, das Land, wurde/wird alles als beseelte Wesen gesehen, man verstand/versteht es mit ihnen zu kommunizieren. Die schamanisch arbeitenden Weisen, der Kelten -> die Druiden, der Germanen -> Lachsner und Lachsnerin, wussten um die Mysterien der Natur und mit diesen umzugehen. Um Pflanzen zu ernten, waren die entsprechenden Vorbereitungen (man reinigte sich, stimmte sich mental auf die Natur ein usw.) notwendig. Man achtete auf die genaue Zeit (astronomisch und astrologisch) sowie die entsprechende Kleidung, Opfergaben, die richtigen Werkzeuge ect. sprich ernten war ein Ritual.

Geerntet wurde nicht mit eisernen Werkzeugen, sondern mit beispielsweise bearbeiteten Hirschgeweihen, die zum graben dienten. Oder auch der berühmten Goldsichel des Druiden, den meisten bekannt durch Miraculix . Man ging davon aus das die Andersweltlichen/Naturgeister (Feen, Elfen, Gnome ect.) Eisen nicht mögen, diese wollte man verständlicherweise nicht verärgern.

Pflanzen haben nicht nur eine Heilwirkung, die man wissenschaftlich nachweisen kann durch analysieren der Wirkstoffe, sondern eben auch weitere mystische Wirkungen. Beispielsweise magische Wirkungen oder auch die Signaturenlehre beruht auf beseelten Pflanzen. Sieht man sich den Umgang unserer Vorfahren, oder eben noch existierender und praktizierender Naturvölker, mit der Natur an, so wird einem das deutlich.

Die Signaturen der Pflanzen. Lernt man einen Menschen kennen, kann man oft anhand von Gesichtszügen, dem Aussehen, Gesten usw. auf den Charakter des Menschen schließen. Auf diesen Gegebenheiten beruht auch die Signaturenlehre. Zum einen achtet man auf die äußeren Merkmale der Pflanze, ganz einfaches Beispiel die Brennnessel als „behaarte“ Pflanze eignet sich bei Problemen mit dem Haarwuchs. Aber auch das Wesen der Pflanze spielt eine Rolle. Man beurteilt einen Menschen ja auch nicht nur nach seinem äußeren Erscheinungsbild.

Von der Wissenschaft wird die Signaturenlehre als Blödsinn abgetan. Giambattistadella Porta (* 1535 in - † 1615 in ) und Oswald Crollius (*1560-†1609) haben versucht die Pflanzensignaturen in eine Wissenschaftsschublade zu stecken. Beispielsweise glaubten sie die spitzen Samen des Bockshornklees würden gegen Skorpionstiche heilsam wirken, da sie dem Stachel des Skorpions ähnelten. Sie begingen den Fehler die Pflanze nur oberflächlich/äußerlich zu betrachten, das Wesen der Pflanze ließen sie außer Acht.

Der Weise Paracelsus betrachtete die Pflanzenwelt anders. Einer seiner Aussagen: „Wenn ihr Ärzte, Apotheker und Doktoren die Form, die Farbe und den Geschmack aller Kräuter magisch und kabbalistisch erfahren hättet, dann wäret ihr auf der richtigen Bahn“

Das Wissen und der Umgang mit unserer Natur sollte nicht nur auf Nutzen aufgebaut sein, sondern auf respektieren und verstehen. Ich bin überzeugt davon das dass Land, der Bach, der Baum, die Blume, der Stein spricht. Wir müssen nur lernen zu zuhören, zu sehen und zu spüren.


Quelle: Widogard in http://www.hexengemeinde.de/viewtopic.php?t=16485

Widogards links (sind im Original im Text):
- der o.g. zur Signaturenlehre
- und zu Paracelsus: http://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus
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