Löwenzahnhonig und andere Kräuterhonige

 
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Merin
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BeitragVerfasst am: 03 Apr 2007 11:29    Titel: Löwenzahnhonig und andere Kräuterhonige Antworten mit Zitat

Es gibt ja diverse Löwenzahnhonigrezepte. Wir haben ganz viel rumgefragt und uns dann das ultimative Spechtrose-Rezept zusammengebastelt. Das Ergebnis schmeckt sehr lecker, etwas karamellig. Er hat eine Konsistenz wie Waldhonig. Hier ist es:

Spechtrose Löwenzahnhonig

4,5 kg Rohrohrzucker
4 Bio-Orangen
4 Bio-Zitronen
3l Wasser
600-1000 g Löwenzahnblüten

1. Von den Blüten die grünen Körbchen abzupfen. (Ob man das machen muss oder nicht konnte ich leider nicht herausfinden. Angeblich ist der Honig bitterer wenn man die Kelche dranlässt. Unserer war null bitter, aber das auspulen war schon ne große Arbeit....)
2. Blüten und Zitrusfrüchte mehrere Stunden in Wasser einweichen.
3. Blütenwasser aufkochen, 15 Minuten kochen lassen, dann abseihen. Ordentlich ausdrücken und hoffentlich Finger dabei nicht verbrennen.
4. Den Zucker dazugeben und rühren. Kochen lassen, bis es die richtige Konsistenz hat (bei uns hat das. ca. 2,5 Stunden gedauert). Heiß in Gläser füllen.

Vielleicht hat ja mal jemand systematisch probiert, was passiert, wenn man die erste Kochzeit verlängert, länger oder kürzer einweicht oder eben das Grüne dranlässt? Die Rezepte variieren da ja enorm. Wir haben das hier auch unseren zeitlichen Möglichkeiten angepasst...

Wer weiß andere Rezepte?
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Hem-Netjeru
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BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab Heute zum ersten mal Löwenzahnhonog gemacht, verdammt Lecker! Ich hab den nach dem Rezept von Maria Treben gemacht, hab aber die Grünen Körbchen nicht abgezupft, ist kein bißchen Bitter sondern genau Richtig, nicht ganz so süß wie honig sondern ein ganz klein Wenig Aromatischer, Verdammt lecker! Reiter Ich glaub ich muß davon noch was machen
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Merin
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BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Mhm, das klingt sehr gut. Ja, unser Honig schmeckt auch anders als Bienenhonige...
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Hem-Netjeru
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein kleiner Tipp falls sich der Honig im Nachhinein doch als zu Fest herausstellt.

Stellt die Gläser mit den Honig in ein Wasserbad und erhitzt sie darin. Wenn der Honig Flüssig ist rührt etwas (nicht zu viel!) Wasser unter und lasst ihn wieder abkühlen, dann kann man ihn auch Streichen *grins*. Ich habe zum wasser noch einen kleinen Spitzer Zitronensaft dazugegeben Wink
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2007 2:56    Titel: Antworten mit Zitat

So, ich hab nochmal welchen Gemacht weil die erste Fuhre gleich weg war *schnief*

Ich hab jetzt das Rezept das ich Verwendet habe etwas Umgestellt weil es mir doch eine Spur zu Süß war. Davor war es so:

4 Gehäufte Hände voll Löwenzahnblüten in 1 Liter Wasser Kurz Aufkochen, also einmal Auwallen lassen und zur Seite stellen. Über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag durch ein Geschiertuch Pressen udn gut Auspressen. Den Sud wieder in einen Topf, ein Kilo Zucker (Ich habe ein halbes Kilo normalesn Zucker und ein Halbes Kilo Braunen Zucker genommen) und den Saft einer halben Zitrone dazu. Auf kleinster Stufe langsam Einkochen lassen. Man sollte den Honig nur auf der allerkleinsten Stufe einkochen weil beim Direkten kochen ein Großteil der Vitamine Verloren geht. Zwischendurch auch mal Abkühlen lassen und die Konsistenz Prüfen, sollte im Kalten Zustand eben wie Honig sein. Wenn es auf fast die Hälfte Eingekocht ist sollte er eigentlich Fertig sein (ist er zumindest bei mir immer aber das heißt ja nichts *g*), aber trotzdem erst mal Prüfen wie die Konsistenz ist. Wenn er Fertig ist nochmal kurz erwärmen so das er sich wieder verflüssigt und dann in Gläser Fühlen.

Wem das auch etwas zu Süß ist der kann 3-4 (auf keinen Fall mehr) Löwenzahnstengel mit den Blüten Mitkochen, durch die Bitterstoffe fällt das Endergebnis nicht ganz so Süß aus, ist aber in keinster Weise Bitter.

Ach ja, nach dem Kochen der Blüten, je Länger man das Ziehen lässt umso dunkler wird der Honig. Ich habe die erste Portion Abends Aufgekocht (also die Blüten) und das dann bis zum Nächsten Abend (ok, fast Mitternacht) stehenlassen weil ich nicht früher Heimkam, der Honig hatte dann di Farbe von Richtig dunklen Waldhonig und war im Geschmack etwas Kräftiger
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Mahareth
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BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
ja, ich weiß, das Thema ist schon was älter, aber da ja grade wieder Löwenzahnzeit ist Wink. Ich wollte mal wissen, ob jemand bereits Erfahrungen mit anderen Blütenhonigen gemacht und ob sich das quasi 1:1 auf ein Löwenzahnhonigrezept übertragen lässt.


Liebe Grüße, Mahareth
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Zaunrübe
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BeitragVerfasst am: 11 Jan 2011 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zwar schon ein älteres Thema, aber da ich nun scho ein paar mal Löwenzahnhonig gemacht habe und total begeistert bin ist da natürlich hier interessant für mich.

Also ich lasse die Blütenkörchen immer dran, alles andere ist mir einfach zu futzelig und langwierig. Schmeckt trotzdem lecker.

Mit anderen Blüten habe ich sowas noch nicht gemacht, würde mich aber durchaus interessieren.
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Morgan
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BeitragVerfasst am: 31 Mai 2012 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mache den Honig wie Hem-netjeru, er hat bei uns aber nicht viele Fans.
Vom Geschmack her erinnert er mich sehr an eine bestimmte Süßigkeit, die ich als Kind liebte, die "Schleckmuscheln", kleine Plastik-Muschelschalen, die mit einem Klecks Bonbonmasse gefüllt waren.
Am Liebsten mag ich den Löwenzahnhonig in Haferfockenbrei.
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