ethisch korrekt Leben
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Merin
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2007 12:44    Titel: ethisch korrekt Leben Antworten mit Zitat

Angeregt von Leo Hickmans Buch "Fast Nackt. Mein abenteuerlicher Versuch ethisch korrekt zu leben" möchte ich hier einen Austausch dazu anregen, wie wir diesen Versuch wagen. Das Buch finde ich dabei sehr anregend und vielleicht können wir uns auch gegenseitig Mut machen und anregen. Mir ist ja das ethische und ökologische Leben extrem wichtig und ich ringe immer wieder damit, einerseits lustvoll zu leben und nicht dogmatisch zu sein, andererseits aber auch zu bedenken, was meine Handlungen (oder mein Nicht-Handeln) für Folgen hat.

Was ich beim Lesen des Buches am erstaunlichsten fand war, wie viel für mich schon selbstverständlich ist. Klar ist es anstregend das eigene Leben umzustellen, aber nach den Anfangswehen weiß man ja, wo es was gibt und der Einkauf im Bioladen wird genauso Routine wie vorher der Einkauf beim Discounter. Ich finde also, dass ethisch leben nicht dauerhaft anstrengend sein muss. Aber schaun wir mal genauer hin:

Ernährung und Lebensmittel
- Vorrratshaltung: wenige Vorräte haben und diese immer aufbrauchen. Wenig wegwerfen. (Das ist etwas, was ich noch nicht so gut kann. Oft finde ich hinten im Schrank uralte Sachen, die jetzt mottenbewohnt sind... Schafft ihr das? Was hilft für eine gute Vorratshaltung?)
- Lebensmittel bio und regional kaufen, Saisonware kaufen (Das fällt mir nicht so schwer. Ich finde es spannend neue Obst- und Gemsüesorten für mich zu entdecken und im Bioladen gibt es Gemüse auch eher saisonal. Hier kommt mir wohl auch meine DDR-Sozialisation zu Gute, da weiß ich gut, was wann Saison hat, denn was anderes gab es nicht...) Empfohlen wird eine Gemüsekiste im Abo. Hat eine von euch eine? Ich nicht, wir sind in einer Einkaufsgemeinschaft mit Laden, was ich auch super fidne.
- keine Produkte von großen Ketten kaufen, sondern von regionalen Firmen (das ist gar nicht einfach, weil es nicht immer drauf steht, wem die Firma gehört...)
- wenig Fleisch kaufen oder dieses ganz vermeiden (ich wusste echt nicht, dass 21.000 Liter Wasser verbraucht werden um ein kg Rindfleisch zu erzeugen, während Weizen nur mit 210 Litern zu Buche schlägt). Alle tierischen Produkte bio kaufen und/oder regional. (Das erlebe ich auch so, wie sie dort sagen: Wenn man wenig Fleisch isst, ist bio gar nicht so viel teurer als konventionell...)
- Dosenessen vermeiden, lieber Tiefkühlkost kaufen, da auch die Dosen oft Chemikalien ausdünsten...

Einkaufen und Müll reduzieren
- eigene Beutel mitnehmen (das ist für mich völlig selbstverständlich und ich habe immer für alle Fälle einen Beutel im Rucksack dabei.)
- Umverpackungen meiden bzw. Produkte ohne kaufen
- evtl. vorhandene Tüten recyclen z.B. als Mülltüten verwenden statt welche zu kaufen (ich habe ein mal Mülltüten gekauft, weil ich darin meine Keramiken frisch halte, was in den dünnen Tüten super geht. Allerdings zehre ich seit 2 Jahren vond er Rolle Mülltüten...)
- Recyclingprodukte kaufen (hier ist ein gutes Zeichen der blaue Engel)
- Komposter anlegen und organische Abfälle kompostieren (ich hatte wirklich überlegt mir so ein Ding auf den Balkon zu stellen. Aber dann würde ich nicht mehr drauf passen... also kompostieren wir nur am Wochenende im Garten und sammeln in der Woche Biomüll)
- Müll trennen (Mach ich ganz konsequent, kenne aber niemanden, der das auch so macht. Uli macht zum Glück mit, seit wir zusammen wohnen.)
- Sachen second hand kaufen bzw. weiter verschenken oder in 2nd hand Läden abgeben
- Akkus statt Batterien verwenden

Kinder
- Stoffwindeln verwenden (wird grad geplant bei uns, man gibt das viele Windelsysteme!...) oder windelfrei leben (das wollen wir versuchen!)
- Wasser und Waschlappen oder Watte und Wasser statt Reinigungstücher für Babypopos, auch wegen der Chemikalien (na klar! ein feuchter Lappen lässt sich auch unterwegs in einer Plastetüte mitnehmen)
- Kosmetik fürs Kind einschränken und nur Bioprodukte nehmen
- Kleidung gebraucht kaufen bzw. weiterverschenken
- Plastikspielzeug meiden wegen Weichmachern
- bei Möbeln und Renovierung auf Schadstoffe achten!
- wenn Wegwerfwidneln dann öko! Weil, das wusste ich echt nicht, die konventionellen enthalten Gels, die die Feuchtigekit binden und oft toxische Stoffe enthalten... Shocked

Allgemein wird geschrieben, Kinder seien eine große Umweltsauerei angesichts der Überbevölkerung. Von dem Geld, dass man hier für ein Kind aufwendet könnte man in vielen Ländern der Welt viel mehr Kinder gut versorgen. Uli und ich dachten aber, wir bekommen lieber 10 Kinder und "veröken" die und die bekommen dann wieder je 10 Kinder und dann starten wir die Weltrevolution. Laughing Mhm. was meint ihr?

Kosmetik & co
- Kosmetikschrank reduzieren (lustig bei mir ist da echt fast nix mehr drin: Körperöl, Kokosöl für die Haare, handgesiedete Seife, Ökoshampoo und selbstgemachtes Brennnesselhaarwasser...)
- Waschbare Monatsbinden verwenden (die hab ich wirklich schon, aber die wären vielleicht einen extra Thread wert...)
- was ich nicht wusste: 90% von Körperlotionen und 80% von Zahnpastainhaltsstoffen werden vom Körper resorbiert. Also auch hier drauf achten, was drin ist!

Garten
- torffreie Erde verwenden
- Holz mit fsc-Siegel und/oder einheimisch (wir haben jetzt sogar deustche Buchenholzkohle gefunden und sind damit extrem zufrieden. Sie ist nicht nur tropenholzfrei sondern brennt auch viel besser als die Billigkohle...)
- Biogarten ohne Chemikalien (jap, wir haben grad Monsterzucchini geerntet..)

Reisen
- warum in die Ferne schweifen ... lieber das Umland entdecken
- Anreise per Bahn oder Bus
- Flugreisen meiden
- Geld am Ort lokal ausgeben (also keine großen Hotelketten, lieber Pensionen, lokale Restaurants etc.)
- in Hotels Handtücher & Co mehrfach nutzen
- wandern, radeln, ÖPNV statt Mietwagen
- alternative Reiseveranstalter nutzen
- campen
- bio kaufen wenn es geht (wir haben sogar in Ungarn und Tschechien Bioläden gefunden)
- zum Ausgleich Bäume pflanzen (weiß jemand diese Seite, wo man das machen kann? Man kann da irgendwie seine Emissionen ausrechnen und dann Geld spenden, von dem die dann den Baum pflanzen)

Tja, also da kann mein Urlaub ganz gut mithalten. Ich flog 2002 das letzte Mal (nach Ghana, dorthin mit dem Schiff zu fahren dauert leider so lange, wie ich Urlaub habe...) und sonst gehe ich wandern...

Na dann les ich mal weiter!
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Zuletzt bearbeitet von Merin am 29 Aug 2007 17:29, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2007 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Reinigungsmittel
Ich denke mal, dass fast jede, die sich ein bissel damit beschäftigt hat, inzwischen weiß, dass eine bakterienfreie Wohnung nicht wirklich wünschenswert ist. Zwar gaukelt die Werbung das immer wieder vor, es ist aber weder nötig noch sinnvoll, weil unser Immunsystem den Kontakt mit Bakterien braucht um sich zu trainieren. Gerade im Zusammenhang mit Kleinkindern wird diskutiert, dass für das Immunsystem ein Bauernhof ein besseres Umfeld ist als eine sterile Stadtwohnung. Insofern müssen bakterizide Reinigungsmittel nicht sein und ich habe sowas auch nicht im Schrank. Ebenso ist es unnötig zig verschiedene Reiniger zu besitzen, man kommt mit wenigen aus. Hickmans Berater warnen vor Reinigungsmitteln mit dem Bakterizid Triclosan, dieses sei gefährlicher als die Bakterien, und da es deklariert werden muss könnt ihr ja mal schaun, ob da was aussortiert werden sollte... Unnötig sind auch synthetische Duftstoffe, die meist auch hartnäckige Chemikalien sind, besser sind Mittel, die mit natürlichen ätehrischen Ölen arbeiten. Auch hier also: bio kaufen. Oder, was mir auch gut gefällt: selber mischen! Dazu mache ich mal einen eigenen Thread auf, weil das so spannend ist!
Hier isser: https://www.xn--kruterkommune-cfb.de/viewtopic.php?p=5743#5743

In jedem Fall klappt reinigen ohne Schrubben nicht, man muss immer ein bissel Körperkraft einsetzen und es ist allemal ökologischer sich etwas mehr sportlich im Haushalt zu betätigen statt Chemikalien die Arbeit tun zu lassen... tja, ich habs befürchtet...
Gewarnt wird auch vor Bleichmitteln, besonders die mit Chlor.
Und: es wird zu einem Teppichkehrer geraten statt eines Staubsaugers. Kennt jemand dieses Gerät? ich hab davon noch nie was gehört.
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2007 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Elektronische Geräte
Ich denke mal, es ist selbstverständlich, da auf die Energieeffizienz zu achten und nachts die Stecker rauszuziehen. Wir haben fast überall diese Steckerleisten mit Schalter und knipsen alles aus, wenn wir es nicht brauchen. Stand by ist Stromverschwendung. Diskutiert wird im Buch auch das Leben ohne Kühlschrank, der ja am meisten Energie frisst. Ich kann es mir nicht vorstellen, auch wenn man wohl irgendwie mit einem Tontopf und Wasser kühlen kann. Freunde von mir lebten mehrere Jahre ohne Kühli, sie hängten ihr Essen wenn es draußen kühl war in Tüten von außen ans Fenster... lustigerweise war deren Grund für ihre Abstinenz aber, wenn ich es recht verstanden habe, nicht Energieersparnis sondern Bequemlichkeit und Geldmangel: sie fanden es nicht so wichtig sich nach einem preiswerten und guten Kühlschrank umzuschauen.

Interessant finde ich die Hinweise, dass PC-Monitore und TV-Bildröhren irrsinns viel Schadstoffe enthalten. Es gibt wohl einen Grenzwert für Bildschirmabstrahlung, der TCO '99 heißt und auf den man achten sollte. Der ist vom Dachverband schwedischer Gewerkschaften. Außerdem müssen nach diesem Standard die Recyclingvoraussetzungen geklärt sein. Der schlaue Admin kennt diesen Standard sogar und meint, es gebe fast jedes Jahr ein Update, so dass wir jetzt bei TCO '06 seien oder so...
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2007 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Will gar keiner sich dazu äußern? Ich dachte ja, Anknüpfungspunkte gebe es genug...

Gerade habe ich das Kapitel zu ethischen Geldanlagen gelesen. Ich habe mich noch nicht entschließen können zur Genossenschaftsbank zu wechseln, abner immerhin ist meine Rentenversicherung bei der OecoCapital. Hat jemand von euch schon Geld bei einer alternativen Bank?

Und dann schreibt er noch über Medikamente und was für Firmen man über deren Kauf unterstützt. Nun, dass ich da Alternativen versuche ist ja in diesem Forum schon gut dokumentiert. Razz

Weiß jemand eigentlich was darüber, welche Firmen was machen und wer zu wem gehört? Da bin ich echt nicht fit drin...
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lalune
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2007 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Oh ich wollte deine Auflistung zunächst mal nicht unterbrechen, wusst ja nicht wie viel noch kommt. Habe das Buch ja auch gelesen und finde es toll, die Tips hier mal so schön übersichtlich vorliegen zu haben Very Happy

Ergänzungen kann ich grad nicht bieten leider.

Ich versuche auch umzusetzen, was mir möglich ist. Für weite Urlaubsreisen fehlt mir ohnehin das Geld und wenn ichs hätte, würde ich sicherlich auch eher irgendwo nett wandern gehen, ohne vorher mit nem Flieger die Luft zu verpesten. Wobei ich nicht natürlich ausschließen kann, nochmal weite Reisen zu machen, die einen Flug erfordern, aber man kann ja wie die Hickmans einen Mittelweg wählen.

Müll trennen ist gar keine Frage. Wir haben am Haus Hausmülltonne (mittlerweile die Kleinste von Dreien), gelbe Tonne (auch klein) und Bio-Tonne (größte, auch wegen Garten natürlich). Alle werden 14-tägig geleert (Bio-Müll im Sommer wöchentlich, sonst lebts ganz schnell), damit kommen wir sehr gut klar mit 2 Haushalten (2-3 Personen)... Im Nachbarort gibts sogar eine Papiertonne für zu Hause, aber das finde ich nicht so notwendig, mein Papier geht in den großen Altpapiercontainer und daneben gibts ja auch gleich den Altglascontainer, zu dem man sowieso hin muss (gibt ja nicht alles in Pfandgläsern)...

Elektrische Geräte sind bei mir sicherlich wenig ökologisch, aber bei einem Neukauf würde ich da mit drauf achten. Steckdosenleisten werden bei mir auch ausgeknipst.

Aufs Auto kann ich momentan leider nicht verzichten und außerdem würde sich mein Arbeitsweg mit ÖPNV mindestens verdreifachen (Zeit und Strecke). Aber andere Strecken mache ich gerne mit dem Fahrrad bzw. die nach Stuttgart mit dem Zug sofern ich mich zeitlich so daran binden kann (man nimmt ja Angebote und nicht den normalen Preis Shocked und da ist man immer so doof an einen bestimmten Zug gebunden).

Bzgl. Lebensmittel wegschmeißen ist mir übrigens aufgefallen, dass ich ja durchs Bio-Shopping viel gezielter einkaufe und auch weniger, so dass automatisch ganz selten mal was anschimmelt. Meist ist es dann die Marmelade, die bei uns nur am WE gebraucht wird, aber nur in großen Gläsern erhältlich ist und maximal 3 Wochen hält im Kühlschrank Confused Hab jetzt den Versuch gestartet, die Hälfte vom Glas einzufrieren, keine Ahnung, ob das klappt...

EDIT: Ganz vergessen: Auf lange Sicht gesehen, wäre es natürlich wünschenswert, wenn man mal ein paar Solarzellen aufs Dach montieren könnte, aber das ist eben eine längerfristige Planung, dessen Umsetzung wohl noch ein wenig warten muss.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2007 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Na, dann gibt es ja doch Interesse. Very Happy Ich bin jetzt mit dem Buch auch durch. Was kam noch an Themen:

Energiesparen
- Leo erkennt, dass Energiesparlampen nicht dimmbar sind, nun das hätte ich ihm auch sagen können Laughing Ich bin ja auch eine von denen, die immer hinter allen das Licht ausschaltet und wenn ich wo zu Besuch bin, wo derjenige das nicht macht ertapp ich mich manchmal dabei, dass ich hinter diesen Leuten ausknipse... ich halt mich dann eher zurück, bitte aber hier bei mir explizit darum, wenn jemand es nicht macht.
- Stromanbieter wechseln bzw. selbst Strom produzieren. Das ist lustig: Wir sind bei einem Ökostromanbieter (mein Favorit ist EWS) und haben auf dem Campingplatz eine Solarstromanlage, die den Wohnwagen versorgt. Immer, wenn Uli dort das Licht anlässt ermahne ich ihn und er sagt "Ist doch Sonnenstrom!" Da kann ich dann immer nichts entgegnen, weil wenn unsere Batterie voll ist niemand davon profitiert, wenn wir weiter Strom sparen, der tagsüber immer "nachgefüllt" wird...
- gute Wärmedämmung, Doppelfenster, effektive Heizung. Da frag ich mich schon, was man da als Mieterin machen könnte. Die Vermieter haben ja ncihst davon, wenn unsere Heizkosten niedriger sind, leider...
- Lieber weniger heizen und mehr anziehn. Ich geb es zu: ich hab in der Zeit, w ich allein wohnte immer nur 17 bis 18 Grad gehabt und zwei Pullis angezogen. Das war aber eher Geiz als Energiedenken. Nun wo wir zu zweit wohnen sind schon meist 20 Grad und Uli meint, wir könnten uns das ja auch gönnen. Letztlich hat er in seinem Zimmer immer ein bis zwei Grad mehr als ich in meinem...
- Warmwasseraufbereitung per Sonnenenergie
- Kochen mit Deckel und bei geringer Temperatur, wenn möglich
- Geschirr per Hand abwaschen und zwar gesammelt im Spülbecken

Was ich ja ganz toll finde: ich hab nen Anteil an einer Bürgersolaranlage. Jaja! Weil ich mir doch keine Kollektoren an den Balkon schrauben kann...

sich um die NAahbarschaft kümmern
- regional einkaufen und nicht bei Ketten
- regionale Cafés, Bibliotheken usw. nutzen
- Ehrenämter machen

Ich fidne, man kann auch noch den Hof begrünen und/oder die Baumscheibe vor dem Haus. Ist hier im Prenzlauer Berg gar nicht so selten, dass da so kleine Gärtchen sind.
Ehrenämter hab ich zur Zeit keine, der Verein, in dem ich im Vorstand war wird grad zu Grabe getragen... Dafür hab ich aber auf dem Campingplatz mit Uli zusammen eine Kräuterwanderung angeboten.

Feste feiern
Leo findet Weihnachten ein Problem: Der Baum ist unethisch, die Beleuchtung verschwenderisch und ein vegetarisches Weihanchtsessen geht ja nun wirklich nicht.
Ich finde, man könnte den Baum regional kaufen, wenn man einen will. Hier in Berlin gibt es da von den Förstern immer mal Angebote und das ist besser als ne Nordmanntanne, die um die halbe Welt gereist ist. Beleuchtung ist für mich wichtig, aber sie ist nur extrem selten an. Vego-Essen ist normal für mich, auch an Weihnachten. Und Geschenke: ich finde es schön, etwas zu schenken, aber es sollte sinnvoll und nicht zu groß sein. Ich habe Geschenke in der weiteren Verwandtschaft abgeschafft, sie passten eh nie und so hab ich darum gebeten, das Schenken einzustellen. Wie wertvoll geschenke an Uli sind hängt bei mir davon ab, wie viel ich mir leisten kann und was ihm gerade Freude macht. Wieso sollte ich etwas Teures kaufen, wenn ich weiß, dass er sich über etwas anderes viel mehr freuen würde?
Das größte Geschenk ist doch schöne Zeit miteinander und da kann man ja die Feiertage nutzen...
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kasmodiah
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2007 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

jetzt mal meine gedanken dazu
ein großteil von dem beschriebenen haben wir schon vorher gemacht, teils seit der geburt vom kleinen teils früher (ich bin mit bio und so aufgewachsen)

Ernährung und Lebensmittel
- Vorrratshaltung: ich hab schon einige vorräte. aber die werden auch verbraucht, weil ich es bisher schaffe, den überblick zu haben
- Lebensmittel bio und regional kaufen, Saisonware kaufen
mache ich hauptsächlich (soweit finanziell möglicz) und die saisonalen produkte kenne ich ganz gut durch meinen garten.
- keine Produkte von großen Ketten kaufen
versuche ich, aber ab und zu muß ich schon in den supermarkt, weil es finanziell sehr knapp ist
- wenig Fleisch kaufen oder dieses ganz vermeiden
ich brauche kein fleisch, aber mein mann. wir kaufen mal so mal so, wie e

s eben reicht. das was der kleine ist, ist immer bio
- Dosenessen vermeiden, lieber Tiefkühlkost kaufen
dosen kaufe ich eigentlich nicht mehr, ich friere selber viel ein und kaufe ansonsten tiefgefrorenes, habe einen großen TK-schrank

Einkaufen und Müll reduzieren
da achte ich noch nicht soo drauf, kaufe aber keine mülltüten und protestiere schon mal, wenn mir im bioladen noch mal was extra verpackt wird
müllterennung ist bei uns normal, kompost haben wir seit jahren
klamotten kaufe ich oft secondhand (oder bei hess-natur und co) ich verschenke oder verkaufe alte, tragbare sachen, genauso bei anderen gebrauchsgütern
akkus verwende ich schon lange

Kinder
stoffwindeln verwenden wir, seit ich das buch gelesen habe, nur wenn wir länger als einen tag unterwegs sind, dann nehme ich (öko)wegwerfwindeln
ich benutze seit der geburt waschlappen, habe ich aus alten handtüchern genäht
kosmetik fürs kind brauchen wir kaum, und wenn dann weleda oder dr. hauschka
kleidung mal neu mal gebraucht (wenn es finanziell reicht, dann von ökoversendern, kba, oder wolle, ich mache auch manches selber)
plastikspielzeug hab ich noch nie gemocht, höchstens als kind Wink
bei möbeln hatten wir bei einrichten noch nicht so drauf geachtet, jetzt schon

Kosmetik: habe ich wenig, ich beutze kaum dekorative kosmetik, und wenn dann dr. haushka und co., meine waschsachen sind auch daher oder weleda, eine bekannte macht ganz tolle seifen, zahnpaste ist auch von weleda
monatshygiene: da nehm ich bisher normale tampons und habe über eine alternative noch nicht nachgedacht

garten:
soviel bio wie geht (demeter-saatgut und so) keine chemikalien

reisen: ist bei uns eh nicht drin, aber meist mit dem eigenen auto, geflogen bin ich seit jahren nicht mehr, im hotel war ich glaub ich noch nie, ferienhäuser als kind. meist sind wir mit zelt unterwegs

reinigunsmittelich brauche das auf, was ich habe und kaufe öko nach, beutze aber sehr wenig putzmittel, mit mikrofasertuch und wasser klappts meist hervorragend

auf den staubsauger verzichte ich allerdings nicht, setze ihn aber nicht übermäßig ein, ich kehre auch mal (wir haben hier sehr viel staub, auch von dem kamin, da reicht ein teppichkehrer glaub ich nicht)

energie
wir sparen, wo es geht (vergesslichkeit ausgenomen)
haben viele energiesparbirnen
standby mach ich selten (tv gucken wir eh nicht, nur dvd oder video, aber die geräte sind oft wochenlang nicht an)
heizung wird auch so wenig wie möglich aufgedreht, im wohnzimer heizen wir mit holz, nur wenn es wirklich kalt ist kommt die heizung dazu

alternative banken:
ich möchte gerne wechseln, habe mich aber noch nicht drum gekümmert

medikamente kaufe ich wenig, aber da drauf zu achten, von welcher firma: puh, meist kauf ich weleda oder wala
aufs auto können wir hier auf dem land nicht verzichten, auch aus beruflichen gründen nicht

spülmaschine leisten wir uns (da streiten sich ja auch die geister, aber ich habe einfach nicht die zeit, das auch noch von hand zu waschen)

kochen mit deckel ist selbstverständlich

nachbarschaftliches läuft von mir aus eher weniger

weihnachtsbaum haben wir keinen, dieses jahr wollen wir draussen was schmücken, was dann jedes jahr unser weihnachtsbaum werden soll. und wenn, dann kerzen, anderes kommt nicht in frage. geschenke mache ich weitgehend selber (meine verwandschaft liebt selbstgestrickte socken Very Happy )so, das wars erstmal anhand merins ausführungen
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mondenkind
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2007 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

kasmodiah hat Folgendes geschrieben:

monatshygiene: da nehm ich bisher normale tampons und habe über eine alternative noch nicht nachgedacht


schau mal da:
https://www.xn--kruterkommune-cfb.de/viewtopic.php?t=663&highlight=mondtasse
die mondtasse kann ich echt nur empfehlen!


kasmodiah hat Folgendes geschrieben:

alternative banken:
ich möchte gerne wechseln, habe mich aber noch nicht drum gekümmert


das würde mich auch sehr interessieren, wenn da wer etwas dazu beitragen kann. soweit ich weiß gibt es doch die 'umweltbank'?! allerdings kenn ich mich damit nicht gut aus...
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 05 Sep 2007 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Bank/Geldgeschäfte kann ich Versiko empfehlen. Die nehmen auch Fonds und Versicherungen mit auf, die konventionell sind, aber ihren Kritierien entsprechen. Sicherlich haben sie auch einen Tipp für ein Giro/Gehaltskonto.

http://www.versiko.de

gr
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Merin
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BeitragVerfasst am: 06 Sep 2007 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schreib nur:

www.umweltbank.de

@Mondenkind: Deinen link hab ich mal editiert. Jetzt funzt er.
Eine andere Alternative sind Mestruationsschwämmchen.
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ilinga
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BeitragVerfasst am: 20 Sep 2007 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Schimmel in Marmelade kann ich folgendes sagen:
Derzeit erlebe ich es leider auch oft, dass die Marmelade trotz Aufbewahrung im Kühlschrank schimmelt. Dabei handelt es sich immer um gekaufte Ware.
Wenn ich allerdings selbstgekochte Marmelade meiner Mutter habe, kann die gut 3 Monate im Kühlschrank oder sogar einfach im Schrank stehen und wird nicht schlecht, schmeckt immer ausgezeichnet und ich weiß auch was da alles drinnen ist.

Leider wohne ich mitten in der Großstadt und habe aufgrund meiner Finanzen keine Chance auf einen Garten. Ich bin mit Gartenarbeit aufgewachsen und von daher versuche ich das beste aus meinem Balkon zu machen, nur ist das im Erdgeschoss mit kaum Sonne nicht gerade effektiv. Dennoch hat das Haus einen kleinen begrünten Hinterhof und so komme ich wenigstens in den Genuss von Vogelgesang und brütenden Amseln. Was mich zu einer weiteren Sache bringt: Motten...
Ich hatte diesen Sommer eine regelrechte Invasion und wusste zuerst nicht, wo diese herkamen.
Zu der Zeit verlegte ich mich gerade darauf Vorratsgläser anzulegen und hatte leider eine kleine Packung mit Mandeln übersehen, die infiziert war. Wie sich später herausstellte, waren wohl schon im Laden direkt Eier in der Packung gewesen und mein Küchenschrank wurde zur Brutstätte. Sad
Deswegen ist bei mir jetzt so gut wie alles in Gläsern verstaut und wenn dort etwas schlüpft, sind die anderen Sachen wenigstens sicher.
Jedenfalls werden die betroffenen Lebensmittel von mir dann immer zu Vogelfutter umfunktioniert und die kleinen Gesellen stürzen sich schon immer auf die Schale, wenn ich mal wieder eine "Mottenpackung" erwischt habe und raus stelle.
Anstatt irgendwelchen Chemikalien zur Insektenvernichtung innerhalb der Wohnung, nehme ich meist auch Zeitung oder ein Glas mit einem Blatt Papier und die ungebetenen Gäste werden einfach wieder vor die Tür gesetzt. Oder ich überlasse die Arbeit einach meiner Katze oder einigen Spinnen (solange diese nicht nisten, schaden sie ja niemandem und können ruhig drinnen bleiben).

Manche Sachen gibt es leider nur in Dosen (Cocoscreme zum Beispiel, jedenfalls habe ich bisher keine im Glas gefunden und ich benutze sie sehr gerne zum Kochen, als Ersatz für Sahne z.B.), aber großteilig beschränke ich mich auch lieber auf Gläser. Zumal man dieser mehrfach wieder verwenden kann.

Ein großes Manko bei unserer Müllabfuhr ist, dass es bei unserem Haus keine gelbe Tonne gibt.
Als ich mich mal danach erkundigte, wurde mir gesteckt, dass der Großteil davon eigentlich gar nicht recycelt, sondern gleich zu einer Verbrennungsanlage kutschiert wird. Ich war regelrecht geschockt das zu hören.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 20 Sep 2007 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Jaja, der grüne Punkt. Den bekommen ja alle Dinge, die theoretisch recyclebar sind. Das heißt aber nicht, dass sie auch recycled werden. Oft ist der technische und energetische Aufwand viel zu groß...
Ich finde Sortieren trotzdem wichtig, schon aus Kostengründen. Die Entsorgung ist bei waren mit dem Punkt schon mitbezahlt, während man den Hausmüll über die Nebenkosten der Wohnung extra zahlt. Insofern erweist die deine Hausverwaltung keinen Dienst, wenn sie keine gelbe Tonne zur Verfügung stellt, denn das erhöht deine Betriebskosten, die du ja mit der Miete zahlst.
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BeitragVerfasst am: 03 Okt 2007 4:23    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.zdf.de/ZDF/download/0,5587,7000583,00.pdf

Hier ist was über den gelben Punkt, ich bin echt erstaunt.
Ich hoffe, diese gelben Dinger verschwinden bald.
Es ist ja doch irgendwie komisch das alles.
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yggdrasil
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BeitragVerfasst am: 05 Okt 2007 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Na dann kommen hier auch mal meine 2 ct zu dem Thema (ich versuche mal auf jeden Punkt einzugehen...puuuhhhh )

Das Buch habe ich im Übrigen auch gelesen. Musste es leider wieder abgeben, da es nur geliehen war.

Zitat:
- Vorrratshaltung


Da muss ich mich wohl als kleinen Hamster outen. Es gibt Dinge, die habe ich immer im Haus. Diese werden aber auch verbraucht, es kommt selten bei mir vor, das ich abgelaufenes in menem Vorratsschrank finde.

Zitat:
- Lebensmittel bio und regional kaufen, Saisonware kaufen


Ich kaufe hauptsächlich in dem Bioladen ein, für den ich auch in der Verwaltung arbeite. Hier in der Großstadt ist das auch ganz einfach, da gibt es einiges an Auswahl. Am Wochenende bin ich jedoch sehr oft bei meinen Eltern auf dem Land. Da gibt es zwar einige Supermärkte und Discounter, zu einem Biosupermarkt wäre es aber eine weite Strecke (über 40 km) und zu einem Bioladen und einem Reformhaus müsste ich wenigstens mit dem Auto (Busverbindungen sind sehr schlecht) in die Nachbarstadt fahren, ewig einen Parkplatz suchen und dann auch noch mit den Einkäufen ne ziemliche Strecke laufen. Direktverkauf gibt es meines Wissens hier in der Gegend höchstens für Hühnereier.

Wenn am Ende des Geldes aber der Monat noch lang ist, kaufe ich auch mal konventionelles Obst und Gemüse.

Eine Abokiste lohnt sich für mich nicht, vielleicht nächstes Jahr wenn das mit dem Zusammenzug von meinem Freund und mir klappt.

Zitat:
- keine Produkte von großen Ketten kaufen, sondern von regionalen Firmen


Auch Bio-Artikel kommen häufig von weiter her. Das muss ja nicht nur die Beispielhafte Banane aus Übersee sein, sondern auch Kosmetik aus dem anderen Ende Deutschlands. Ist ja auch schon ne Strecke mal eben von Bad Boll bis nach Münster.

Zitat:
- wenig Fleisch kaufen oder dieses ganz vermeiden


Ich versuche meinen Fleischkonsum gering zu halten, aber manchmal überkommt mich doch die "Fleischeslust". Dann kaufe ich hauptsächlich Bio, ab und an aber auch beim Metzger. Eingeschweißte Tierleichen aus dem Supermarkt kommen für mich jedoch nicht in Frage.

Zitat:
- Dosenessen vermeiden, lieber Tiefkühlkost kaufen, da auch die Dosen oft Chemikalien ausdünsten...


Ab und an esse ich Dosenkost, aber schon recht selten. Vielleicht mal Aprikosen oder Pfirsiche aus der Dose, was aber auch seinen Sinn für mich hat. Lediglich Mais und Thunfisch esse ich relativ regelmäßig aus der Dose. Wobei das "regelmäßig" vielleicht alle 2-3 Monate bedeutet.

Zitat:
- eigene Beutel mitnehmen


Ich denke, das ist hier in Deutschland eh ein anderes Thema als in GB oder gar in den USA. Ein Bekannter von mir erzählte mal folgendes: Er war in New York und ist dort in einem Supermarkt einkaufen gewesen. Die Einkäufe hat er statt in den supermarkteigenen Tüten, in seinen Rucksack gepackt. Der Kassierer war total verwirrt, da es dort nunmal unüblich ist. Dem Wachmann am Eingang musste extra Bescheid gegeben werden, das die Ware des Bekannten wirklich bezahlt und nicht etwa geklaut war! Der Bekannte meinte, das sei ein total komisches Gefühl gewesen.
Hier hingegen bin ich noch nie deswegen schief angeschaut worden, im Gegenteil. Die Meisten die ich beim Einkaufen sehe haben irgendwelche eigenen Tüten oder Taschen dabei.
Wenn ich wirklich mal einkaufen gehe und keine Tasche mit habe, kaufe ich grundsätzlich einen Jutebeutel statt eine Plastiktüte.

Zitat:
- Umverpackungen meiden bzw. Produkte ohne kaufen


Ich sag nur: Eingeschweißte Bioäpfel *grusel*

Zitat:
- evtl. vorhandene Tüten recyclen z.B. als Mülltüten verwenden statt welche zu kaufen


Mache ich. Ich habe z. B. auch immer ein paar Tüten da, in die ich meine Schuhe bei einer Reise packen kann.

Zitat:
- Recyclingprodukte kaufen (hier ist ein gutes Zeichen der blaue Engel)


Tue ich, wo es möglich ist.
Was ich aber nicht so gerne mag ist dieses graue Umweltpapier. Da sündige ich dann mit dem weißen Papier Embarassed

Zitat:
- Komposter anlegen und organische Abfälle kompostieren


Dafür habe ich ohne Garten und mit Balkon auf dem man sich gerade eben mal umdrehen kann keinen Platz.

Zitat:
- Müll trennen


Läuft bei uns nicht so konsequent, auch aufgrund meiner Mitbewohner, die kein Interesse an wirklicher Trennung haben bzw. zu aul sind den Müll herunter zu bringen. (Was gerade bei Grünabfällen ja sein muss)

Zitat:
- Sachen second hand kaufen bzw. weiter verschenken oder in 2nd hand Läden abgeben


Habe ich ehrlich gesagt ein schlechtes Gefühl bei. Ich überlege dann immer wer die Sachen schon anhatte. Klar, die Sachen sind gewaschen, aber irgendwie...
Sachen in 2nd Hand Läden abzugeben mache ich auch nicht, da ich Kleidung immer trage bis sie völlig auf ist. (Meine Hosen sind bevor sie in den Müll wandern schon etliche Male geflickt, andere Kleidungsstücke beenden ihr Dasein als Putzlappen)

Zitat:
- Akkus statt Batterien verwenden


Ist selbstverständlich für mich.

Zitat:
Kinder


Diesen Punkt lasse ich mal weg, da ich (noch) keine Kinder habe.

Zitat:
- Kosmetikschrank reduzieren


Ohjeh, da steht schon so einiges bei mir drin... aber das brauche und gebrauche ich auch alles. Es ist auch fast nichts konventionelles mehr drin, nur De-Make-Up und Deo. Bei beiden Produkten habe ich nämlich leider noch kein vernünftiges Bio-Äquivalent gefunden.

Zitat:
- Waschbare Monatsbinden verwenden


Mit Binden fühle ich mich immer unwohl und neige bei deren Gebrauch auch zu Entzündungen im Intimbereich. Diese waschbaren Schwämmchen oder Mooncups wären sicherlich eine Alternative, habe mich aber bisher noch nicht durchringen können.

Zitat:
- was ich nicht wusste: 90% von Körperlotionen und 80% von Zahnpastainhaltsstoffen werden vom Körper resorbiert. Also auch hier drauf achten, was drin ist
!

Die Zahlpasta ist bei mir konventionell. Habe es mal mit Bio ausprobiert und war nicht ganz so überzeugt. Der Frische-Geschmack fehlte dann doch irgendwie.

Zitat:
- torffreie Erde verwenden


Es ist fürcvhterlich. Versuch mal welche für Zimmerpflanzen zu finden! Ab 50l aufwärts wars kein Problem, aber ich brauche nunmal nur ein bisschen Erde. *grummel*

Zitat:
- Holz mit fsc-Siegel und/oder einheimisch


Da kann ich nichts zu sagen, da ich keine Kohle kaufe. Muss mal meinen Vater bei Gelegenheit danach fragen.

Zitat:
- Biogarten ohne Chemikalien


Da ich keinen eigenen Garten habe... bei meinen Eltern wird aber auch kein Gift gesprüht. Unser Nachbar hat das früher leider immer gemacht. Deswegen hat er tolle Kartoffeln geerntet, während die Schwärme von Kartoffelkäfern sich an unseren Kartoffeln wenigstens sattfressen konnten... Rolling Eyes

Zitat:
- warum in die Ferne schweifen ... lieber das Umland entdecken


Ich bin dieses Jahr das 1. Mal in meinem Leben geflogen. In einen Urlaub, den ich meinem Freund versprochen hatte...
Die nächste Flugreise wird aber sicherlich was dauern.
Da ich in nächster Zeit eh nicht mehr vorhabe zu verreisen, überspringe ich dieses Kapitel auch mal dezent Smile

Zitat:
Reinigungsmittel


Ist bei uns in der WG leider auch nicht zu realisieren. Bei dem Dreck der da so hinterlassen wird (und für den sich dann komischerweise auch keiner verantwortlich fühlt... grummel grummel)

Zitat:
Und: es wird zu einem Teppichkehrer geraten statt eines Staubsaugers. Kennt jemand dieses Gerät? ich hab davon noch nie was gehört.


Wir hatten so was früher in der Schule. Nannte sich da "Teppichdackel".
Ich habe keine Ahnung, wo man sowas herbekommt. Eine Freundin von mit hatte sich mal einen irgendwo her besorgt. War da aber auch schon gebraucht.


Zitat:
Elektronische Geräte


In der WG haben wir einen neuen Kühlschrank, Klasse "A".
Ansonsten weiß ich nicht, inwiefern meine Mitbewohner Strom verschwenden. Ich habe zwar den Laptop jeden Tag an, aber dafür habe ich keine Stereoanlage, keinen Fernseher, keinen DVD-Player, etc.
Als Deckenlampe habe ich leider Halogenlampen, aber die werden nicht mit in die neue Wohnung kommen.

Zitat:
- Leo erkennt, dass Energiesparlampen nicht dimmbar sind, nun das hätte ich ihm auch sagen können


Ich habe auch immer gedacht, dimmen macht nur weniger Heligkeit, aber keine Stromersparnis. Sei also völliger Mumpitz. Deswegen haben meine Eltern auch nirgendwo im Haus Dimmer eingebaut.

Zitat:
Ich bin ja auch eine von denen, die immer hinter allen das Licht ausschaltet


Wenn meine Eltern mir was beigebracht haben ist es das: Wenn du rausgehst, mach das Licht aus und ie Tür zu. Das ist so sehr bei mir drin, das meine Eltern so manches Mal plötzlich im Dunkeln saßen wenn ich den Raum verlassen hatte... Oder sie saßen auf der Terasse und kamen nicht mehr rein...

Zitat:
- Stromanbieter wechseln bzw. selbst Strom produzieren.


Hier gibts soweit ich weiß nur die Möglichkeit zu den Stadtwerken Münster zu gehen. Aber die haben auch Ökostrom mit drin.

Zitat:
- gute Wärmedämmung, Doppelfenster, effektive Heizung.


Die Wohnung in der sich unsere WG befindet ist relativ frisch renoviert worden. Es ist zwar ein Altbau von 1924 oder 1928 (irgendwas um den Dreh) aber die Fenster sind in Ordnung und es gibt auch eine moderne Gasheizung.

Zitat:
- Lieber weniger heizen und mehr anziehn.


Ich bin tagsüber nicht da. Also heize ich morgens, wenn ich aufstehe (und das Fenster schließe) und spätnachmittags, wenn ich wieder aus dem Büro zurück bin. Nachts ist die Heizung dann wieder aus.

Zitat:
- Warmwasseraufbereitung per Sonnenenergie


Ist in der Mietwohnung nicht möglich.

Zitat:
- Kochen mit Deckel und bei geringer Temperatur, wenn möglich


Wenn der Herd noch richtig funktionieren würde... Rolling Eyes

Zitat:
- Geschirr per Hand abwaschen und zwar gesammelt im Spülbecken


Da wir keine Spülmachine haben, bleibt ja nix anderes übrig Wink
Ich habe mir übrigens sagen lassen, das die modernen Spülmaschinen teilweise vom Wasserverbrauch besser sind, als wenn man selber spült. Kommt dann natürlich auf das eigene Spülverhalten an.

Zitat:
sich um die NAahbarschaft kümmern


Ich habe keinen Bezug zur Nachbarschaft. Kenne die meisten nur von Sehen, und nichtmal vom Guten Tag sagen.
Bei meinen Eltern hingegen ist das anders. Da habe ich früher auch auf die Nachbarskinder aufgepasst oder mal die Tiere gefüttert wenn die Nachbarn im Urlaub waren. Ich finde, das das selbstverständlich sein sollte.

Zitat:
Ich fidne, man kann auch noch den Hof begrünen und/oder die Baumscheibe vor dem Haus.


Hier in Münster ist ja eh schon alles sehr grün (was ich toll finde)
Da ich aber am Wochenende, wie gesagt meistens bei meinen Eltern bin, lohnt sich kein Gärtchen für mich. Bisher ist mir alles irgendwann weggetrocknet, weil meine Mitbewohner sich nicht kümmern.

Zitat:
Ehrenämter hab ich zur Zeit keine, der Verein, in dem ich im Vorstand war wird grad zu Grabe getragen


Ich war jahrelang in der ehrenamtlichen Jugendarbeit tätig (Jugendwartin im Hundeverein und Leiterin bei den Pfadfindern) Ich würde auch wieder was übernehmen, wenn ich Zeit hätte.

Zitat:
Der Baum ist unethisch, die Beleuchtung verschwenderisch und ein vegetarisches Weihanchtsessen geht ja nun wirklich nicht.


Mein Vater holt den Weihnachtsbaum immer von einem Hof aus der Nähe. Meistens schlägt er ihn auch noch selber.
Die Beleuchtung ist nur an, wenn auch jemand im Wohnzimmer ist und da mein Vater Vegetarier ist, koche ich am 1. Feiertag auch zwei Gerichte.
Und an Geschenken gibt es bei uns meistens Geld, oder eine Kleinigkeit. Lediglich mein Freund und ich schenken uns auch mal was größeres.

LG
ygg
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Merin
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BeitragVerfasst am: 05 Okt 2007 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ygg, da warst du ja echt fleißig. Ich geb mal meinen Senf dazu, hoffentlich wirkt es nicht zu schulmeisterlich:

Nun was die TK-Produkte angeht, bin ich mir da auch nicht so sicher. So eine Kühlkette kostet ja auch immens viel Geld. Frisch ist sicher immer besser... und Mais gibt es bio im Glas.

Zum Strom: es gibt Anbieter, die Ökostrom deutschlandweit anbieten: unter anderem Greenpeaceenergie, EWG und Lichtblick, soweit ich weiß. Einen konventionellen Anbieter, der auch Ökostrom anbietet, würde ich prinzipiell nicht nehmen.

Zum Recyclingspapier: ich glaube,es gibt auch gebleichtes, aber ich mag das graue lieber. Wink

Kleidung: Wenn du wirklich alles abträgst ist das ja schonmal sehr gut. Das macht glaub ich kaum jemand, weil es schon lang vorher unmodern wird. Allerdings kann ich deine Vorbehalte gegen 2nd hand Kleidung nicht verstehen. Sie werden aber von vielen benannt. Bist also net allein....

Zahnpasta: Das ist Gewöhnung. Wenn du Biopasta kaufst und dir Zeit zum Umgewöhnen lässt wirst du die konventionellen Pasten als viel zu scharf empfinden. Ging mir jedenfalls so.

Wieso ist die Wahl des Reinigungsmittels vom Dreck abhängig?

Zu Spülmaschinen: Ws wird oft gesagt, dass moderne Maschinen sparsam waschen, also mit wenig Wasser. Das stimmt sicher und ich hab das auch immer als pro-Argument gesehen. Bis ich mir mal genauer Gedanken darüber machte, welche Waschmittel man für so eine Maschine braucht. Diese Waschmittel sind nämlich so aggressiv, dass sie die meisten Geschirre und Bestecke langfristig angreifen. Was machen sie dann also mit dem Abwasser? Was ist mit den Resten am Geschirr, die ich dann mitesse? Und last but not least: Wieso kalkuliert niemand den Stromverbrauch bei Herstellung, Wäsche und Entsorgung in die Ökorechnung mit ein?
Dass das so rundum betrachtet ökologisch ist kann mir keine/r erzählen... (interessanterweise hab ich dazu aber noch nie was gelesen oder gehört).

Durch ein anderes Forum bin ich übrigends noch auf einen großen Ökosünder hingewiesen worden (den es bei mir nicht mal in Gedanken gibt, so liegt mir der fern): Wäschetrockner!
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