Einfaches Leben
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Merin
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BeitragVerfasst am: 15 Jun 2006 23:16    Titel: Einfaches Leben Antworten mit Zitat

Was brauche ich wirklich? Das könnte die Leitfrage sein für einen Lebensstil, der sich einfaches Leben (engl. "Simple living") oder Freiwillige Einfachheit (engl. "Voluntary simplicity") nennt. Dieser Lebensstill soll Alltagszwängen entgegenwirken und die Lebensqualität zu steigern. Idee ist es, aus der Konsumgesellschaft auszusteigen, Alternativen zu leben. Und das durch freiwilligen Verzicht.

Beim "einfachen Leben" geht es jedoch nicht darum, "sich reich zu sparen" oder Schnäppchen zu jagen. Eher sollen wenige aber langlebige Produkte gekauft werden. Die eigene Anspruchshaltung wird hinterfragt, Freizeit soll in wenigen, einfachen und kostengünstigen Dingen gelebt werden. Harmonie mit der Natur ist als Idee enthalten.
Beim simple living geht es nicht um Askese, sondern um Genuss. Dieser soll jedoch nicht von Werbung und Konsum sondern selbst bestimmt sein. Dies bedeutet z.B. Zeiten zuzulassen, in denen nichts getan wird (Entspannung) oder regelmäßig zu entrümpeln.

Gründe für eine einfachen Lebensstil gibt es viele: Stress, Umweltschutz, Zeitmangel, spirituelle Gründe, Reizüberflutung...
Leute, die einfach Leben wollen sträuben sich dagegen, nur noch Kosumenten zu sein. Die Frage: Will ich etwas, oder brauche ich es, soll bei Anschaffungen zentral sein. Grundidee ist, dass die Pflege, Bezahlung und Unterhaltung von Besitztümern uns Zeit raubt, in der wir uns mit anderen Dingen beschäftigen könnten. Besitz ist auch immer Verpflichtung. Die Lebenszeit für Muße und die Dinge, zu denen man Lust hat, soll erhöht, die für ungeliebte Erwerbsarbeit minimiert werden.

Oft beinhaltet das einfache Leben auch eine Umstellung auf einfachere (unverarbeitete) Ernährung. Naturnahe Aktivitäten, zu denen man nichts weiter braucht (wandern, barfussgehen) werden gern genutzt.

Nur, wie setzt man das im Alltag um? Wo habt ihr Einsparpotentiale entdeckt? Wo entrümpelt? Was meint ihr überhaupt zur Idee des einfachen Lebens?
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Alf
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BeitragVerfasst am: 11 Jul 2006 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

eine gute Frage. Was braucht man wirklich zum Leben?
In erster Linie brauche ich mich selber und das heißt für mich, daß ich mit mir selber im Reinen bin, weiß, was ich will, Eigenverantwortung übernehme für mich, meine Gesundheit und soweit wie möglich unabhängig von anderen bin. Dazu gehört auch, für mich als Mann, das Kochen und den anderen Haushaltskram zu können und für die Frau - sie sollte sich handwerklich und verwaltungstechnisch auskennen. Also nicht die traditionelle Rollenverteilung.

Dann sollte man sich Gedanken machen, auf was man eigentlich auch verzichten kann. Vieles ist nur Schnickschnack - man kauft es sich, freut sich und dann steht es irgendwo rum, bis man es entsorgt.
Zudem sind wir eh schon viel zu viel abhängig von Energieversorgern.
Das sieht man, wenn mal der Strom weg ist - nichts geht mehr. Alles, was uns nützlich und bequem ist läuft mit Strom. Kaum einer hat sich da drauf eingestellt.
Viele haben noch das Glück einen Garten zu haben - doch was findet man dort? feinster englischer Rasen, ein Rosenbeet, Blumen und Ziersträucher - vielleich ein Gartenteich noch. Aber Obst und Gemüse - nein danke zu viel Arbeit - gibs im Laden - einfach und billig.
Unsere Wegwerfgesellschaft ist nur auf Konsum ausgelegt und je abhängiger der Bürger ist, desto mehr Gewinne lassen sich erzielen.
Faulheit und Bequemlichkeit ist teuer und ungesund.
Besitztum führt zu Verlustängsten, Neid und Habgier.
Da lebe ich lieber bescheiden, mach alles selber, was mir möglich ist (man kann alles lernen) und lebe.
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Liebe Grüße Alf
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Merin
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BeitragVerfasst am: 11 Jul 2006 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Admin und ich haben uns ein Hochbeet gebaut und unsere ersten Zuchinis geerntet. Lecker!

Und ich hab mal angefangen mein Bad zu entrümpeln.... Da brauch ich eigentlich nix weiter als Lavaerde, ein Stück Seife, Zahnpasta (da such ich noch nach selbstgemachtem Zahnpulver...) und einer selbstgerührten Salbe für den ganzen Körper.

Na das sieht doch gut aus...
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Alf
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BeitragVerfasst am: 11 Jul 2006 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

das ist ein guter Ansatz..
Ich habe bei meiner Mutter 1000qm Garten zur Verfügung. Viel Krüter, Obst und Gemüse, aber auch halt viel Arbeit...aber es lohnt sich legger.
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 12 Jul 2006 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt ein sehr schönes Buch von Hildegard Ressel zu dem Thema: Was ich wirklich brauche. ScherzVerlag 1998.
Ich mochte/mag das Buch sehr, weil es hier eben nicht nur ums Materielle oder um Vereinfachung geht, sondern um die Hinterfragung aller Lebensbereiche.

Im ersten großen Abschnitt geht es vor allem um den Besitz, also um Dinge, die wir kaufen, aber auch die Frage, wie hoch muß man seinen eigenen Lebensstil ansetzen, wieviel muß man arbeiten, wieviel Geld auf dem Konto haben.

Der zweite Abschnitt geht dann um die gesellschaftlichen Ansprüche, das Problem, sich selbst immer perfekt darzustellen. Die Unterkapitel heißen zum Beispiel: Die Sehnsucht nach dem richtigen Leben oder: Ideale Kinder gibt es nicht - ideale Eltern auch nicht.

Schön ist, daß Frau Ressel niemandem vorschreibt, wo die eigenen Grenzen zu setzen sind. DAS ist etwas was ich persönlich an dieser Simplify-Bewegung nicht mag. Sie gibt Denkanregungen und Hilfestellungen, sich selbst einmal klar zu werden, was und wieviel genug ist.

Ich habe das Buch schon lang nicht mehr gelesen, es aber liebevoll in meinem Bücherschrank beherbergt und merke, daß ich schon so einiges davon immer wieder anwende, vor allem, wenn ich versuche, in allem perfekt sein zu wollen, alles immer auf einmal haben und können zu wollen. Das ist nämlich ein Punkt, der in meinem Leben sehr viel kompliziert...


lg
Jol
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lalune
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BeitragVerfasst am: 12 Jul 2006 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, spätestens wenns auf dem Konto knapp wird fragt sich wohl jeder (naja fast), wo man sparen könnte. Um zu wissen, was man wirklich sparen kann gehört wohl noch ein ich nenns mal naturbewusster Lebenswandel dazu.

Ich behaupte mal bei mir trifft beides zu, auch wenn vieles, was ich jetzt aufzähle mehr oder weniger unabhängig vom Geld war.

Schon seit Jahren schminke ich mich nicht mehr... kostet unnötig Geld, Zeit, ist nicht gesund und totaler Quatsch (in meiner Welt)...

Im Bad fange ich darüber hinaus grad eine ähnlich spartanische Bestückung wie Merin an, allerdings brauche ich grad noch auf, was da ist, weil ja wegschmeißen auch doof ist.

Beim Wäsche waschen ists genau so, nach Aufbrauch des vorhandenen Waschmittels kommen erstmal Waschnüsse ins Haus zum Testen...

Klamotten hab ich ewig nicht mehr gekauft - nein ich lauf nicht naggisch rum - zum einen weils mir keinen Spaß macht, zum anderen, weil ich mit dem was ich habe grad ganz gut auskomme und auch gerne mal abgeschobene Teile aus dem Kleiderschrank hervorzaubere, die doch noch tauglicher sind als ich dachte und/oder mir mit einer innovativen Neukombination doch wieder ganz gut zusagen... (oder mein Hintern füllt sie im Gegensatz zu vor 2 Jahren mittlerweile doch wieder aus Laughing)...

Außerdem kann man aus selbst angebauten Kräutern vom Balkon tolle Tees zusammenbrauen, die bei diesen Temperaturen auch hervorragend als Eistee zu genießen sind...

Das zunächst mal als spontane Auflistung Very Happy
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Alf
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BeitragVerfasst am: 12 Jul 2006 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merin,

in Richtung Haut- und Körpercreme habe ich viel experimentiert. Bewähr hat sich folgende Mischung, die die Haut geschmeidig macht, schützt und -zumindest bei meiner Frau - auch die Orangenhaut und die sehr trockene Haut regeneriert und ich habe zumindest im Gesicht eine Fettige Haut, die sich auch normalisiert hat. Sie half schon bei Schuppenflechten, Hautpilzen, Wunden und Insektenstichen. Derzeit testen einige diese Creme auch bei Neurodermitis und Sonnenbrand, was aber auch vielversprechend ist.
Die Creme besteht aus eine nichtfettende Sheabuttercreme, Teebaumöl, Sanddorn und Amethyst als Rohsteinspitzen.

Wer mag kann ja auch noch eine Duftnote hinzufügen.
Das wäre mein Tip.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 12 Jul 2006 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Kannst du bitte unter Kosmetik das genaue Rezept posten? Mit Mengenangaben, Anleitung und Erklärung, was Rohsteinspitzen sind? Wäre supi...
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 11:21    Titel: Sparpotentiale Antworten mit Zitat

Hallo Ihr!
Der Anfang der Diskussion ist zwar schon eine Weile her, aber das ist eines meiner Themen.
Seit 2 Jahren spinne ich alle Wolle selbst, die die Familie für Pullis, Socken etc braucht. Das ist zwar zeitaufwendig, aber so günstig, dass die Kinder zum Teil Mohair- und Angorapullis tragen, die weder aus fertiger Wolle gestrickt noch fertig gekauft bezahlbar wären. Und seit sie echte Wollsocken tragen sind sie im Winter (noch ) seltener krank, weil sie immer warme Füße haben.
Meine Tiere werden (schon immer) mit frischem Fleisch vom Schlachthof ernährt. Bekommt ihnen super, ich weiß was sie fressen, habe keinen Dosenmüll und jetzt ist es Fleisch von einem kleinen privaten Schlachhof hier im Dorf, der nur Tiere aus der näheren Umgebung schlachtet.
Im Sommer kommt das Gemüse zu 100% aus dem Garten, Überschüsse werden eingefroren für den Winter. Im Winter Kaltgewächshaus für Feldsalat und Postelein, auch Petersilie hält lange durch und in wärmeren Perioden gibt es sogar frischen Kerbel.
Meine KInder tragen das ganze erstaunlich gut mit, es braucht aber schon Charakterstärke, denn Kllassenkameraden reagieren oft erst mal unangenehm auf alles was anders, komisch, unmodern ist...Meist ändert sich das erst, wenn sie dann mal bei uns waren Laughing Da gefällt ihnen dann doch die Athmosphäre bei uns und das ich vieles nicht so eng sehe weil mir die Meinung der Nachbarn oder anderer relativ egal ist. Ich denke, da muß man einen goldenen Mittelweg finden, sein Ding zu machenohne dass die KInder zu Aussenseitern werden. Man muß sie halt aufmerksam beobachten und hinhören was sie brauchen...manchmal brauchen sie auch Gruppewnzugehörigkeit und dazu halt eine "coole" Jeans... dass die vom schnell rausgewachsenen Nachbarskind ist braucht man ja nicht allen auf die Nase binden.
Ansonsten gilt bei mir: lieber mehr Geld für haltbare Qualität als billig und Ramschware.
LG, Dorit
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Merin
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BeitragVerfasst am: 20 Aug 2006 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hey super! Wo bekommst du denn die Wolle her? Und was für Tiere hast du? ich bin eh der Meinung das Dosenfutter weder für Menschen noch für Tiere taugt, aber da stand ich bislang immer recht allein.

Und was ich auch toll fände ist mal einen thread aufzumachen über haltbare Dinge. Weil da das richtige zu kaufen echt nicht einfach ist. Na ich mach mal unter "ich kaufe also bin ich?" einen thread auf.
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BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 8:09    Titel: Antworten mit Zitat

Die Wolle ist entweder direkt vom Schäfer oder von Wollsammelstellen. Die gibt es extra für Halter von kleinen Herden, damit sie ihre Wolle loswerden.In Deutschland gibt es hauptsächlich Fleisch-und Milchschafe, die Wolle ist oft "Abfall" und dementsprechend billig. Es gibt aber auch Liebhaber, die Mohairziegen oder Angorakaninchen halten, auch Alpakas sind recht unkompliziert und werden immer beliebter. Manchmal kriegt man dann sogar Besonderheiten wie Yak-Wolle oder Hundehaare (irre warm, viel wärmer als Schaf) Das Internet vereinfacht da die KOntakte enorm, auch zu anderen Spinnern und Färbern.
Tiere habe ich z Z. drei Hunde, zwei Pudel und einen gemischten Riesen
und ein Meerschweinchen (oder eher meine Tochter, die ist zuständig)
gibt es im Forum eigentlich eine Galerie für Photos von : Mitgliedern, Kräutern, Gärten, Dingen, Tieren, Bildern, Kunstwerken etc. etc.....? habe nichts entdeckt, vielleicht hätten da mehrere Spass daran..?
Ansonsten werde ich jetzt ein paar Tage weg sein, kann also dauern bis zum nächsten Geschreibe..

LG, Dorit
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Merin
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BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Oh das klingt ja spannend das wusste ich gar nicht. Vielleicht sollte ich spinnen lernen? Dazu werde ichmal unter sonstiges einen thread aufmachen.

Eine Galerie gibt es nicht. Fotos können zu den Themen einsortiert werden, um sie hochladen zu können musst du an den admin schreiben, dann bekommst du Zugang zur Hochladefunktion.
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lalune
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BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, wenn ich das so lese frage ich mich ja, ob ich entweder faul oder unorganisiert bin, weil ich das NIE schaffen würde (Dazu fällt mir selber natürlich selber grad ein "Sag niemals nie" Wink ). Gerne würde ich den Garten meiner Mutter in ein Gemüsebeet verwandeln und hätte sogar die Erlaubnis dazu, aber das ist so unendlich zeitaufwändig, bin ja froh, dass ich meinen großen reichhaltig bepflanzten Balkon einigermaßen "bewirtschaftet" kriege. Wenn ich jeden Tag arbeiten gehe und dann noch Tiere versorge und ggf. mal dies und das einkaufe bin ich ja froh, wenn ich es noch schaffe vielleicht mal am Wochenende endlich eine Seife selber zu machen Rolling Eyes

Ich gebe ja zu, dass ich auch gerne Zeit mit mir und meiner couch verbringe und auch gerne viel schlafe, von daher ist "faul" sicherlich nicht die falscheste Beschreibung, aber dennoch wunderts mich immer wieder und dann noch mit Kindern und Hunden usw.... da zieh ich mal den virtuellen Hut Very Happy

Vielleicht wirds besser, wenn ich irgendwann selbstständig bin und mir die Zeit anders einteilen kann *hoff* Rolling Eyes
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Merin
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BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Lalune ich frag mich auch wie das gehen soll. Andererseits habe ich keinen TV und die 3 Stunden die andere am Tag glotzen könnt ich ja sitzen und spinnen abends, gesetzt den Fall ich fände es entspannend. Vielleicht muss mensch auch nicht so viel arbeiten, wenn mensch mehr selber macht, so nach dem Motto: Wenn ich viel selber mache reicht das Geld von 20 Stunden wöchentlicher Arbeit. Aber dann wieder ne ordentliche Stelle zu finden ist nicht so easy... Wie machen es die anderen hier?
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Prechta
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BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 1:58    Titel: Antworten mit Zitat

Selber Spinnen kann bestimmt eine ganz entspannte Sache sein...

Zum Thema:
Ich war vor 2 Jahren mit einer Jugendgruppe in Albanien, nördlich zum Kosovo. Wir waren in einem Nonnenkloster untergebracht, welches von zwei Nonnen betrieben wurde. Sie hatten die Mission den Menschen in den Bergregionen Unterstützung zu bieten. Finanziert durch Spenden errichteten sie Schulen und bauten Häuser, versorgten die Menschen mit Nahrungsmitteln, vor allem aber Mehl zum Brot backen. Außerdem verfügten sie über eine kleine Grundaustattung von medizinischen Mitteln und gaben Geburtskurse.

Lange Rede kurzer Sinn:
Ich konnte nur eine kurze Zeit Menschen kennenlernen, die meine Einstellung bezüglich Luxus und Wohlstand veränderten. Wir waren bei einer 10- köpfigen Familie zum Dachdecken. Es war Oktober und in dieser Region schweine kalt. Das Haus war gerade erst erbaut, hatte überall Lücken, wo der Wind so richtig durchpeitschte und es gab nur einen Raum von insgesamt 4 Räumen, in dem ein Ofen stand. Die Kinder liefen Barfuß, denn sie hatten keine Schuhe. Nix TV, PC, Radio etc.
Diesen Zustand würde ich als arm bezeichnen- und irgendwie auch nicht- denn sie nahmen einen in die Arme, freuten sich über Besuch. Sie boten uns selbst gemachten Wein und selbst gemachte Raki an. Dazu noch geröstete Kastanien. Sie hatten nicht viel aber sie gaben alles.
Zuerst war es unangenehm, doch es gehörte dazu.

Wieder in Deutschland überkam mich der Ekel- zu viel Konsum. 50 verschiedene Sorten Papier zum A.... abwischen. Das kann es doch nicht sein!
Einfaches Leben beginnt für mich damit Produkte, die ich kaufe kritisch zu hinterfragen. Möchte gerne wissen, was dahintersteckt und ob es mir gut tut. Seit einiger Zeit bin ich einfach nicht mehr so scharf darauf meine Kohle in Kneipen, Diskotheken oder dem Freimarkt(Kirmes) zu verprassen. Lieber gehe ich spazieren oder fahre Rad. Ich bin nicht erpicht darauf die große Kohle zu verdienen, muss aber zugeben, dass mir Arbeit gut tut. Deshalb mache ich seit Jahren ehrenamtliche Arbeit. Ich spare aber auch Energie, in dem ich bewust einmal nichts mache. Ich verzichte auch auf Dinge, wie Styling oder Modetrends und kann den Einfluss von Werbung diesbezüglich ganz gut ausschalten. Letztlich freue ich mich über gesammelte Kräuter und ihre Produkte, auch wenn es da noch bei mir einiges an Lernbedarf gibt...
Meine Familie hat vor eine Art Pazelle auf einem geerbten Grundstück zu errichten, auf dem bürolratischer Weise nicht gebaut werden darf. Dafür können wir da in Zukunft lecker Gemüse anbauen.
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