Weihnachten im Schuhkarton
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Merin
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BeitragVerfasst am: 14 Aug 2007 12:49    Titel: Weihnachten im Schuhkarton Antworten mit Zitat

Abgetrennt aus: "Naturschutzorganisationen-Was haltet ihr davon?".

Ja, das kann man. Zum Beispiel auch die "Weihnachten-Im-Schuhkarton-Aktion". Die hatte mich interessiert und deshalb hatte ich ein bissel nachrecherchiert. Ich war sehr empört über das, was ich raus bekam, geht es doch bei diesem "Hilfsprojekt" nicht unwesentlich um christliche Missionierung und die Einführung eines dort nicht verbreitet gefeierten Festes in Regionen, die andere Traditionen pflegen. Es ist also eine Verknüpfung weihnachtlichen Gutmenschentums mit angeblichen Hilfsprojekten und Missionierung... Sowas finde ich, gelinde gesagt, sch...
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Zuletzt bearbeitet von Merin am 23 Okt 2007 10:51, insgesamt einmal bearbeitet
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JolandaRingelblume
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BeitragVerfasst am: 14 Aug 2007 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Der letzte Schuhkarton, den ich gepackt hatte ging ins relativ durchmissionierte Osteuropa. Ich halte es nicht für sch..., anderen eine Freude zu machen, auch wenn vielleicht eine Message dahinter steckt. Die Kinder werden ja nicht zwangsgetauft, nur weil sie ein Geschenk bekommen.

lg
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Merin
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BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

zwar o.T. aber da es heir Thema war: Lief mir heute über den Weg: Dieser Artikel zu "Weinachten im Schuhkarton": http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/12/13/a0232

Bestärkt mich darin, dass man aufpassen muss, wofür man sich instrumentalisieren oder einspannen lässt.
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 8:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ich sehe die Aktion anders ein, zwar weiß ich das dort eine christliche vereinigung hinter steht und das dort auch ein Zettel von denen beigelegt wird aber das hält mich nicht davon ab auch wieder einen Karton zu packen.
Bisher wurde ich von denen nicht missioniert und wenn das mal der fall sein sollte kann ich immer noch dankend ablehnen.
Klar kann man diese Aktion kristisieren von wegen was hat das denn langfristig für einen Sinn, den hat es natürlich nicht. Muß die Aktion aber auch nicht.
Das keine Nüsse oder gebrauchte Artikel oder andere Sachen nicht im Karton sein dürfen hat mit den Zollbestimmungen zu tun.
Auch darf man keine harry potter oder ähnlich mystisch angehauchtes reintun weil es in manchen ländern einfach verboten ist oder von denen einfach nicht gern gesehen ist. Hab ich aber auch kein Problem mit.
Ich finde einem Kind kruzfristig eine Freude zu machen mit Malsachen, spielzeug und Hygieneartikeln wichtiger als das dort vielleicht ein Zettel beiliegt auf dem staht Jesus liebt dich oder dergleichen.
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Merin
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, ein Zettel liegt nicht bei. Das hier liegt bei: http://www.geschenke-der-hoffnung.org/weihnachten-im-schuhkarton/das-allergroesste-geschenk/ und die Kartons werden im Rahmen einer christlichen Zeremonie übergeben. Es geht nicht darum dich zu missionieren, sondern die Kinder und deren Familien, die die Kartons erhalten. Das heißt: Du stellst kostenlos das Werbegeschenk her und die nutzen das, um Missionsarbeit zu machen.
Die dahinterstehende Organisation ist nicht einfach nur christlich, sondern schon recht fanatisch in ihren Ansichten. So gilt z.B. Homosexualität als Sünde, die Todesstrafe wird befürwortet usw. Meins ist das nicht...

Auch ich bin über die Anzeigen vor 2 Jahren auf die Aktion aufmerksam geworden und habe gedacht: "Au ja, das mach ich!" Dann hab ich mir die Internetseite angeschaut und beschlossen, dass ich kein Päckchen packe. Ich stehe den Kirchen allgemein skeptisch gegenüber und solche Aussagen wie "die Geburt Jesu ist doch eine frohe Botschaft, die will ich auch weitertragen" treffen auf mich nicht zu. In meinem Namen soll das nicht weitergetragen werden und an einen "Sündenfall" glaube ich schlichtweg nicht.

Ich feiere auch nicht Weihnachten sondern Jul und finde insofern die Aussage "Weihnachten ist doch aber ein christliches Fest" falsch. Weihnachten ist ein altes Fest mit regional extrem verschiedenen Traditionen und Ursprüngen, das durch ein christliches ersetzt wurde, wie so viele alte Feste. Es ist somit unter anderem ein christliches Fest. Mehr nicht.

In jeder Stadt hier in Deustchland gibt es arme Familien, die sich keine großen oder kleinen Weihnachtsgeschenke leisten können. Wer also gern einen Karton packen möchte, findet sicher AbnehmerInnen, die es brauchen können und sich freuen. Warum nicht Wohnheime für so eine Aktion ansprechen?
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Petra
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Nächstenliebe und Unterstützung ärmerer Menschen darf nicht an eine Missionsabsicht geknüpft sein. Das hat was erpresserisches (du kriegst nur Hilfe, wenn du dafür meinen Glauben übernimmst). Bei solchen Sachen kriege ich eine ordentliche Wut im Bauch. Wenn jemand Hilfe braucht, gebe ich sie ihm ohne eine Bedingung dranzuhängen.
Die Christen haben kein Monopol auf die Nächstenliebe. Für mich gibt es einfach "Nächstenliebe" oder "Hilfsbereitschaft" ohne religiöse Färbung, ohne damit verbundene Bedingungen etc.
Leider ist das oft anders und das macht mich traurig.

LG Petra
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, also ich feiere Weihnachten und Jul, ich find das in Ordnung so. Auch feiere ich gern das Zuckerfest mit oder ich gehe zu Taufen von Jehovas Zeugen oder chante mit Buddhisten.
In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Menger Glaubensrichtungen daher habe ich eine große Toleranz
Sollte also vor der Übergabe eine Zeremonie stattfinden fänd ich das vertretbar, solange niemand dazu gezwungen wird überzutreten um das geschenk zu erhalten, ist es doch wurscht.
Wo steht denn das die, die Todesstrafe begrüßen? Das wär mir allerdings neu und das fänd ich ziemlich scheiße....
Sachspenden verteile ich im übrigen auch hierzulande, ich beschäftige mich grad sehr mit der Armut in Deutschland und war letzte Woche erst auf einen Vortrag von Prof.Dr. Butterwegge.
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Petra
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2007 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hinzu kommt, dass arme Menschen nicht nur an Weihnachten Hilfe brauchen, weil da vielen das Geld lockerer im Portemonnaie sitzt, sondern fürs ganze Jahr und die nächsten Jahre weiter, bis der eine oder andere wieder besser beieinander ist. Hilfe zur Selbsthilfe wäre da auch ein Punkt, ohne Bedingungen dranzuhängen.

Petra
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2007 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr richtig Petra. Ich denke aber das die Bedingungen von der Schuhkarton Sache sowas von gering ist das sie mich nicht stören würde sollte ich sowas erhalten. Und wenn es mich persönlich nicht stört, hoffe ich das es den Empfänger auch nicht stört.
Hier bei mir in der Nähe gibts ne ganz tolle Kleiderkammer mit richtig gut gebrauchten Sachen die fast wie neu aussehen, dort brigne ich meine Sachen auch immer hin oder kauf dort was.
Leider tun das sehr, sehr wenige. wie es im Moment aussieht muß der Laden wohl in Kürze schließen, das find ich auch mehr als schade.
Viele wollen keine gebrauchten Sachen tragen, sondern alles neu haben.
Nunja, das ist vielleicht so weils ein kleiner Laden ist, der sich keine große werbung leisten kann, trotzdem tun die gutes.
Und große Organisationen wie auch grad aktuell Deine Stimme gegen Armut, tun vielleicht Sachen die nicht jeden passen, dafür aber auf eine große Resonanz stoßen, das meine ich mit abwägen.

Wie weiter oben schon erwähnt war ich letzte Woche bei einem Vortrag von Christoph Butterwegge, im Netz gibts zur Kinderarmut einen sehr guten Artikel von ihm:
http://christophbutterwegge.de.vu/
Unter texte und dann unter Kinderarmut in einem reichem Land.
Sehr lesenswert!
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Merin
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2007 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Nenya ich hab oben einen taz-Artikel verlinkt, da steht, dass der Verein zu einer bestimmten Gesellschaft gehört und zu der müsstest du dann weiter recherchieren. Da wüsstest du dann, ob das, was die taz schreibt, gut recherchiert ist....

Ich sehe das übrigends wie Petra und halte solche Aktionen wie den Schuhkarton für "Gutmenschentum". Zu Weihnachten haben wir uns alle mal ne Runde lieb, sonst ist uns aber fair gehandelter Kaffee zu teuer...
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Nenya
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2007 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, von der Todesstrafe habe ich aber bisher nix gelesen. Und schon seltsam das auch gerade du Merin als du von der Aktion erfahren hast auch erst mitmachen wolltest, und als du dann erfahren hast das ist eine christliche Initiator hast du dich dagegen entschieden.
Also ich finde nicht das dies Gutmenschentum ist und selbst wenn hauptsache man tut überhaupt mal was und wenn es bei vielen nur an Weihnachten ist und wenn nen Tsunami hereinbricht....
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Mahareth
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2007 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich schließ mich da Merin an: An Weihnachten besinnen sich plötzlich alle auf Nächstenliebe und "Ach, man könnt ja mal was spenden!" - ehgrlich gesagt krieg ich seit einigen Jahren von Weihnachten Pickel! Dass hinter der Schuhkarton-Aktion christliche Fundementalisten stecken, die, mal wieder, auf Missionars-Reise gehen, geht mir gehörig gegen den Strich und ich unterstütze so etwas nicht. Dann lieber dann und wann mal alte Klamotten ausmisten und zur Bahnhofsmission bringen. Oder hier und da mal fünf Euro spenden. Usw. Davon mal ganz abgesehen: Auch in Deutschland gibt es Armut und Not! Wieso ist das "mitleid" (argh!) für die Menschen in Übersee immer größer, als für die Probleme hierzulande? Wie kommt das? Weil es denen noch schlechter geht? Bin ich ein besserer Mensch, wenn ich einem Hungernden aus Afrika etwas spende, als einem Hungernden aus Köln? *grübel
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Merin
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2007 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Nun es ist ja leider auch gar nicht so, dass die Menschen in Afrika uns wirklich interessieren. Sonst würde doch fairer Handel viel mehr nachgefragt... und es wäre ein viel besseres Klima gegenüber denen, die der Armut entfliehen und hierher kommen wollen.

Und Nenya, ich habe mich dagegen entschieden, weil ich mitbekam, dass mein Paket in einen Missionierunsgversuch eingebettet werden sollte. Ich bin gegen Missionierung, nicht gegen (meinetwegen auch christliche) Hilfe. Das ist schon ein Unterschied.

In einem anderen Forum hat jemand einen Presseartikel gepostet, der von der Sprecherin der Aktion geschrieben wurde. Dort steht,d ass die Geschenke im rahmen eines Gottesdienstes verteilt würde, dieser aber nicht aufgezwugnen würde. Indem geschrieben wird, dass natürlich niemand zu christlichen Veranstaltungen gezwungen werde, wird der Verdacht ausgeräumt, dem sei so und vorgebeugt, dass mal jemand genauer nachschaut und evtl. genau recherchiert, wie die Geschenkverteilung abläuft. Wenn aber der Sinn einer Aktion ist, Weihnachtsgeschenke zu verteilen und die christliche Botschaft zu überbringen, würde diese ja ohne Gottesdienst ins Leere laufen. Weshalb für mich diese Aussage (kein Zwang und notfalls auch ohne Gottesdienst) im Artikel reines Lippenbekenntnis ist...
Die im Artikel enthaltene Aussage, Kinder würden so oftmals ihr erstes Weihnachtsgeschenk ihres Lebens erhalten, beweist für mich eher das Gegenteil. Sie zeigt, dass es darum geht, Kinder zu beschenken, die noch nie Weihnachtsgeschenke erhalten haben und setzt implizit unsere (als christlich angenommene) Kultur als Maßstab für Regionen, wo diese offensichtlich nicht gilt (sonst würden die Kinder ja zu Weihnachten Geschenke erhalten, wenn es dort üblich wäre). Bei genauer Betrachtung fällt mir gerade auf, dass das echt raffiniert ist: Man gibt Kindern erstmals ein Geschenk und sagt ihnen, das sei zu dem und dem Anlass, der jedes Jahr wiederkehre. So ist doch gut sichergestellt, dass die Kinder spätestens nächstes Jahr wiederkommen, wenn der Anlass wieder dran ist. Die Kinder werden wahrscheinlich nicht allein kommen, sondern ihre Familienangehörigen mitbringen. So hat man also erstmal kostenlos ne gewisse Bereitschaft zu kommen - finanziert von gutmütigen SpenderInnen aus Deutschland, die so mit der rübergebrachten Botschaft persönlich verbunden werden, obwohl sie ihr Paket vielleicht ohne christliche Hintergedanken gepackt haben. Weil natürlich auch für die Beschenkten so ein persönlich anmutendes Geschenk (es mutet ja nur an, wirklicher Kontakt entsteht nicht) viel wirkungsvoller ist. Und: Die Kinder können den Ort der Geschenkausgabe (die Kirche) mit einer Freude verbinden, es ist also eine positive Assoziation geschaffen...

Am Kernpunkt vorbei ist für mich die Idee, dass die Leute ja nicht so dumm seien wegen eines Geschenkes zum Christentum überzutreten. Ich denke, niemand unterstellt dies. Aber natürlich ist davon auszugehen, dass es sich nicht um eine isolierte Aktion handelt, sondern um eine von zahlreichen Aktionen im Rahmen von Missionierungsbemühungen. Und dass diese Erfolg haben ist bekannt, sonst würde ja auch keine Kirche Missionare irgendwohin senden.... und auch die Tradition, in der Missionierung allgemein steht (Kolonialismus usw.) finde ich problematisch.
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2007 9:37    Titel: Antworten mit Zitat

Weihnachten mag zwar vor zweitausend Jahren noch nicht Weihnachten gewesen sein. Aber heute ist es dies nunmal. Es ist eng mit der Geburt Christi, einem speziellen Gottesdienst und Geschenken verbunden. Wer dazu nicht steht, muss es auch nicht feiern. Fertig. Daß die Kirche an einigen Stellen verändert gehört, bestreite ich nicht.

Dass eine christliche Aktion an einem christlichen Fest zu einem Gottesdienst, zu dem die Leute nicht hingeprügelt werden, sondern aus anderen Gründen gehen (und sei es nur, dass sie auf der Strasse angesprochen wurden von Leuten, die ihnen schonmal irgendwie geholfen haben), finde ich ok. Wie gesagt, mein letzter Schuhkarton ging nach Osteuropa. Die sind jetzt glaube ich im großen und ganzen seit etwa 1000 Jahren christianisiert.

Daß Kinder ohne ihre Eltern sich in ihnen unbekannte Veranstaltungen trauen, glaube ich nicht. Das ist schon recht konstruiert, Merin. Ansonsten gibt es wohl auch auf der Welt keinen Fleck mehr, an dem die christliche Mission nicht schon gewesen ist. Und Kirchen sind auch in Afrika schon seit längerem bekannt.

Und wer sagt denn, daß wenn ich einen Schuhkarton packe, ich nicht auch Kleider spenden darf oder mich für Die Tafel engagiere?

Naja, aber meine Meinung habe ich ja auch schon kund gegeben.

lg
Jol
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2007 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Jol, ich schrieb:

Zitat:
Die Kinder werden wahrscheinlich nicht allein kommen, sondern ihre Familienangehörigen mitbringen.


Ähm, da hast du wohl was anderes gelesen...
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